5 Tipps, um während der Pandemie mit einem schmalen Budget auszukommen

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5 Tipps, um während der Pandemie mit einem schmalen Budget auszukommen
© shintartanya - stock.adobe.com

Seit dem ersten Lockdown sind mehr als 100 Tage vergangen. Als UnternehmerIn wirst du sicher zustimmen, dass es sich eher wie 1000 Tage anfühlt. Es gab Höhen und Tiefen, verwirrenden Subventionspapierkram und erhöhte Kosten für die Geschäftstätigkeit.

Die EigentümerInnen sehen sich mit Problemen wie persönlicher Schutzausrüstung für MitarbeiterInnen, die diese normalerweise nicht benötigen, fortschrittlichen Reinigungs- und Hygieneprotokollen und der zunehmenden Angst der VerbraucherInnen auf dem Markt konfrontiert. Die Dinge sind für InhaberInnen eines Kleinunternehmens nicht einfach.

Aber was sollst du, als Inhaberin bzw. Inhaber eines Kleinunternehmens, während einer Pandemie tun? Den Schwanz einziehen und weglaufen? Mitnichten! Bleibe auf Kurs, schließe die Luken und probiere diese fünf Taktiken aus, um die Pandemie mit einem schmalen Budget zu überstehen.

1. Erlerne ein paar neue Skills

Es bricht uns das Herz, wenn wir hören, dass GeschäftsinhaberInnen während der Pandemie gezwungen waren, MitarbeiterInnen zu entlassen. Das könnte auch für dich unvermeidlich sein – möglicherweise können Bereiche deines Unternehmens nicht mehr verwaltet werden. Das bedeutet, dass es für dich an der Zeit ist, die Ärmel hochzukrempeln und die Lücke zu schließen. Aber fürchte dich nicht.

Das Erlernen neuer Skills ist nicht nur ein Vergnügen, sondern bildet auch Charakter und Tiefe.

Es gibt eine Menge nützlicher Informationen zu fast jedem Thema (einschließlich bewährter Geschäftspraktiken) im Internet, also mache dich auf die Suche. Nutze auch all die kostenlosen „How-to“-Videoplattformen im Internet. Vielleicht musst du dich durch ein paar „Clickbait-y“-Videos wühlen, um großartige Inhalte zu finden, aber der Preis ist nicht zu schlagen.

2. Reinvestiere Geld in die Infrastruktur,Teil 1: Beseitige Materialverschwendung

Diese Taktik klingt offensichtlich, aber du wärst überrascht, wie viele UnternehmerInnen nicht ausreichend in ihr eigenes Unternehmen reinvestieren. Und während einer globalen Pandemie zählt jeder Cent.

Wirf einen Blick auf deine derzeitige Infrastruktur und denke darüber nach, wie du Geld in dein Unternehmen investieren kannst, um die Kosten weiter zu senken und gleichzeitig die regelmäßige Produktion aufrechtzuerhalten.

  • Verfügt dein Arbeitsplatz über umweltfreundliche Glühbirnen?
  • Hast du neue digitale Anwendungen eingesetzt, um Papierabfall zu vermeiden?

Sei bereit, für diese Methoden zu bezahlen, denn sie werden sich lohnen. Mit der Zeit werden diese Investitionen dein gesamtes Unternehmen stärken.

3. Reinvestiere Geld in die Infrastruktur, Teil 2: Konzentriere dich auf den Gewinn

Die Leitung einer Organisation (selbst einer kleinen) kann schwierig sein, da du stets das Gesamtbild im Auge behalten musst. Es kann überwältigend sein, ständig über jeden einzelnen minuziösen Aspekt deines Unternehmens nachzudenken, daher lautet unsere Philosophie, sich auf das zu konzentrieren, was Geld einbringt, und den Rest auszulagern. Das könnte sehr schwierig sein, wenn man bedenkt, dass es sich um eine globale Pandemie handelt und die finanzielle Unsicherheit unter den GeschäftsinhaberInnen weit verbreitet ist. Dennoch bleibt das Konzept tragfähig.

Wenn dein Unternehmen Geld braucht, konzentriere dich auf die Art und Weise, wie du dieses verdienst. Investiere deine Gewinne in die Auslagerung von Aufgaben, auf die du dich gerade nicht konzentrieren musst.

Diese Idee trifft den Kern der Mission deines Unternehmens und den Hauptgrund, warum du eine erfolgreiche Geschäftsinhaberin bzw. ein erfolgreicher Geschäftsinhaber bist. Es gibt etwas, was du tust, was sonst niemand tut – genau deshalb existiert dein Unternehmen. Schau dich und deine Dienstleistungen genau an und mach dich an die Arbeit (wie du es getan hast, als du gerade angefangen hattest).

Sei kreativ bei Verhandlungen

Verhandle mit deinen bevorzugten LieferantInnen und VerkäuferInnen über folgende Dinge, um mit ihnen Geschäfte zu machen:

  • Einstiegspreise
  • Aufträge mit geringem Auftragsvolumen
  • Weniger Mindestanforderungen

Denke daran, dass auch deine LieferantInnen von der globalen Pandemie betroffen sind. Gehe auf sie zu und erkläre ihnen deine Situation mit Bescheidenheit und sei offen für Kompromisse.

Gehe in diese Verhandlungen mit dem Verständnis, dass du vielleicht nicht das bekommst, was du willst, aber zumindest wirst du deine Situation erklären und gehört werden. Wer weiß, vielleicht bist du mit einem wohlwollenden Ohr und einer Verkäuferin oder einem Verkäufer gesegnet, die bzw. der die Geschäftsbeziehung trotz der Pandemie fortsetzen möchte. Das Glück begünstigt die Mutigen, also frage nach dem, was du willst, und sei dabei höflich. Es gibt viele Möglichkeiten, mit potenziellen GeschäftspartnerInnen zusammenzuarbeiten.

EXTRA: 10 Verhandlungstechniken für Gründer

Informiere dich über die lokalen Geschäftszentren in deinem Wohnort

Lokale Geschäftszentren sind eine fantastische Ressource für UnternehmerInnen, denn sie verstehen den Wert robuster lokaler Unternehmen, die in ihrem Ort tätig sind. Tatsache ist, dass die Gemeinde insgesamt besser abschneidet, wenn lokal betriebene Unternehmen florieren. Die Immobilienwerte steigen, das Vertrauen der VerbraucherInnen und deren Ausgaben nehmen zu – diese Faktoren ermutigen Andere, Unternehmen in die Gemeinde zu holen.

Statte ihnen einen Besuch ab, vernetze dich sinnvoll und sieh nach, welche Hilfe sie anbieten können.

Es kann beunruhigend sein, wenn sich das eigene Kleinunternehmen gegen die überwältigenden Auswirkungen einer globalen Pandemie behaupten muss. Aber wir wetten, als du dein Unternehmen gegründet hast, hattest du auch überwältigende Herausforderungen vor dir. Du hast es einmal geschafft, also schaffst du es noch einmal. Du hast so viel überwunden, auch das kannst du überwinden. Du kannst neue Fähigkeiten erlernen. Du kannst Verschwendung beseitigen. Du kannst dich auf das konzentrieren, was Geld einbringt. Du kannst kreativ sein. Du kannst in deiner Gemeinde um Hilfe bitten. Und vor allem: Vertraue in dich selbst.

Dieser Artikel wurde von Lorenzo Escobal auf Englisch verfasst und am 03.09.2020 auf www.forbes.com veröffentlicht. Wir haben ihn für euch übersetzt, damit wir uns mit unseren Lesern zu relevanten Themen austauschen können!

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