Vom Chef zum Krisenmanager: Diese Eigenschaften sind wichtig

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10 Denkansätze, die dir in einer Krise helfen
© Maksim Šmeljov  – stock.adobe.com

Während der Pandemie musste sich der Chef zum Krisenmanager entwickeln. Und das innerhalb kürzester Zeit. Die neuen Herausforderungen anzunehmen und produktive Lösungen für neue Probleme zu finden, ist gar nicht so leicht.

Welche Eigenschaften muss ein guter Krisenmanager haben? Und was ist der Garant für seinen Erfolg? Antworten auf diese Fragen gibt uns Frau Britta Balogh, selbständig als Karrierecoach, Speakerin und Autorin.

Frau Balogh, welche neuen Herausforderungen ergeben sich für Manager durch die Pandemie?

Eine der größten Herausforderungen ist das Homeoffice und die plötzliche Umstellung auf möglicherweise beständiges agiles Arbeiten. Für alle Beteiligten gehen damit Herausforderungen einher, die vielfach ad hoc bewältigt werden mussten.

Angefangen von der technischen Infrastruktur, über einen geeigneten Arbeitsplatz – im Idealfall unter Berücksichtigung arbeitsschutzrechtlicher Aspekte – bis hin zu dem zweiten großen Aspekt: Vertrauen in die Mitarbeitenden zu setzen, Kontrolle abzugeben und neue Strukturen zu leben.

Welche Eigenschaften muss ein guter Krisenmanager haben?

Die Herausforderungen an einen Krisenmanager sind groß. Das A und O ist die offene, transparente und verständnisvolle Kommunikation. Hier sind vermehrt soziale Kompetenzen gefragt.

Gelingt es nicht, Vertrauen zu schenken, eine gute Kommunikation zu führen und Motivation zu spenden, kommt es schnell zur Verweigerung, Phlegma, Frust, auch zur Überforderung. Angst und Krankheit wachsen.

Welche Tipps können Sie Führungskräften für die Zukunft mitgeben?

Krisenzeiten erfordert Leadership.

Flexibilität, Umdenken, Chancen erkennen und diese mutig zu nutzen, sind gefragte Kompetenzen.

Auch der Führungsstil ist heute mehr denn je von Bedeutung. Insbesondere mit Blick auf die jungen Generationen korrelieren Vorstellungen zu Hierarchie, Arbeitsabläufe und Kommunikation wenig mit den Baby Boomern. Es ist unumgänglich daran zu arbeiten.

Der Anspruch an Führungskräfte wächst. Sie haben vielfältige Rollen zu bedienen und eine Fülle von Soft Skills zu beherrschen. Kommunikation ist und bleibt eines der wichtigsten und schwierigsten Themen und eine wesentliche Herausforderung. Es kann nicht genug an dieser Kompetenz gearbeitet werden und sie gehört ganz eindeutig zu den karriereweisenden oder -verhindernden Fähigkeiten.

Lebenslanges Lernen ist Bestandteil des Arbeitsalltages geworden und sollte unbedingt unterstützt werden.

Frau Balogh, wir danken Ihnen für das Interview.

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