Blechbearbeitung in der Übersicht: Darum ist die Industrie so gefragt

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Blechbearbeitung in der Übersicht: Darum ist die Industrie so gefragt
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Die Blechbearbeitung umfasst verschiedene Fertigungsverfahren, Materialien und Maschinen sowie Werkzeuge. In diesem Artikel sehen wir uns genauer an, weshalb die Industrie in der Blechverarbeitung so wichtig ist und welches Potenzial UnternehmerInnen weiterhin hieraus ziehen können.

Was ist eine Blechbearbeitung?

Die Blechbearbeitung definiert eine Vielzahl an Fertigungsprozessen, wobei darin auch die Herstellung von Komponenten, Produkten und Bauteilen aus Metall zu verstehen sind. Die Prozesse innerhalb der Bearbeitung von Blech umfassen auch das Schneiden, Schweißen und das Biegen wie auch das Stanzen, Walzen, Formen und Verbinden.

Die Blechbearbeitung umfasst folgende Unterkategorien:

  • Schweißen
  • Kleben
  • Lochen
  • Ziehen
  • Biegen
  • Stahlbau
  • Heizwicklung
  • Schichtformung
  • Schlitzen
  • Schneiden
  • Biegestanzen
  • Laserbearbeitung
  • Laserschneiden

Hierdurch können weiche und widerstandsfähige Bleche bearbeitet beziehungsweise hergestellt werden, wobei entsprechende Merkmale daraus durch die Legierungen abweichen können. Die Materialeigenschaft des Bleches wird bereits dadurch definiert, welche Elemente dem Stahl in flüssiger Form beigesetzt worden sind. Zu den gängigen Elementen zählen Titan, Niob, Kupfer, Silizium, Chrom, Nickel und vieles mehr.

In dieser Verarbeitung können Bleche aus den verschiedensten Stahlsorten verwendet werden, häufig wird jedoch zum Aluminium gegriffen. Hieraus ergeben sich dann auch nochmal die Verarbeitungen der unterschiedlichsten Legierungen, denn je nach Einsatzzweck muss das Material weitaus beständiger gemacht werden und dies geschieht unter anderem durch eine Zinklegierung.

Welche Maschinen und Werkzeuge werden für die Bearbeitung verwendet?

Innerhalb der Bearbeitung können unterschiedliche Maschinen und Werkzeuge verwendet werden, hierbei wird zwischen Elektrowerkzeugen und Handwerkzeugen unterschieden. Unter den Handwerkzeugen werden unter anderem Eisensägen, Feilen oder Zangen verstanden. Bei den Elektrowerkzeugen sind es dagegen Schlagbohrer, Bohrmaschine oder Lötkolben, Laser und Schleifer.

Für weitere Tätigkeiten, wie zum Beispiel dem Bearbeiten von Achsen oder Wellen von runden Produkten, gibt es dann wiederum die Drehmaschine, welche über eine Computersteuerung verfügt. Dies ermöglicht die Bearbeitung von einer großen Anzahl an Teilen bei gleichbleibender Qualität. Für UnternehmerInnen ist das essenziell, denn so wird bei der anschließenden Qualitätskontrolle nichts mehr aussortiert. Das Unternehmen wird dadurch effektiver.

Unternehmen müssen sich spezialisieren

Ein Trend ist es, dass sich immer mehr Unternehmen in der Metallindustrie spezialisieren. In der Blechbearbeitung geschieht das aber nicht, denn die UnternehmerInnen möchten ihre KundInnen weiterhin vollumfänglich bedienen und ihnen keine Absagen erteilen. Das Problem jedoch ist, dass die Wirtschaftlichkeit kaum mehr in Relation steht.

Die Lieferfähigkeit wird über die Wirtschaftlichkeit gestellt und damit wird es zu einer Herausforderung für das Unternehmen. Die Anforderungen im Bereich der Oberflächen steigt zum Beispiel, während die Losgrößen sinken. Dies bedarf unterschiedlicher Maschinentechnologien.

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Sinnvoller ist es, sich auf gewisse Bereiche zu spezialisieren und über digitale Vertriebswege mehr Aufträge einzuholen innerhalb der Standard-Produkte. So können die KundInnen weiterhin zuverlässig und effizient versorgt werden und die Wirtschaftlichkeit bleibt auf dem angedachten und benötigten Niveau.

Richard Bertel
Richard Bertel ist seit mehr als 20 Jahren in der Industrie tätig. Er berät KMU und Großunternehmen bei Themen rund um Fertigung, Prozessoptimierung und Change Management. Er ist zudem Experte für Industrie 4.0 und hilft Unternehmen bei der digitalen Transformation.

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