Content Curation: So nutzt du fremde Inhalte für deinen Erfolg [+Infografik]

730
Content Curation: So nutzt du fremde Inhalte für deinen Erfolg
© freestocks.org - pexels.com

Relevante Inhalte sind die Voraussetzungen für ein gut funktionierendes Online- und Social-Media-Marketing. Doch diese Inhalte müssen nicht zwangsläufig immer nur deine eigenen sein. Mit Hilfe einer gezielten “Content Curation”-Strategie kannst du auch mit Inhalten anderer Autoren erfolgreich werden.

In den sozialen Netzwerken ist Content Curation schon seit Langem etabliert. Social Media Nutzer kommentieren, liken und teilen Beiträge, Fotos oder Videos, die ihnen besonders gefallen und machen so ihre Freunde und Follower darauf aufmerksam. Wann immer du einen Beitrag teilst und ihn damit in deinem eigenen Social-Media-Feed sichtbar machst, betreibst du Content Curation. Deine Leser werten deine Aktion als “Empfehlung” und kommentieren, teilen oder liken den kuratierten Beitrag genauso wie deine eigenen Inhalte.

Die größten Herausforderungen in der Unternehmenskommunikation und ganz besonders in der Social-Media-Kommunikation ist es, kontinuierlich neue relevante Inhalte zu produzieren und zu teilen. Durch das Teilen von Inhalten aus verschiedenen Quellen kannst du deine eigenen Inhalte ergänzen und so für mehr Vielfalt und Kontinuität auf deinen Kanälen sorgen.

Checkliste: Vorteile von Content Curation

  • bringt mehr aktuelle Inhalte auf deine Social-Media-Kanäle, auch wenn du gerade selbst keine eigenen Inhalte parat hast
  • macht dich zur Ressourcenquelle für interessante Beiträge aus verschiedenen Quellen
  • steigert deine Reputation, denn relevante Fachinformationen renommierter Autoren auf deinen Kanälen färbt auch auf dich ab
  • bringt mehr inhaltliche Vielfalt auf deine Social-Media-Kanäle, die du durch deine eigenen Inhalte alleine gar nicht bieten könntest
  • verbindet dich mit Influencern, denn durch das Teilen von Beiträgen etablierter Meinungsbilder und Medien kannst du eine Beziehung zu den Autoren aufbauen und interessante Diskussion anstoßen
  • bietet dir ein spannendes Testfeld für Inhalte, denn du kannst testen, auf welche Inhalte deine Follower am besten ansprechen und diese in eigenen Beiträgen aufgreifen
  • hilft dir beim Ausbau deiner Social-Media-Kanäle, denn mehr Inhalte und Interaktion auf deinen Feeds sorgt für mehr Sichtbarkeit und Reichweite und unterstützt den Ausbau deiner Community
  • erweitert auch dein eigenes Fachwissen, denn das Sammeln und Selektieren von relevanten Beiträgen gelingt dir am besten, wenn du Inhalte teilst, die du selbst gelesen hast

Doch Content Curation ist nicht nur das simple Weiterleiten von Beiträgen, die andere Autoren geschrieben haben. Eine erfolgreiche Content-Curation-Strategie lebt von der aktiven Interaktion mit den Inhalten und Autoren, denn nur so erzielst du Aufmerksamkeit und Reichweite.

EXTRA: KPI-Auswertung: So arbeitest du mit Kennzahlen im Online-Marketing

7 Tipps für eine erfolgreiche Content-Curation-Strategie

1. Achte auf die Qualität der kuratierten Beiträge

Kuratierte Beiträge sollten hochwertig und informativ sein und deinen Followern einen Mehrwert bieten. Teile daher nur Beiträge, die du auch selbst gelesen hast, um die Qualität und Seriosität der Inhalte sicherzustellen.

2. Nutze die richtigen Social-Media-Kanäle

Content Curation hilft auch dabei, mehrere Social-Media-Kanäle mit Inhalten zu füllen, doch es ist nicht zwangsläufig für alle Netzwerke gleichermaßen sinnvoll. Jedes Netzwerk ist unterschiedlich und bietet verschiedene Möglichkeiten für die Präsentation von Inhalten. Auch jede Community reagiert unterschiedlich auf verschiedene Inhalte und Beitragsformate.

