In 6 Schritten zur passenden Content-Marketing-Agentur

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Content-Marketing trägt maßgeblich zur Kundengewinnung sowie deren langfristiger Bindung bei. Es hilft Unternehmen, ihr Marken-Image zu verbessern. Doch nicht jedes Unternehmen verfügt über ausreichend Inhouse-Expertise, um selbst erfolgreiches Content- Marketing betreiben zu können.

Daher kann es sich lohnen, Aufgabengebiete an Agenturen auszulagern. Unser Artikel richtet sich besonders an mittelständische Unternehmen, die entweder Content-Marketing-Aktivitäten outsourcen möchten oder bereits erste Erfahrungen in dem Bereich gesammelt haben. Wir erklären dir in unserem Leitfaden, wie du die richtige Agentur für deine individuellen Bedürfnisse findest.

Es gibt eine Vielzahl an Agenturen, die Content-Marketing betreiben. Neben reinen Content-Marketing-Agenturen verfügen häufig auch PR-Agenturen, Social-Media-Agenturen, SEO-Agenturen, Inbound-Agenturen und klassische Werbeagenturen über Kenntnisse im Bereich des Content-Marketings. Eventuell betreibt dein Unternehmen auch bereits PR oder Werbung, aber noch kein Content-Marketing. Daher sollte der erste Schritt darin bestehen, herauszufinden, welche Art von Werbung du bereits betreibst und welche Agentur oder welcher Dienstleister in den jeweiligen Bereichen für dich arbeitet.

Step 1: Definition der Werbearten

Neben Content-Marketing gibt es noch zwei weitere große Werbeformen:

Klassische Werbung

Bei klassischer Werbung liegt der Fokus auf dem Produktversprechen. Werbung kann dem langfristigen Imageaufbau dienen, doch der Kampagnenbezug ist eher kurzfristig.

Public Relations

Unter Public Relations hingegen versteht man die redaktionelle Kommunikation eines Produktversprechens. Es handelt sich um einseitige Senderkommunikation, bei der die PR-Manager von den Medien und Publishern abhängig sind. Im Gegensatz zur klassischen Werbung wird bei PR für die Veröffentlichung der Inhalte nicht gezahlt und diese ist dementsprechend nicht garantiert. Auch bei dieser Werbeform stehen kurzfristige Ziele im Vordergrund.

Content-Marketing

Im Gegensatz dazu liegt bei Content-Marketing der Fokus auf dem Mehrwert für den Kunden. Relevante Inhalte sollen den Kunden anziehen und so zu gewinnbringenden Handlungen beitragen. Man möchte langfristige Ziele erreichen und im Mittelpunkt stehen Lösungen, keine reinen Produktversprechen.

Anhand dieser Definitionen der Werbeformen solltest du zunächst einmal evaluieren, ob du bereits in einem der drei Bereiche (PR, Werbung, Content Marketing) aktiv bist. Eventuell betreibst du bereits Content-Marketing und es ist dir nur nicht bewusst?

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Step 2: Evaluation der externen Kompetenzen

Nachdem du herausgefunden hast, in welcher Art von Werbung du bereits aktiv bist, ist es wichtig festzustellen, ob du eventuell bereits externe Dienstleister damit beauftragt hast (Agenturen, freie Mitarbeiter)? In welchem Bereich bist du noch nicht tätig?

Außerdem solltest du prüfen, über welche Fachkompetenzen deine externen Mitarbeiter oder deine bereits engagierte Agentur verfügen. Vielleicht hast du bereits eine Social-Media-Agentur engagiert, die deine Social-Media-Seiten füttert, aber du möchtest noch eine Mitarbeiterzeitschrift herausgeben. Dafür wäre dann eine Agentur mit Expertise im Corporate Publishing sinnvoller.

Du solltest dir auch einen Überblick darüber verschaffen, wie viele Personen involviert sind und welcher Mitarbeiter mit welchen externen Dienstleistern in Kontakt steht:

  • Gibt es überflüssige Überschneidungen?
  • Auf welche Weise wird mit den externen Partnern kommuniziert?

All diese Fragen helfen dir dabei, Schwachstellen im Bereich der Kompetenzen der externen Dienstleister und innerhalb der Arbeitsprozesse festzustellen.

Step 3: Definition der internen Kompetenzen

Im dritten Schritt müssen die Kompetenzen, die in deinem Unternehmen bereits vorhanden sind, definiert werden. Wer verfügt bei dir über welche Kompetenzen im Bereich Content- Marketing?

Ein Beispiel: Eventuell gibt es bereits einen inhaltlich starken Unternehmensblog, aber du weißt nicht, wie dieser am besten vermarktet werden kann. Dann liegt deine Stärke im redaktionellen Bereich, aber du brauchst noch Unterstützung bei der richtigen Strategie und Distribution.

