6 Digitale Kompetenzen, die Mitarbeiter brauchen

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6 Digitale Kompetenzen, die Mitarbeiter brauchen

Die Zukunft der Arbeit wird von digitalen Kompetenzen bestimmt. Was kannst du als Mitarbeiter tun, um digital fit zu sein? In welche Mitarbeiter-Fähigkeiten sollten Führungskräfte investieren? Keine Angst: „Lern programmieren!“ ist kein Tipp, den du hier findest.

Das digitale Arbeitsumfeld: Ich fühl mich so VUCA

Wenn wir Fähigkeiten für die Digitalisierung suchen, müssen wir verstehen, wie die Digitalisierung unser Arbeitsumfeld prägt. Das VUCA-Modell ist ein beliebtes Tool zur Beschreibung der digitalen Welt.

Digitale Kompetenzen, die Mitarbeiter brauchenDie VUCA-Welt beschreibt die heutigen und zukünftigen Anforderungen an Mitarbeiter. Welche Fähigkeiten helfen dir, die dynamischen, unvorhersehbaren, komplexen und „unscharfen“ Herausforderungen der Digitalisierung zu meistern?

6 digitale Kompetenzen, die heute und in Zukunft zählen

1. Agilität leben

Digitalkompetenz beginnt mit agilem Denken. Agilität ist ein Mindset, das aus verschiedenen agilen Werten besteht. Ein agiles Prinzip besagt z. B., dass Individuen und Interaktionen wichtiger sind als Prozesse und Werkzeuge. Anstatt unsere Prozesse akribisch zu optimieren, ist es – in Zeiten der Digitalisierung – sinnvoller, auf die Menschen um uns herum zu hören. Was sagen deine Kunden zu deinem Produkt? Was finden Mitarbeiter an deinem Unternehmen gut und schlecht? Feedback ist ein Beispiel dafür, wie du reaktionsfähig, also agil wirst.

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Digitale Kompetenzen, die Mitarbeiter brauchen: Agile Werte

Die vier Werte des agilen Manifests sind ein guter Einstieg, um Agilität als persönliche Kompetenz zu erlernen – erst dann sollte man sich mit agilen Tools, wie Scrum, Design Thinking oder Kanban auseinandersetzen. Agile Ansätze werden in großen Unternehmen, wie Google, Amazon, Apple und Microsoft seit vielen Jahren erfolgreich eingesetzt. Doch jeder kann lernen, agil zu sein.

2. Veränderungen positiv gegenüberstehen

In der Digitalisierung stehen wir immer öfter vor Veränderungen und Entscheidungen, die zu inneren Konflikten führen.

Veränderungskompetenz ist die Fähigkeit, Veränderungen mit offenen Armen zu empfangen.

Wir müssen nicht jede Veränderung annehmen, aber zumindest auf uns wirken lassen – ohne gestresst zu werden. Der Sprung ins kalte Wasser ist in der unsicheren VUCA-Welt Normalität. Wer die Bereitschaft zur Veränderung entwickelt, geht anpassungsfähiger und sicherer durch den digitalen Alltag.

3. Teamfähigkeit

Die Welt ist vernetzt. Immer mehr von uns arbeiten mit Menschen aus verschiedenen Kulturen und Generationen zusammen. Die Projektarbeit nimmt zu. Mehr Menschen arbeiten befristet in Teams und springen von einem Projekt zum nächsten. Soziale

Kompetenzen wie Teamfähigkeit und Kommunikation sind in der Digitalisierung essenziell.

Überall, wo Menschen aufeinander treffen, kommt es zu Spannungen – das ist natürlich. Wir müssen lernen, unsere Rolle in Teams zu finden, Reibungen untereinander zu überwinden und gemeinsam mit anderen, eine Wir-Kultur zu schaffen.

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4. Bewusstsein für IT-Sicherheit

Niemand von uns muss zum IT-Security-Experten werden. Doch einige Grundregeln gehören mittlerweile zum digitalen ABC:

1. Passwörter

Nutze jedes Passwort nur einmal. Verwende komplexe Passwörter, die mindestens acht Zeichen lang sind und aus Groß- (ABC) und Kleinbuchstaben (abc), Ziffern (0-9) und Sonderzeichen (#!?) bestehen. Passwort Manager helfen beim Durchblick.

2. E-Mails

Jeder IT-Security-Experte wird dir sagen: „E-Mails sind eine Technologie aus dem letzten Jahrtausend.“ E-Mails sind wie Postkarten zu behandeln. Vermeide es, sensible Informationen per E-Mail zu versenden. Am besten keine Office-Dateien verschicken und öffnen. Alternativ PDFs nutzen.

3. Du selbst

Viele Hacker-Methoden zielen nicht auf technische Systeme, sondern auf die Anwender dahinter ab. Sie „angeln“ regelrecht nach Informationen bei dir. Versuche, dich selbst für zweifelhafte und unbekannte Anrufe und Mails zu sensibilisieren. Im Notfall lieber einmal mehr beim IT-Admin nachfragen.

5. Digital Balance

Sei ehrlich: Wann hast du das letzte Mal gegen den Rechner getreten? Wie oft unterbrechen E-Mails am Tag deine Arbeit? Digitale Technologien verursachen digitalen Stress. Bereits heute brauchen wir eine Form von „Digital Balance“, also die Fähigkeit abzuschalten. Wir müssen unsere Zeit vor dem Bildschirm besser organisieren. Ein effektives Zeit- und Selbstmanagement lässt uns bewusster mit Störern im Beruf und Privatleben umgehen. Das Ziel ist es, uns auf wesentliche Aufgaben zu fokussieren und unser eigenes Stresspotenzial gesünder zu managen. Egal in welchem Bereich du arbeitest – jeder von uns profitiert davon, wenn er bewusster mit digitalen Technologien umgeht.

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6. Lernen lernen

Die Fähigkeit und Bereitschaft, sich neues Wissen anzueignen, ist die Zukunftskompetenz schlechthin.

Lernkompetenz beginnt damit, die eigenen Lernpräferenzen zu kennen. Wie lernst du am leichtesten? Liest du lieber, hörst du dir einen Podcast an, lässt du dir in einem Seminar alles erklären oder bist du der praktische Typ, der „on the job“ lernt? Das Lernmedium ist entscheidend. Nur so kommt das Wissen auch an.

Checkliste: Offenheit für digitale Veränderungen

Bei digitalen Kompetenzen geht es um Teilhabe an der Digitalisierung. Wer neue Geschäftsmodelle entwickeln, vernetzter denken und an kundenorientierten digitalen Lösungen mitarbeiten möchte, kann nur bei sich selbst anfangen. Behalte das im Blick, wenn du dich verändern möchtest:

  1. Halte die Ohren offen und den Kopf frei für neue, spannende Entwicklungen.
  2. Hol dir Feedback zu deinen eigenen Stärken und Schwächen von anderen ein, um herauszufinden, wo du dich weiterentwickeln kannst.
  3. Bei deiner Weiterentwicklung ist Eigeninitiative gefragt. Suche selbst nach Möglichkeiten zur Weiterbildung.
  4. Gib besonders in schwierigen Situation nicht zu schnell auf.
  5. Selbstreflexion ist das A und O. Finde deinen persönlichen Weg in die Zukunft.

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