Twitter hat für das Kuratieren sogar eigenen Begriff kreiert: das Retweeten. Auch Facebook lebt von kuratierten Inhalten. Und auch die Business-Netzwerke XING und LinkedIn bieten dir die Möglichkeit, Beiträge von Dritten, Gruppenposts oder Events in deinem Profil zu kuratieren und unter deinen “Aktivitäten” sichtbar zu machen. Pinterest eignet sich besonders gut zum Kuratieren, da du Pins anderer User direkt auf deinen Pinnwänden thematisch speichern kannst. Bei Instagram kannst du Beiträge anderer Instagramer mit einem Klick zu deiner Story hinzufügen. Denke bei Instagram auch bei kuratierten Beiträgen immer an die Verwendung von #Hashtags.

Achte beim Kuratieren auf die Regeln und Gepflogenheiten der einzelnen Communities und passe deine Kommentare entsprechend an.

3. Ergänze deine kuratierten Beiträge mit persönlichen Kommentaren

Kuratierte Beiträge ohne Kommentar wirken lieblos und lustlos.

Mit einem persönlichen Kommentar teilst du die Beiträge nicht nur, sondern beziehst Stellung zum geteilten Inhalt. So kannst du zeigen, dass du dich mit dem Thema auskennst, auch wenn du den Beitrag nicht selbst verfasst hast. Auch mit einem kritischen Kommentar kannst du deinen Standpunkt zum Inhalt festigen, eine Diskussion anstoßen.

4. Interagiere mit den Autoren, deren Beiträge du kuratierst

In vielen sozialen Netzwerken ist das Taggen von anderen Personen oder Accounts ganz einfach per @handle möglich. Mittels Tagging wird der Autor automatisch darüber informiert, dass du den Beitrag geteilt hast. Viele User reagieren mit einem Like, einem Danke oder indem sie sich aktiv in die Diskussion einschalten. Somit hast du auch einen wichtigen Baustein für eine Influencer-Ansprache gelegt. Das aktive Interagieren mit anderen Autoren und Accounts erhöht deine Reichweite und Sichtbarkeit und generiert auch mehr Aufmerksamkeit für deine eigenen Beiträge.

5. Experimentiere mit verschiedenen Inhalten

Durch Content Curation kannst du verschiedene Inhalte und Formate ausprobieren, um zu prüfen, welche Inhalte bei deinen Followern am besten ankommen. So kannst du Ideen für eigene Inhalte generieren. Zum Beispiel: Greife ein Thema auf, das viele Kommentare oder vielleicht auch Fragen erhalten hat und schreibe selbst einen Beitrag dazu oder ergänze es.

6. Nutze die richtigen Zeiten zum Kuratieren

Jedes Netzwerk unterliegt einer individuellen Dynamik und auch die Communities sind zu verschiedenen Kernzeiten in den verschiedenen Netzwerken aktiv. Während auf Twitter fast immer viel los ist und die Lebenszeit eines Tweets besonders kurz ist, sind deine Posts auf Facebook länger sichtbar. Um möglichst viele Leser in den unterschiedlichen Netzwerken zu erreichen, empfiehlt es sich daher, zu den aktivsten Zeiten der Netzwerke zu planen.

Content Curation. Beste Social-Media-Zeiten
© Blog2Social by Adenion

7. Plane den perfekten Content-Mix

Die „5-3-2″-Regel hilft dir, einen ausgewogenen Content-Mix auf deinen Social-Media-Kanälen zu planen. Die Regel besagt, dass du bei 10 Beiträgen auf folgende Mischung achten solltest:

  • 5 kuratierte Inhalte: Beiträge, die von einer externen Quelle erstellt sind, für dein Publikum relevant sind und einen Bezug zu deinen Themen aufweisen.
  • 3 kreierte Inhalte: Selbst erstellte Inhalte, die für deine Follower von Interesse sind.
  • 2 persönliche Inhalte: Hierbei handelt es sich um Beiträge, die etwas über dich oder dein Unternehmen preisgeben. Das können persönliche Kommentare und Stellungnahmen, unterhaltsame oder auch spaßige Inhalte sein.

Infografik: Content Curation

Infografik: Content Curation
© Blog2Social by Adenion

So planst du deine Content-Curation-Strategie

Content Curation untergliedert sich in folgende Aufgaben und Arbeitsschritte:

1. Recherche von Inhalten aus verschiedenen

Gute Quellen für die Content-Recherche sind natürlich deine eigenen Social-Media-Feeds, denn hier folgst du in der Regel Medien und Autoren mit ähnlichen oder komplementären Inhalten. Interessante Inhalte kannst du entweder direkt re-posten oder bookmarken. Eine andere gute Möglichkeit ist das Abonnieren von RSS-Feeds, um interessante Inhalte zu finden und für das Kuratieren zu sammeln.