Auch die internen Kommunikationsarten und –kanäle sollten gebündelt werden. Das bedeutet, dass du die interne Kommunikation mit den Mitarbeitern und Kollegen unter die Lupe nehmen musst:

  • Wer sind die internen Kompetenzträger und was sind ihre Stärken und Schwächen?
  • Gibt es auch hier eventuell Überschneidungen, die man beheben kann?

Hinweis: Oftmals kann es sinnvoll sein, die Schritte 2 und 3 zu tauschen oder auch gleichzeitig anzugehen.

Step 4: Identifikation der Kompetenzlücken und der Agentur-Notwendigkeiten

Die ersten Schritte verdeutlichen dir nicht nur, welche Kompetenzen du bereits intern und extern besitzt, sondern auch, welche Kompetenzlücken dein Unternehmen noch aufweist. Und genau an dieser Stelle kommt die Agentur ins Spiel.

Denn die fehlenden Kompetenzen sollten die Kompetenzen sein, in welchen die Agentur die nötige Expertise aufweist. So kannst du sichergehen, dass du nach einer Agentur mit der richtigen Spezialisierung suchst und keine Aufgaben extern vergibst, für die du eigentlich schon inhouse über die passenden Experten und Ressourcen verfügst.

Step 5: Agenturauswahl anhand der Kompetenzlücken

Nun weißt du, in welchen Bereichen du Unterstützung brauchst. Anhand dieser Kompetenzlücken wählst du eine passende Agentur aus. Das bedeutet zuerst einmal, dass du dir einen Marktüberblick verschaffen musst:

  • Welche Agenturen haben die passenden Schwerpunkte, die dir an eigenen internen und externen Kompetenzen noch fehlen?
  • Gibt es einen festen Ansprechpartner innerhalb der Agentur? Dieser sollte alle Abteilungen und Kompetenzen der Agentur kennen.

Außerdem betrachtet eine gute Agentur die Aufträge des Kunden reflektiert. Natürlich ist der Kunde König, doch die Agentur hast du ausgewählt, da sie in dem Bereich große Kompetenz aufweist, die dir fehlt.

Daher sollte ein nettes Kontra seitens der Agentur kein No-Go für dich sein.

Darüber hinaus spielen auch Sympathie und Vertrauen eine große Rolle, und eventuell ist auch örtliche Nähe für dich von Bedeutung. Nur wenn die Agentur deine Mitarbeiter, deinen Betrieb und natürlich dein Produkt verinnerlicht hat, kann sie auch qualitativ hochwertiges Storytelling für dich betreiben – und das ist es, was gutes Content-Marketing letztendlich ausmacht.

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Step 6: Testen der Agentur

Im letzten Schritt kannst du die Agentur mit einem geringen Budget testen. Mögliche Vergütungsmodelle sind:

Bezahlung nach Fixpreis

Der Fixpreis bietet dir den Vorteil einer exakten Preiskalkulation, führt aber zu weniger agilem Arbeiten.

Bezahlung nach Stundensatz

Der Stundensatz ist die fairste Art der Abrechnung (nach tatsächlichem Arbeitsaufwand), verleitet aber zu einer ungenauen Projektdefinition.

Zu Beginn ist der Einsatz eines geringen Budgets sinnvoll, da du recht schnell merken wirst, ob du mit deinem Ansprechpartner und der Agentur auf einer Wellenlänge bist. Außerdem erkennst du, ob die Agentur tatsächlich über die nötigen Kompetenzen verfügt und ob sie dein Unternehmensprodukt versteht und neue kreative Ansätze findet. Die Agentur sollte stets die ganze Bandbreite des Contentspektrums im Blick haben (Video, Bilder, Podcasts etc.) und dir die Spreading-Möglichkeiten bereits im Voraus vorstellen.

Eine gute Agentur versetzt dich und deine Mitarbeiter in die Lage viele Dinge selbst erledigen zu können, sie macht sich quasi „überflüssig“.

Doch das Feld des Content-Marketings ist groß und so werden sich weitere Aufgabenfelder ergeben. Falls die Chemie zwischen euch stimmt und die Agentur dein Produkt und die Geschichte, die dahinter steht, versteht – herzlichen Glückwunsch, du hast deine passende Content-Marketing-Agentur gefunden! Falls nicht, gilt: nicht verzweifeln! In einer solch diversifizierten Welt wie unserer findet sich für jedes noch so nischige Unternehmen die passende spezialisierte Agentur.

Content-Marketing-Agentur finden: Alle 6 Schritte auf einen Blick

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