Unternehmen in der Krise: Wie Sie Teamgeist schaffen und Geld sparen (Teil 1)

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Das kleine Einmaleins der Unternehmensführung

Es gibt bei der Unternehmensführung, oder anders ausgedrückt bei der Führung von Menschen im Allgemeinen, gewisse Grundregeln, die es unbedingt zu beachten gilt. Man erfindet damit das Rad nicht neu, im Gegenteil man geht zurück zum Ursprung, zum Mensch sein und zu dem, was das Miteinander ausmacht.

Der Unternehmer ist, wo immer möglich, zu jedem Mitarbeiter freundlich und im Umgang respektvoll. Ein Angestellter, der das Gefühl hat, wertvoll zu sein und gebraucht zu werden, verzichtet in Krisen wesentlich eher auf sein Gehalt, als ein Mitarbeiter, der als notwendiges Übel behandelt wird.

Wertschätzende Kommunikation ist der Schlüssel zum Erfolg

Es hat sich gezeigt, dass kritisierte Mitarbeiter öfter erkranken, um sich aus dieser stressigen Situation zeitweilig zu befreien. Kritisierte Angestellte versuchen auch häufig, sich Verbündete zu suchen und gegen den Unternehmer oder andere Mitarbeiter schlecht Wetter zu machen. Dieser Missmut verbreitet sich schnell unter den Angestellten und führt zu kollektiver Unlust und mangelhaften Leistungen, nicht nur unmittelbar beim Kritisierten.

Ein dem Anschein nach fauler Mitarbeiter, der vielleicht auch Vieles falsch macht, wird durch Kritik und Beleidigungen nicht eifriger; im Gegenteil, die Unlust steigt exponentiell. Ein vertrauliches Gespräch mit Verständnis und Achtung mag wesentlich mehr erreichen, zumal oftmals nicht Faulheit, sondern Angst vor dem Versagen hinter Arbeitsunlust steckt. Und wenn der Ärger noch so berechtigt ist, seinen Unmut laut und aggressiv zu äußern, hat noch niemanden an sein Ziel gebracht.

Lob statt Kritik erweckt Teamgeist

Wie schafft man es, ohne Kritik Mitarbeiter zu motivieren? Die effektivste Variante bildet hierbei ein persönliches Gespräch mit dem Angestellten. Dabei versucht man offen, ehrlich und freundlich die positiven Eigenschaften des Angestellten zu erwähnen und im Gespräch löblich heraus zu stellen. Gerade bei schwierigen Mitarbeitern, die sich gerne quer stellen und das Team ausbremsen, muss explizit nach guten Eigenschaften Ausschau gehalten werden.

Es muss immer wieder nachgefragt werden, welche Bereiche im Unternehmen ihm besonders liegen, vielleicht wäre er in einer anderen Abteilung besser aufgehoben. Es wäre auch möglich, dass dieser Mitarbeiter eventuell Verbesserungsvorschläge oder Anregungen zu Arbeitsabläufen beitragen kann, denkbar, dass auch andere Mitarbeiter gefrustet über etwas sind, dass man selbst übersieht.

Allem voran sollte der Mitarbeiter im Gespräch mehrfach bei seinem Namen genannt werden, dies zeugt von Respekt, ohne dass es vieler Worte bedarf. So entsteht eine persönliche Bindung, und dem Mitarbeiter ist bewusst, dass er sich bei seinem Vorgesetzten einen Namen machen kann; positiv wie negativ.

Wird ein eher durchschnittlicher bis schlechter Mitarbeiter für Dinge, die er gut macht, gelobt, kommt es häufig zu schnellen positiven Ergebnissen. Mit der Zeit kann dieser Mitarbeiter sich zu einem engagierten und verlässlichen Mitglied des Teams mausern, der ab sofort im Idealfall von sich aus sogar Mehrarbeit leistet.

Teil 2 dieser Serie:

Unternehmen in der Krise: So wichtig sind Team-Geist, Außendienst und Homepage! (Teil 2)

 

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Heike Weber
Heike Weber leitet bereits seit Mitte der 90er Jahre erfolgreich eigene Unternehmen. Ihre Interessengebiete sind sehr vielfältig. Egal ob es sich um Bereiche der Farben, Zoologie, Homöopathie oder der Technik (Maschinen- und Anlagenbau) handelt, Frau Weber ist in diesen Gebieten zuhause. Seit 2008 arbeitet sie an verschiedenen Webprojekten sowie als freie Mitarbeiterin bei einem Medienunternehmen. Danach wechselte sie im gleichen Unternehmen in die PR-Abteilung als freie Journalistin und Redakteurin.

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