2. Selektion

Nicht alle gesammelten Inhalte eignen sich letztendlich zum Kuratieren. Einige wirst du nach der Lektüre wieder aussortieren, andere eignen sich vielleicht nur für bestimmte Social-Media-Kanäle.

3. Kommentieren und Individualisieren

Um die gesammelten und selektierten Beiträge für das Kuratieren zu planen, kannst du auch deine Kommentare vorbereiten und je nach Netzwerk mit entsprechenden #Hashtags und @Handles versehen.

4. Veröffentlichung planen

Anschließend gehen die vorbereiteten Inhalte in die Planung. Hier legst du fest, wann welche Inhalte auf welchen Netzwerken veröffentlicht werden sollen.

5. Monitoring und Analyse

Nach der Veröffentlichung ist vor der Veröffentlichung. Mit einer Performance-Analyse kannst du kontrollieren, welche Inhalte die meisten Interaktion erzielt haben und daraus wertvolle Ideen für die weitere Planung sowohl für eigene Inhalte, als auch für kuratierte Inhalte ableiten.

EXTRA: KPI-Auswertung: So arbeitest du mit Kennzahlen im Online-Marketing

7 nützliche Social-Media-Tools für die Recherche und Planung

Content Curation ist zwar eine gute Maßnahme, um Zeit für die Produktion eigener Inhalte zu sparen, kostet aber auch etwas Zeit für die Recherche und Planung des perfekten Content-Mix. Social-Media-Tools helfen dir, den Aufwand zu reduzieren und für einen konsistenten Stream interessanter Inhalte auf deinen Social-Media-Accounts zu sorgen.

  1. Nuzzel: scannt kontinuierlich zehntausende Nachrichtenpublikationen und verfolgt, wie täglich hunderttausende von Nachrichten in sozialen Netzwerken verbreitet werden. Im Nuzzel-Dashboard kannst du Feeds und Stories zu bestimmten Themen abonnieren.
  2. Feedly: stellt Newsfeeds aus abonnierten Websites zusammen, die du anschließend direkt auf Facebook und LinkedIn teilen kannst.
  3. Pocket: kann aus über 1.500 Apps Inhalte aus unterschiedlichsten Quellen sammeln und zum Kuratieren speichern.
  4. Scoop.it: erleichtert das Finden und Kuratieren von interessanten Inhalten nach bestimmten Themen und Keywords. Mit Scoop.it lassen sich eigene Quellen hinzufügen, z.B. Medien und Blogs per RSS-Feed.
  5. Trusted-Blogs: präsentiert die Inhalte tausender deutschsprachiger Blogs, die auf Basis von Schlagworten gruppiert und angezeigt werden.
  6. Bloglovin‘: präsentiert die Beiträge von über 750.000 aktiven Bloggern aus Nordamerika und Europa insbesondere aus Mode, Beauty, Design, Food und Lifestyle, die du in einer Favoritenliste sammeln und für das Kuratieren speichern kannst.
  7. Social-Media-Poster: Mit der Browser Extension für Chrome und Firefox kannst du beliebige Beiträge aus dem Netz sofort auf Facebook, Twitter und LinkedIn teilen oder für die spätere Bearbeitung und das automatisierte Cross-Posting auf 14 verschiedenen Social-Media-Netzwerken speichern.

Unser Gratis-ePaper: Social Media

Gratis-ePaper Social Media

Unser ePaper mit den besten Tipps rund um das Thema Social Media:

→ über 55.000 Abonnenten
→ jedes Quartal eine neue Ausgabe
→ als PDF bequem in dein Postfach

Einfach anmelden und ab sofort top-informiert sein!

Gratis-ePaper downloaden

1 Kommentar

  1. Danke! Gute Gedanken in diesem Artikel. Was ich direkt umsetzen werden: Mehr relevanten Content von anderen Quellen teilen und kommentieren so wie hier gerade Für meinen Blog nutze ich übrigens das Plugin Blog2Social.

Kommentiere den Artikel

Bitte gib deinen Kommentar ein!
Bitte gib hier deinen Namen ein