4 Antworten auf die Hass-Frage: „Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?“

2011
4 Antworten auf die Hass-Frage:
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Zugegeben, Bewerbungsgespräche können eine komplizierte Angelegenheit sein. Einerseits möchte man sich auf das alles entscheidende Frage-Antwort-Spiel bestmöglich vorbereiten, andererseits sollte man natürlich immer noch einen natürlichen Eindruck machen und nicht so wirken, als hätte man jede Antwort auswendig gelernt. Und dann gibt es da noch diese ganz besonders fiesen Fragen, die jeder kennt und fürchtet. Zum Beispiel der Klassiker: „Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?“ Und vielleicht hast du dir insgeheim schon einmal gedacht: „Was wollen die von mir? Ich habe noch nicht mal einen Plan vom nächsten Wochenende!“

Damit du bei der Hass-Frage nie mehr ins Schwitzen kommen musst, haben wir hier eine kleine Auswahl der besten Antworten für dich zusammengestellt:

Okay, jetzt aber Spaß beiseite. Worum geht es bei dieser heiklen Frage wirklich? Glaubst du, die Personaler interessiert es ernsthaft, was du in 5 Jahren tun, sein oder lassen willst? Wohl kaum. Tatsächlich verbirgt sich dahinter der Versuch, dich abzuklopfen und deine Eignung für die Stelle zu überprüfen. Also Vorsicht, wähle deine Antworten mit Bedacht! Eigentlich wollen sie von dir wissen:

  • Passt du überhaupt in das Unternehmen? Zu dessen Mitarbeitern, Werten, Zielen, etc.?
  • Planst du, langfristig bei diesem Unternehmen zu bleiben? Oder ist es für dich nur eine Zwischenstation auf deinem Karriereweg?
  • Was treibt dich an? Hast du ein klares Ziel vor Augen und kannst dich selbst motivieren?

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4 Beispiele für schlaue Antworten im Gespräch

Selbstverständlich gibt es, wie so oft, auch in diesem Fall keine Musterlösungen. Deine Antwort sollte individuell auf deine Person zugeschnitten sein, indem du beispielsweise konkrete Erfolge bzw. Qualifikationen aus deinem bisherigen Berufs- oder Privatleben ergänzt. Wichtig dabei: Suche nach einer emotionalen Verbindungen zwischen dir und dem Unternehmen, wie etwa gemeinsame Werte, Ziele, etc., und richte deine Antwort daran aus. Betrachte die folgenden Vorschläge also bitte als Richtlinien:

1. Bei konservativen Unternehmen

„In 5 Jahren möchte ich ein geschätzter Kollege in Ihrem Unternehmen sein, Verantwortung übernommen haben und stolz auf die Erfolge/Projekte XY zurückblicken können. Darüber hinaus möchte ich die Firma durch meine fachliche Weiterbildung messbar gestärkt haben.“

2. Bei innovativen Unternehmen

„Ich war schon immer ein lernwilliger Mensch und möchte von den Besten aus der Branche lernen. Ihr Unternehmen sehe ich dabei an der Spitze, ganz besonders was die Entwicklung von XY betrifft. In 5 Jahren möchte ich einen wichtigen Teil dazu beigetragen haben.“

3. Bei Unternehmen mit sozialem Engagement

„In 5 Jahren möchte ich mich nicht nur fachlich weiterentwickelt, sondern auch ein Unternehmen unterstützt und vorangebracht haben, das seine soziale Verantwortung wahrnimmt. Ihr Engagement in dem Bereich XY zum Beispiel schätze ich sehr, da es exakt meinen Wertvorstellungen entspricht. Gerne würde ich mich hierbei einbringen.“

4. Bei Unternehmen mit Führungsanforderungen

„In 5 Jahren möchte ich meine Führungsqualitäten so weit entwickelt haben, dass ich ein motiviertes, zuverlässiges Team leiten kann. Ich suche deshalb nach einem Unternehmen, das mir erlaubt, langfristig eine Karriere und Vertrauen zu Kollegen aufzubauen. Ihr Fortbildungsprogramm für Nachwuchs-Manager hat mich in diesem Zusammenhang sofort angesprochen.“


Wurde euch die Frage „Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?“ schon einmal im Bewerbungsgespräch gestellt? Wie habt ihr darauf reagiert? Wir freuen uns auf eure Erfahrungen und Tipps in den Kommentaren!

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