Die Jeans im Business-Look: Wann ist sie erlaubt?

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Die Jeans im Business-Look: Wann ist sie erlaubt?
© StockSnap - pixabay.com

Hat die Jeans etwas im Büro zu suchen? Wenn die Voraussetzungen stimmen, ist die Jeans unter Umständen ein hervorragender Begleiter durch den Arbeitsalltag. Doch Vorsicht: Nicht immer ist das Kleidungsstück mit der gegebenen Lässigkeit tatsächlich passend.

Für diesen Artikel haben wir für euch recherchiert, wann eine Jeans erlaubt ist und mindestens ebenso wichtig, wann sie es nicht ist. Eine Jeans ist allerdings nicht jede Jeans. Wie muss eine Jeans aussehen, um überhaupt für diesen Look infrage zu kommen?

Die Jeans: Ein Überblick

Wir möchten behaupten, dass nahezu jeder Deutsche mindestens eine Jeans im Kleiderschrank hat. Die Jeans gehört zu den beliebtesten Kleidungsstücken überhaupt und ist seit Jahrzehnten fester Bestandteil unzähliger Outfits.

Dabei spielt es keine Rolle, ob das Outfit unter modischen oder funktionalen Gesichtspunkten zusammengestellt wurde. Die Jeans deckt fast jeden Bereich ab. Es gibt unzählige Schnitte, Materialbeschaffenheiten, Farben, Waschungen und Varianten.

Diese große Auswahl macht es nicht unbedingt einfacher, die passende Jeans für das Business Outfit zu finden. Im folgenden Abschnitt erklären wir, welche Jeans businesstauglich ist.

So wird die Jeans businesstauglich

Die Ansprüche an eine businesstaugliche Jeans sind hoch. Der Gesamtlook soll die unangefochtene Seriosität mit einem gewissen Laissez-faire Chic vereinen. Die Jeans ist an sich als Kleidungsstück bereits leger genug.

Aus diesem Grund sollte man sich bei Schnitt, Material und Farbe eher konservativ verhalten. Geeignet sind daher Regular-Fit oder Slim-Fit Jeans-Varianten. Wer sich hier noch unsicher ist, kann sich im Geschäft oder auch online Hilfe holen.

Der Stoff sollte nicht allzu dünn und nicht allzu dick sein. Die Stärke des Materials spiegelt sich auch im Webmuster wieder. Zu dick kann schnell zu derbe erscheinen, während zu dünn schnell ungewollte Falten wirft.

Bei der Farbwahl sollten grundsätzlich nur unverwaschene Nuancen verwendet werden. Mit Navy oder dunklen Grautönen macht man nie etwas falsch. Je nach Situation am Arbeitsplatz und eigenem Stil, können auch Beige-, Braun-, hellere Grau- und Blau-Töne passend sein.

Eine ganze Reihe an Eigenschaften sind allerdings völlig unerwünscht am Arbeitsplatz. Das sind die No-Gos:

  • Used- oder Destroyed-Details
  • Waschungen nahezu aller Art
  • Alle ausgefallenen Schnitte wie Skinny-Fit, Tapered-Fit, Loose-Fit oder Bootcut Jeans
  • Knallige Farben
  • Prints

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Business Casual & Smart Casual Insides

Es hat einen Grund, warum wir uns diese beiden Dresscodes genauer anschauen. Beide Varianten kommen infrage, um die Jeans stilvoll im Büro zu tragen. Diese beiden Dresscodes sind genau genommen Mischvarianten.

Der Dresscode Casual bezeichnet grob erklärt die normale und legere Freizeitkleidung. Der Zusatz „Smart“, verleiht diesem Look zusätzlichen Schick. Mit dem Zusatz „Business“ wird es dann eleganter.

Wenn der Arbeitsplatz ein legeres, aber dennoch smartes Outfit erfordert, ist der Smart Casual Look gefragt. Der Look ist schick, aber dennoch leger bis ansatzweise sportlich. In diesem Fall kann die Jeans in den oben genannten Varianten mit einem Hemd und Feinstrickpullover kombiniert werden. Je nach Styling können dunkle Jeans mit ganz dezenten Waschungen erlaubt sein. Das Hemd darf in unaufdringlichen Farben kariert und sollte farblich auf den Rest des Outfits abgestimmt sein. Die Auswahl der Schuhe reicht von Derbys über Oxfords bis hin zu feinen Boots. Auf Sneakers sollte man gänzlich verzichten.

Wenn der oben genannte Style zu leger ist, muss es der Business Casual Look sein. Dieser Look legt sehr viel mehr Wert auf Eleganz. Ein kariertes Hemd und Boots haben hier nichts mehr verloren. Selbst die Jeans ist aus mancher Sicht unerwünscht. Nach ausgiebiger Recherche können wir allerdings mit gutem Gewissen sagen, dass eine Jeans wie oben skizziert vollkommen erlaubt ist. Hier wird die Jeans mit Hemd und Sakko kombiniert. Farblich aufeinander abgestimmt runden passende Oxfords oder Derby das Gesamtbild ab. Das Sakko sollte Regular-Fit oder je nach Figur maximal Slim-Fit sein und für den gehobenen Anspruch aus Tweed bestehen.

In diesen Fällen sollte unbedingt auf die Jeans verzichtet werden

Die meisten Unternehmen geben nicht vor, wie man sich kleiden sollte. Dennoch gibt es Branchen, in denen bestimmte Anforderungen an das Outfit gestellt werden.

Sicherlich sind hier die Banken, die Versicherungen, Anwaltskanzleien und die Führungsetagen vieler Unternehmen zu nennen. Die Vorgaben können in Form von vorgeschriebenen Dresscodes oder Kleiderordnungen kommuniziert werden.

Die formellste Vorgabe in diesem Zusammenhang ist der Dresscode Business Attire. Wer hier an die erfolgreiche TV-Serie Suits denkt, liegt völlig richtig. Der perfekt sitzende Anzug in gedeckten Farben mit Krawatte und Einstecktuch sind hier verpflichtend. Sind die Vorgaben nicht so streng, können Anzüge auch in etwas freundlicheren Farbnuancen getragen werden.

Gerd Kühn
Gerd Kühn berät seit über zwei Jahrzehnten Unternehmen aus allen Branchen und hat sich den Erfolg seiner Kunden auf die Fahne geschrieben.

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