Soziale Initiative für dein Unternehmen: 3 Tipps

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Soziale Initiative für dein Unternehmen: 3 Tipps
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Einige würden argumentieren, dass Unternehmen die Verantwortung haben, soziale Initiativen in ihre Geschäftsmodelle zu integrieren. In jedem Fall gehen die Auswirkungen eines solchen Vorgehens weit über die Gemeinschaften hinaus, denen die Initiativen zugute kommen sollen: Es kann auch dem Unternehmen helfen. Zum einen werden 64 Prozent der Millennials keinen Job in einem Unternehmen annehmen, wenn es keine Werte hat, die mit sozialer Verantwortung in Einklang stehen. Ein kürzlich veröffentlichter globaler Bericht von Accenture fand heraus, dass Kunden eher Geld bei einem Unternehmen ausgeben, wenn ihre Markenziele Themen widerspiegeln, die für den Verbraucher von Bedeutung sind.

Vielleicht spürst du förmlich einen Sog, dein Unternehmen auf soziale Initiativen auszurichten, und fragst dich, wie du damit beginnen kannst. hier findest du drei Tipps!

1. Wähle eine auf deine Marke bezogene soziale Initiative

Es ist wichtig, dass bei der Wahl einer sozialen Initiative ein gewisser Bezug zu deiner Marke besteht. Es würde nicht viel Sinn machen, einen Prozentsatz des Gesamtumsatzes in deinem Ergänzungsmittelgeschäft für Nachhaltigkeitsbemühungen zu spenden. Zu den Marken, die dies gut tun, gehören Luna Bar – das sind Powerriegel, die für Frauen gemacht sind.

Sie haben sich der sozialen Initiative der gleichen Bezahlung für Frauen verschrieben, was mit ihrer Markenbotschaft übereinstimmt. Sie finden Wege, diese Initiative mit ihrem Produkt in Verbindung zu bringen, wie zum Beispiel, als sie sich dazu verpflichteten, jeder der 23 Frauen in der Fußballweltmeisterschaftsmannschaft der USA die Differenz von 31.250 Dollar zwischen ihren Gehältern und den Gehältern der männlichen Fußballspieler zu zahlen.

Wem dient deine Marke?

Die Chancen stehen gut, dass, wenn du die Marke, die du jetzt hast und die dir wichtig ist, geschaffen hast, die Antwort vielleicht eine soziale Initiative ist, die dir bereits am Herzen liegt.

2. Dein ganzes Team und Investoren auf die Initiative ausrichten

Es ist wichtig, dass sich nicht nur die Gründer und Entscheidungsträger eines Unternehmens in die Wirkung eingebunden fühlen. Lian Pham, Mitbegründerin und Chief Heart Officer von The Company of Nomads, sprach über ihre Absicht: „to be the change“. Als Unternehmen mit sozialer Wirkung hat die Company of Nomads mehrere Initiativen ergriffen, wie zum Beispiel die Einrichtung einer Lebensmittelhalle in Houston mit Waren von örtlichen Bauern. Lian sagte:

„It starts with the founders aligning their life purpose with the startup and its social impact initiatives, of course. But we also believe that the employees should be invested with that purpose, and if potential employees don’t appear to be, then they shouldn’t be hired.“

Außerdem gelte dies auch für Investoren: Man könne keine langfristigen Entscheidungen treffen, wenn man sich auf den ROI konzentriere. Also müssten die Investoren ebenfalls das ganze Spiel verstehen und die Auswirkungen, die du letztendlich erzielen willst.

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3. Nägel mit Köpfen machen

Leere Worte sind unzureichend. Allein die Behauptung, dass dein Unternehmen eine soziale Initiative unterstützt, ohne dies durch die Bereitstellung finanzieller Mittel nachzuweisen, hilft nicht weiter. Es muss nicht unbedingt ein Prozentsatz des Gesamtumsatzes angegeben werden. Vielleicht verpflichten sich einmal im Quartal alle Teammitglieder einen ganzen Tag lang, ehrenamtlich in einer Suppenküche zu arbeiten oder benachteiligte Jugendliche in deinem Büro für einen Workshop aufzunehmen.

EXTRA: Nachhaltig und profitabel? 3 Denkanstöße für Unternehmen

Dokumentiere die Wirkung des Unternehmens in einem jährlichen Newsletter und auf einem „Impact“-Reiter auf der Website des Unternehmens. Auch das Einfügen von Fotos und Erfahrungsberichten ist hilfreich. Die Idee ist, dass deine Kunden verstehen, auf welche Wirkung du hinarbeitest und wie die Unterstützung deines Unternehmens positiven Einfluss nimmt. Eine andere übliche Methode, dies zu erreichen, besteht darin, die Macht direkt in die Hände des Kunden zu legen, zum Beispiel das „buy one, give one“-Modell von DIFF Eyewear mit Brille: Für jede gekaufte Brille spenden sie eine Korrektionsbrille an jemanden in Not. Dies verleiht den Kunden ein Gefühl der sozialen Verantwortung.

Unabhängig davon, ob du ein Unternehmen mit sozialen Initiativen bist oder nicht, es liegt letztlich in deiner Verantwortung, in irgendeiner Weise etwas zurückzugeben.

Die Wahl einer Sache, an die du glaubst und die mit deinem Unternehmen in Resonanz steht, ist der beste Weg, Glück weiterzugeben und denen zu helfen, die es am meisten brauchen.


Dieser Artikel wurde von Stephanie Burns auf Englisch verfasst und am 13.04.2020 auf www.forbes.com veröffentlicht. Wir haben ihn für euch übersetzt, damit wir uns mit unseren Lesern zu relevanten Themen austauschen können.

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