Mehr Power durch Pause: Dos & Don’ts am Mittag

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Mehr Power: Dos & Don'ts in der Mittagspause

Mehr Power: Dos & Don'ts in der Mittagspause

Unzählige Studien kommen zu dem gleichen Ergebnis:

Wer mittags eine Pause einlegt, ist hinterher leistungsfähiger.

Vorausgesetzt, er macht richtig Pause. Seine Mahlzeit direkt am Schreibtisch zu verschlingen und zwischen zwei Bissen noch schnell einen Blick in die gerade hereingetrudelte E-Mail zu werfen, das machen zwar viele, aber so ist das mit der Pause eigentlich nicht gemeint. Um es deutlich zu sagen: Das ist keine Pause; das ist ungesund und stressig.

Eine richtige Mittagspause findet auf keinen Fall hinter dem eigenen Schreibtisch statt, und wenn es irgendwie geht, noch nicht mal im Büro. Wer eine Kantine im Betrieb hat, sollte mindestens diese aufsuchen. Ein Tapetenwechsel, sprich in ein Café, Restaurant oder Bistro in der Umgebung zu gehen, bringt Abwechslung und trägt zur dringend notwendigen Entspannung bei.

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Von einsamen Chefs & Jobgesprächen in der Kantine

Egal wo, alleine sollte man seine Pause ebenfalls nicht verbringen. Viele glauben, dass sie es genießen würden, eine Zeit lang mit niemandem reden zu müssen. Vor allem Chefs unterliegen diesem Irrglauben häufig. Dabei gilt auch für sie: Menschen sind Kommunikationswesen.


Wer vom Reden vermeintlich genervt ist, der redet über die falschen Themen. Jobgespräche gehören ins Büro und sollten eine angenehme Mittagspause nicht dominieren. Plaudern über Alltägliches statt schon wieder über Projekte zu diskutieren oder über Vorgesetzte und Kollegen zu lästern, so sollte die Devise lauten.

Eine Mittagspause sollte immer auch ein Get-Together sein, denn sie ist eine Investition in das eigene Netzwerk oder kann genutzt werden, um Freundschaften zu pflegen. Wer mittags von den Kollegen alleine im Büro zurückgelassen wird, hat auch beruflich schlechte Karten, denn das Bild vom einsam vor dem PC sitzenden Eigenbrötler, der sich eine von daheim mitgebrachte Stulle in den Mund schiebt, entspricht nicht unbedingt dem vom taffen Karrieretyp mit steilen Aufstiegschancen.

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Das Mittagessen: Fast Food, Bäcker und echte Alternativen

Natürlich gehört zu einer richtigen Mittagspause auch das Essen. Durchschnittlich sieht das Mittagessen von rund zwei Dritteln der Büro-Arbeiter so aus:

  • fetthaltig
  • arm an Ballaststoffen
  • dafür reich an Kalorien

Manche essen auch gar nichts. Fast Food vom Imbiss um die Ecke oder „irgendwas vom Bäcker“ steht bei den meisten hoch im Kurs, weil es schnell geht. Das muss es auch, denn 20 Minuten sind wahrlich nicht viel Zeit für ein halbwegs vernünftiges Essen. So kurz ist die durchschnittliche Mittagspause in Deutschland. Zustehen würde den meisten freilich mehr. Man gönnt es sich nur nicht, weil man doch „ach so viel Arbeit“ hat.

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Dabei gäbe es gute Alternativen zum Fast Food:

  • Das Essen in den meisten Kantinen ist besser als sein Ruf. Muss es ja auch sein, denn schließlich stehen die meisten Kantinen im direkten Wettbewerb mit den praktischen Fast-Food-Ketten und anderen Essensanbietern.
  • Immer mehr Unternehmen lassen ihre Mitarbeiter von außen versorgen, wenn sie keine eigene Kantine haben. Dann bringt ein Caterer genau das an den Mittagstisch, was man sich am Vortag bei der Bestellung ausgesucht hat. Frisch, heiß und ohne Wartezeit: Ausreden, keine Zeit zu haben, sind dann hinfällig.

Darum ist eine richtige Pause wichtig & und so sollte sie aussehen

Man muss sich klar machen, dass die Mittagspause unerlässlich ist – für Körper und Geist. Wer Pause macht, kann hinterher wieder besser arbeiten und findet dann zum Beispiel schneller Lösungen für Probleme, über die er sich zuvor ewig den Kopf zerbrochen hat.

Wer keine Pause macht, riskiert hingegen gesundheitliche Schäden wie zum Beispiel Rückenprobleme. Wissenschaftlern zufolge steigt aber auch das Risiko, einen Burnout zu erleiden.

Die Pause, am besten an der frischen Luft, regt hingegen die Bildung neuer Blutgefäße im Gehirn an und fördert das Wachstum frischer Nervenzellen. Außerdem arbeitet der Kopf in den Pausen unterbewusst weiter. Wer kreativ sein möchte, der braucht einen gewissen Leerlauf im Gehirn, um danach richtig gute Ideen zu produzieren.

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