Zusammenarbeit im Unternehmen: 8 Trends für 2021

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3 Teambuilding-Ideen, die auch virtuell Spaß machen
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Im hochdigitalen Umfeld erlebt emotionale Intelligenz eine Renaissance. Aber wie erhöhen Unternehmen den Wert der Face-to-Face-Zeit? Und wie holst du in der Webkonferenz tatsächlich jeden Gesprächspartner ab? Wer das Miteinander anstrebt, muss sich gut überlegen, wie er die emotionale Basis jedes Einzelnen nährt. Im virtuellen Teamwork nicht immer einfach. Acht Trends für die Zusammenarbeit 2021 zeigen Wege, wie Begegnung online und offline wirklich gelingen kann.

1. Menschlichkeit trotz Distanz

Wir alle wissen, dass es mit räumlichem Abstand viel leichter ist, eine Beziehung abzubrechen oder einen Kontakt im Sande verlaufen zu lassen.

Ähnlich wie bei einer Freundschaft auf Entfernung ist auch die Pflege der Beziehung im Remote Working das A und O.

Mit mehr Menschlichkeit kannst du verhindern, dass alleine das Gefühl mangelnder Zugehörigkeit sich negativ auf die Motivation auswirkt und zu weniger Engagement führt.

2. Das Büro als Ort der Begegnung

Wenn jeder die Freiheit hat, dort zu arbeiten, wo er will, braucht er keinen festen Schreibtisch. Um unseren Teil der Arbeit gut oder besser erledigen zu können, brauchen wir allerdings KollegInnen, MitstreiterInnen und Verbündete. Denk daran, Räume im Unternehmen zukünftig so zu gestalten, dass sie eine Sogwirkung erzielen, einen echten Mehrwert bieten.

3. Für jede Anforderung die ideale Umgebung

Der persönliche Austausch lässt Projekte schneller voranschreiten.

Ein kreatives Miteinander fördert innovative Ideen und wirksame Entscheidungen. Dabei muss die Büroinfrastruktur unterstützen. Nutzt du schon Activity Based Working? Das bedeutet, dass für jede Anforderung die am besten geeignete Arbeitsumgebung angeboten wird.

4. Serendipität fördert Innovation

Hast du schon einmal bei einem Gespräch, das du zufällig auf dem Büroflur verfolgt hast, einen Gedankenimpuls erhalten, der dich auf eine neue Idee gebracht hat? Serendipität bezeichnet genau diese Wahrnehmung von etwas ursprünglich nicht Gesuchtem, das sich als überraschende Entdeckung erweist. In der virtuellen Zusammenarbeit kommt diese soziale Zufälligkeit komplett zum Erliegen. Es genügt jedoch nicht, die MitarbeiterInnen einfach wieder in ihre alten Büros zu setzen. Du musst die Wahrscheinlichkeit aktiv erhöhen, dass Menschen sich begegnen.

5. Eigeninitiative zählt

Hast du das während des Lockdowns auch bemerkt? Eine (zu) enge Führung behindert den Workflow. MitarbeiterInnen, die es schätzen, genau gesagt zu bekommen, was sie wie tun sollen, hatten große Probleme. Durch das Kontrollvakuum ist allerdings auch Raum für Eigeninitiative entstanden. Lässt du diese zu, kommen du und dein Team zukünftig besser durch Krise und Veränderung als andere.

6. Selbstorganisierte Mannschaften

Der größte Teil unserer Arbeitswelt wird auch in Zukunft nicht berechenbar sein.

Dem kannst du nur durch den „Bau“ von Mannschaften begegnen, die sich selbst organisieren und flexibel auf wechselnde Anforderungen reagieren. Dein wichtigstes To-do ist es, zu erkennen, welche Aufgaben durch Arbeitsteilung abgearbeitet werden können und für was Kollaboration, also echte Zusammenarbeit, erforderlich ist.

EXTRA: Was bedeutet Digitalisierung für die Zusammenarbeit in Teams?

7. Interdisziplinarität führt zu Lösungen

Forscher sind gezwungen, sich zu spezialisieren. Zugleich müssen sie aufgrund der Komplexität des Wissens zusammenarbeiten. Die Herausforderungen liegen in den Schnittpunkten der Disziplinen. Und das gilt nicht nur für die Wissenschaft, sondern auch für die Wirtschaft. Du muss als Vorbild den Austausch suchen und andere Herangehensweisen wertschätzend annehmen, um daraus mit deinem Team neue Lösungen zu schaffen.

8. Digital und doch präsent

Telepräsenz-Telefonate mit Hologrammen. Zukunftsmusik? Von wegen! Ein koreanisches Unternehmen arbeitet bereits an der Realisierung dieses Plans. Bis dahin werden Büros bereits digital nachgebildet. Die Darstellung der Teammitglieder erfolgt über Fotos oder Avatare. Einen Schritt weiter gehen VR-Brillen. Du und deine Teammitglieder können so gemeinsam in einem virtuellen Meetingraum das Whiteboard benutzen oder Post-its an die Wand kleben. Bis du bereit für das neue Come together 2021?

Ulrike Stahl
Ulrike Stahl ist eine gefragte Rednerin – auf der Bühne und online – Autorin und Expertin für Zusammenarbeit und das neue WIR im Business. Sie moderiert live oder remote Zukunfts-Cafés sowie Meetings mit Liberating Structures. Wie geht konkurrenzlos erfolgreiche Zusammenarbeit? Wie entwickeln wir eine WIR-Kultur für uns selbst, in unseren Unternehmen und Verbänden? Darauf gibt sie Antworten, die wirken: Kooperativ. Kollaborativ. Kokreativ.

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