Biohacking: 5 Tipps für einen wachen Geist

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Biohacking: 5 Tipps für einen wachen Geist
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Müdigkeit, Stress, mangelndes Konzentrationsvermögen. Die meisten Menschen kennen Tage, an denen nur wenig gelingt. Die gute Nachricht: Das lässt sich mit Biohacking ändern.

Ich selbst habe mich jahrelang müde und ausgepowert zur Arbeit geschleppt und mich teilweise nur noch mit Kaffee wachgehalten. 16-Stunden-Tage waren die Regel und nicht die Ausnahme – und ich fühlte mich ausgebrannt.

Um nicht zum Koffein-Junkie zu werden oder zu anderen Aufputschmitteln zu greifen, habe ich mich damals mit Biohacking beschäftigt. Das ist eine Bewegung aus den USA – bei der es darum geht, mit natürlichen Mitteln in die Biochemie des Körpers einzugreifen – und somit Verbesserungen fürs eigene Wohlbefinden zu erzielen.

Seit sieben Jahren beschäftige ich mich nun intensiv mit Biohacking, stehe jeden Tag gutgelaunt um vier Uhr morgens auf und habe einfach mehr vom Tag und meinem Leben. Mir ist klar, dass nicht jeder, die genauen Körperwerte messen, kontrollieren und optimieren oder Nahrungsergänzungsmittel nehmen will.

Deshalb habe ich fünf Tipps zusammengestellt, die sofort für mehr Energie und einen wacheren Geist sorgen.

Tipp 1: Auf genug Flüssigkeitsaufnahme achten

Genug zu trinken, ist einer der wichtigsten Tipps, die ich geben kann. Ich weiß das klingt banal, ist es aber nicht. Denn viele Menschen vergessen tatsächlich im Lauf des Tages genug zu trinken. Nicht umsonst gibt es Apps, die nichts anderes machen als daran zu erinnern, regelmäßig Wasser zu trinken.

Jeder Erwachsene sollte jeden Tag mindestens 1,5 bis zwei Liter pro Tag trinken.  Trinkst du genug, gehen es Körper und Geist in der Regel auch gut – oder eben besser.

Trinke direkt nach dem Aufstehen 600ml Wasser.

Noch besser: Füge zwei Gramm Himalayasalz hinzu. Das Natrium hilft dabei, dass sich dein Blutdruck aufbaut. Das ist wie ein Kickstart in den Tag. Noch besser schmeckt das Ganze, wenn du einen Spritzer Zitronensaft hinzufügst.

Tipp 2: Mehr Bewegung

Beweg dich mehr. Das ist in Zeiten von Homeoffice besonders wichtig, und gar nicht immer so einfach. Wichtig ist, sich erst einmal kleine Ziele zu setzen.

Oft scheitern wir daran, dass wir uns nicht etwa vornehmen, jede Woche ein bisschen Sport zu treiben, sondern direkt ein Marathon-Training durchziehen wollen. Wer sich überambitionierte Ziele setzt, scheitert eher, als jemand, der regelmäßig kleine Etappenziele verfolgt.

Nimm dir regelmäßig Zeiten, in denen du dich bewegst.

Das können kleine Spaziergänge an der frischen Luft, bis hin zu intensivem Intervalltraining sein. Egal, was am besten passt. Hauptsache du fängst an!

Tipp: Gehe morgens vor der Arbeit, und nach dem Mittagessen jeweils 20 Minuten an der frischen Luft spazieren. Wenn du es wirklich gut mit dir meinst, mach jeden Tag fünf bis zehn Minuten intensives Krafttraining zusätzlich.

EXTRA: Im Homeoffice-Hamsterrad: So bleibst du mental fit!

Tipp 3: Kohlenhydrate reduzieren

Etwas, das der Gesundheit viel bringt, aber den meisten Menschen erst einmal schwerfällt, ist, Kohlenhydrate zu reduzieren. Brot, Spaghetti, sie lauern in so vielen Lebensmitteln, die für Viele zum täglichen Speiseplan gehören.

