Wie Gesundheitsangebote dein Ansehen als Unternehmer steigern können

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Wie Gesundheitsangebote dein Ansehen als Unternehmer steigern können
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Vielerorts wird über Fachkräftemangel diskutiert. Unternehmen sehen sich nicht in der Lage, hervorragende Mitarbeiter/-innen zu gewinnen, sodass sie sich mit vakanten Positionen oder Fehlbesetzungen zufriedengeben müssen. Was „corporate health“ leisten kann, um mit Gesundheitsangebote als Unternehmen attraktiv auf Top-Performer zu wirken und sie zu fördern, erfährst du in diesem Beitrag.

EXTRA: Fachkräftemangel: Mitarbeiterbindung ohne Gehaltserhöhung!

Die Attraktivität als Arbeitgeber/-in

In der Vergangenheit reichte es, möglichst viel Geld zu bieten, um entsprechende Fachkräfte für das eigene Unternehmen zu gewinnen. In den letzten Jahren hat sich jedoch viel verändert, sodass es zu wenig dieser Top-Player für verschiedene Branchen zu geben scheint. Dies ist insofern ärgerlich für Unternehmen, die volle Auftragsbücher haben, diese Aufträge aber nicht abarbeiten können. Auch diverse Fehlbesetzungen kosten dem Unternehmen teilweise einen ganzen Jahreslohn oder sogar noch mehr.

Die Hilferufe in Richtung Politik sind deshalb verständlich. Doch bis politische Maßnahmen ihre Wirkung entfalten können, vergehen Jahre oder gar Jahrzehnte. Schneller und klüger ist es daher, sich als Unternehmen in die Pole Position mit eigenen Angeboten zu katapultieren.

Was macht Unternehmen attraktiv?

Natürlich ist Geld ein gewichtiger Faktor, doch wirkliche Fachkräfte können sich die Stellen aussuchen. Dabei ist Geld nur ein Faktor unter vielen. Es muss noch etwas hinzukommen, damit Unternehmen als potenzielle Arbeitgeber/-innen in Frage kommen. Zu diesen Faktoren zählen sicherlich Flexibilität, Selbstverwirklichung, persönliche Weiterentwicklung und die Arbeit in einem spannenden, interkulturellen Team. Spannende Aufgabengebiete und eine unnachahmliche Vision des Unternehmens sind ebenfalls ausschlaggebende Elemente, um hervorragende Mitarbeiter/-innen für sich zu gewinnen.

Etwas, was viele Unternehmen jedoch vernachlässigen, ist der Faktor der „corporate health“, die immer wichtiger wird.

Mit Gesundheitsangeboten als Unternehmen punkten

Jeder Mensch möchte gesund sein Leben verbringen. Oftmals standen sich jedoch Arbeitswelt und persönliche Gesundheit im Wege. Viel zu oft mussten hervorragende Mitarbeiter/-innen Überstunden schieben und sich selbst regelrecht vernachlässigen, um außergewöhnliche Leistungen für das Unternehmen zu erbringen. Dies geht nur eine Zeit lang gut. Folgen sind Depressionen, körperliche Beschwerden oder Burn-Out-Syndrome. Ein Arbeitsethos, der zu Lasten der Gesundheit der eigenen Mitarbeiter/-innen geht, kann per se nicht nachhaltig sein.

Arbeit und Gesundheit müssen daher neu gedacht und kommuniziert werden und vor allem Eingang in die gelebte Unternehmenskultur halten.

Gegen Etikettenschwindel

Gesundheit ist nicht gleich Gesundheit. Oftmals wird prolongiert, dass Flexibilität und Eigenverantwortung automatisch dazu führen, nachhaltiger und gesünder zu handeln. Wenn Gesundheit jedoch nur kommuniziert, aber nicht gelebt wird, geht es mitunter sogar in die genau andere Richtung. Mitarbeiter/-innen sind dann auch in der Freizeit ständig für das Unternehmen erreichbar, tun sich immer schwerer damit, sich abzugrenzen und belasten sich selbst mit zu viel Arbeit, um die Karriereleiter nach oben zu klettern oder den eigenen Job nicht zu verlieren. Solch ein Verhalten hat nichts mit Gesundheit oder Prävention zu tun und führt nur schneller zu noch größeren Problemen. Dieser Umstand muss immer mit Bedacht werden, wenn man an Arbeitsmodellen arbeitet, die Gesundheit proklamieren, aber etwas völlig anderes auslösen.

Win-Win-Win-Situationen anstreben

Für die Mitarbeiter/-innen haben solche holistischen und präventive Zugänge natürlich positive Auswirkungen auf die Gesundheit, sofern diese auch entsprechend in der Unternehmenskultur verankert und sie nach außen getragen werden. Damit bleiben sie auch leistungsfähiger, was wiederum ebenfalls gut fürs Unternehmen ist. Gleichzeitig kann man die eigene Unternehmensmarke attraktiver für Fachkräfte gestalten, wenn man den Wert der Gesundheit der eigenen Mitarbeiter/-innen hochhält und innovativ digitale Konzepte der Gesundheitsprävention zur Anwendung bringt. So stellt das Konzept des „corporate health“ auf allen Ebenen einen Gewinn dar, wenn nicht nur Worte, sondern auch Taten folgen.

Oliver Neumann
Oliver Neumann ist seit 20 Jahren Unternehmer und seit 18 Jahren in der Beratung von Ärzten und Medizinern tätig. Seine Mission ist die Sicherstellung der Patientenversorgung und die Ausrichtung auf mehr unternehmerische Skills in der ambulanten Versorgung. Digital Health und der Einsatz von digitalen Tools in der Gesundheitslandschaft spielen auch dabei eine entscheidende Rolle. Er ist Geschäfstführer der Telemedizinplattform CyberDoc GmbH und Gründer des Projektes Businessdoc - Arzt als Unternehmer.

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