Konflikte im Team? So verbesserst du die Zusammenarbeit [+Video]

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Konflikte im Team? So verbesserst du die Zusammenarbeit

Konflikte im Team? So verbesserst du die Zusammenarbeit

Was ist überhaupt ein Konflikt? Ist er nur ein akutes Problem zwischen zwei Menschen? Ein kurzer lautstarker Streit? Eine offensichtliche Spannung? Oder eine unterschwellige Angelegenheit?

Unabhängig davon steht fest: Wenn’s im Team kracht, muss jemand eingreifen. Werden Konflikte nicht erkannt oder falsch gehandhabt, entstehen sie immer wieder neu und können in einem Team verheerende Schäden anrichten.

Von der Entstehung zur Wahrnehmung

Konflikte verlaufen meist sehr unterschiedlich: lang oder kurz, sachlich oder aggressiv, offen angesprochen oder indirekt schwelend. Trotzdem lassen sich Vorgänge finden, die für das Verständnis aller Konflikte wichtig sind.

Da ist die Konfliktentstehung: Ist die Ansicht einer Partei mit der einer anderen nicht zu vereinbaren, dann kracht es im Team. Du musst wissen, dass Konflikte umso wahrscheinlicher sind, je verschiedenartiger die fachlichen Kenntnisse und Erfahrungen, je unklarer die Rollen, Funktionen und Kompetenzen und je weniger die Ziele bekannt sind bzw. verstanden wurden.

Ist deine Konfliktwahrnehmung geschärft, fallen typische Konfliktsignale schneller auf:

  • aggressiver Kommunikationsstil
  • verhärtete Diskussionen
  • fehlende Kompromissbereitschaft
  • schlechte Teamstimmung
  • Weigerung, Aufgaben zu übernehmen
  • nicht eingehaltene Vereinbarungen

Von der Analyse zur Lösung

Hast du einen Konflikt wahrgenommen, ist eine gründliche Analyse erforderlich:

  • Wer ist am Konflikt beteiligt?
  • Um welchen Konflikt handelt es sich?
  • Wie wichtig ist der Konflikt?

EXTRA: Wenn Mitarbeiter streiten …

Dabei solltest du dich hüten, einen Konflikt nur vom eigenen Standpunkt aus zu betrachten. Ein Perspektivenwechsel ermöglicht Verständnis für die unterschiedlichen Situationen und Sichtweisen der Konfliktpartner. Dann kannst du an die Lösung gehen und hast folgende zwei Möglichkeiten:

  1. Den Konflikt mithilfe von Macht regulieren: Diese Verfahrensweise setzt Rechtsmittel und Instanzen voraus.
  2. Unter Berücksichtigung von Interessen: Die Konfliktpartner eruieren ihre tiefer liegenden Wünsche, Ansprüche, Bedürfnisse und erarbeiten einen Interessenausgleich.

ACHTUNG: Durch Machtanwendung werden Konflikte meist mehr unterdrückt als gelöst, sie schwelen weiter und fordern zu immer neuer Machtausübung auf!

Offener oder verdeckter Konflikt?

Verdeckte Konflikte keimen oft langsam vor sich hin. Werden sie jedoch zu einem offenen Konflikt, sind sie nur schwer unter Kontrolle zu bringen. Gerade zu Beginn sind die Beteiligten bereit zur direkten Konfrontation. Jeder will den Anderen unbedingt überzeugen.

Im weiteren Verlauf des Konfliktes sind die Parteien oft voneinander enttäuscht und glauben nicht mehr an eine Lösung. Sie gehen einer direkten Konfrontation aus dem Weg und beschränken sich nur noch auf den offiziellen „Dienstweg“.

Dann solltest du in jedem Fall den Hang zur Isolierung unterbinden und dazu anleiten, den Konflikt miteinander auszutragen. Gelingt es dir, die Parteien dazu zu bringen, die Verantwortung zu übernehmen, können diese eigene zukunftsfähige Ideen entwickeln.

Konflikte als Chance für die Zusammenarbeit

Nicht immer geht ein Konflikt schnell und einfach vorüber. Festgefahrene Kreisläufe müssen durchbrochen und alte Muster überwunden werden. Die beste Lösung eines Konfliktes ist übrigens der Konsens. Bei dieser Strategie steht nicht die sachliche Einigung, sondern die konstruktive Bewältigung einer Auseinandersetzung im Vordergrund. Unterschiedliche Meinungen werden diskutiert und zu einem besseren Ganzen zusammengeführt.

Wer eigene Verhaltensweisen erkennt und zugleich die Verschiedenheit akzeptiert, hat eine wertvolle Basis im Umgang mit Konflikten.

EXTRA: Körpersprache richtig deuten

Es gibt kein allgemeingültiges Rezept, um Konflikte zu lösen. Jedes Team, jeder Mitarbeiter und jede Führungskraft, muss seinen individuellen Lösungsweg finden, wenn es einmal kracht. Für jeden, der einen Konflikt lösen will, gilt: Nur Offenheit bietet Verlass. Wichtig ist außerdem: Wer als Gewinner eines Konfliktes einen Verlierer zurücklässt, ist früher oder später selbst der Verlierer.

Nur das gemeinsame Suchen nach Lösungen und solidarische Entscheidungen führen zu Konfliktlösungen, die von allen Seiten akzeptiert und mitgetragen werden. Das verlangt vielleicht etwas Geduld, aber bestellt den Acker für die nächsten – hoffentlich konfliktruhigeren – Jahre.

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