Wer es schafft, weniger verarbeitete Kohlenhydrate zu sich zu nehmen, wird nicht nur abnehmen, sondern sich auch wesentlich gesünder und fitter fühlen. Gerade wer zum Mittagessen kohlenhydratreiches Essen zu sich nimmt, etwa Spaghetti Bolognese mit Parmesan, wird sich danach schwer und matt fühlen. Ein wacher Geist ist dann eher nicht zu erwarten.

Stark verarbeitete Kohlenhydrate, vor allem Getreideprodukte, lassen nicht nur deinen Blutzuckerspiegel stark ansteigen und wieder fallen, sondern benebeln deinen Geist auch noch für Stunden nach dem Essen.

Mittags eine ordentliche Portion Gemüse mit gesunden Fetten und einer hochwertigen Proteinquelle. Wenn Kohlenhydrate sein müssen, dann lieber abends – mindestens vier Stunden vor dem Schlafen.

Tipp 4: Spezial-Kaffee trinken

Bulletproof-Coffee ist mein persönlicher Wach- und Muntermacher. Der Name klingt martialisch, die Inspiration für den Kaffee stammt jedoch aus Tibet.

Erfunden wurde er von dem Amerikaner Dave Asprey. Er trank wie so viele Bergsteiger vor ihm in Tibet Yakbutter-Tee. Da sein liebstes Getränk aber Kaffee und nicht Tee ist, entschloss er sich, das Tee-Rezept einfach mit Kaffee zuzubereiten. Inhalt des Bulletproof-Coffees: Hochwertiger Kaffee, Weidebutter und C8 MCT Öl.

C8 MCT Öl ist ein Kokosölextrakt, das den Körper in Ketose, also den Zustand der Fettverbrennung bringt. In diesem Zustand funktionieren die Mitochondrien, die Energiekraftwerke unserer Zellen wesentlich effektiver. Da in unserem Gehirn besonders viele Mitochondrien angesiedelt sind, wirkt Bulletproof Coffee besonders stark auf unser Gehirn.

Die Weidebutter und das körpereigene Fett werden ebenfalls als Energielieferant genutzt. Das Koffein wirkt durch das Fett über einen längeren Zeitraum und in kleinerer Menge freigesetzt, wodurch eine entspannte Wachheit entsteht.

für Veganer: Kakaobutter statt Weidebutter.

Tipp 5: Pausen einlegen

Mach mehr Pausen! Auch das ist oft leichter gesagt als getan. Doch Pausen sind wichtig, um den Fokus auch über längere Zeit halten zu können.

Wenn ich von Pausen spreche, meine ich echte Pausen und keine Social-Media-Lese-Pausen. Bei einer echten Pause stehst du von deinem Arbeitsplatz auf, trinkst einen Schluck, machst einen Spaziergang um den Block, meditierst. Entspann dich einfach, so wie es zu dir passt.

Schaff dir klare Rituale die dich mit Energie und Ruhe erfüllen.

Besonders effektiv: Arbeite in 50-Minuten-Blöcken, gefolgt von fünf bis zehn Minuten Pause. Stell dir am besten einen Timer.

Fazit

Sind diese Tipps ein Garant dafür, dass du IMMER einen wachen Geist haben wirst? Nein. Das ist noch von vielen anderen Dingen abhängig. Diese Tipps sorgen aber dafür, dass du die Umstände anpasst, damit du den ganzen Tag mit einem wachen und entspannten Geist durch den Unternehmeralltag gehen kannst.


Björn Kurtenbach
Björn Kurtenbach suchte als Koch in der gehobenen Gastronomie eine legale und gesunde Möglichkeit, sein Wohlbefinden und seine Leistungsfähigkeit zu steigern und entdeckte Biohacking. Seit sieben Jahren beschäftigt er sich unermüdlich mit dieser legalen Form des zellularen Dopings.

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