Gefährlich: Bluthochdruck durch Stress

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Gefährlich: Bluthochdruck durch Stress
© geralt - pixabay.com

Zu den häufigen Krankheiten unserer Zeit zählt der Bluthochdruck, der Mediziner spricht von Hypertonie. Besonders in Verbindung mit Stress und Belastungen am Arbeitsplatz tritt er häufig auf. Da es heutzutage für viele Menschen bereits fast als normal gilt, einen erhöhten Blutdruck zu haben, sehen Betroffene in Stressphasen oft über die Symptome hinweg. Allerdings ist diese Erkrankung sehr ernst zu nehmen, da sie mit gefährlichen Komplikationen verbunden sein kann. Es lohnt sich also, mit ein paar Maßnahmen etwas Ruhe in den hektischen Berufsalltag zu bringen.

Bluthochdruck: Stress als auslösender Faktor

Von einem Bluthochdruck spricht man bereits, wenn der Wert über 140/90 (gesprochen: „140 zu 90“) liegt. Warum das Blut mit erhöhtem Druck durch die Adern gepresst wird, ist in vielen Fällen nicht bekannt. Man weiß aber, dass Faktoren wie ein erhöhter Salzkonsum, Übergewicht und Stress die Entstehung begünstigen. Wer nicht aufpasst, gerät am Arbeitsplatz schnell in eine Spirale, in der der Blutdruck ansteigt. In der kurzen Mittagspause wird das zu stark gesalzene Essen vom Imbiss um die Ecke konsumiert, die Pfunde steigen, da man kaum noch Zeit für Sport in der knapp bemessenen Freizeit hat.

In Addition mit einem Arbeitsplatz, an dem man eine hohe Verantwortung trägt oder ständig unter Druck steht, steigt der Blutdruck oft in die Höhe.

Erhöhter Blutdruck durch Langeweile und Unterforderung

Allerdings können auch uninteressante oder eintönige Tätigkeiten im Job zu Stress führen, wie der „Kundenkompass Stress“ der Techniker Krankenkasse beschreibt. Hinzu kommt, dass besonders in höheren Positionen nach Feierabend, am Wochenende oder im Urlaub keine ausreichende Erholung stattfindet, da viele MitarbeiterInnen auch dann noch über E-Mail oder Handy erreichbar sind. Die ständige Erreichbarkeit führt dazu, dass Freizeit und Arbeit nicht mehr voneinander getrennt werden.

So wirkt sich erhöhter Blutdruck aus

Oftmals bemerken die Betroffenen es nicht, wenn der Druck in den Blutgefäßen ansteigt. Sie fühlen sich agiler und voller Antrieb. Dieses Gefühl ist jedoch trügerisch; wird der Hochdruck nicht erkannt, kommen häufig Kopfschmerzen, Ohrensausen, Herzklopfen, Nervosität oder sogar Schmerzen in der Brust hinzu. Im akuten Fall kann man in der Apotheke oder beim Arzt um die Ecke problemlos seinen Blutdruck messen lassen. Zeigt sich ein erhöhtes Ergebnis, folgen weitere Messungen. Je nach Höhe des Blutdrucks ist es ratsam, mit der Einnahme von senkenden Medikamenten zu beginnen, um gefährliche Komplikationen zu vermeiden.

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Gefährliche Komplikationen möglich

So kommt es in mehr als jedem zweiten Fall zur vorzeitigen Bildung von Arteriosklerose. Durch die Ablagerungen an den Arterienwänden bilden sich schneller Blutgerinnsel, die zu einer Verstopfung von kleinen Arterien führen können und somit Herzinfarkt oder Schlaganfall auslösen. Auch die Niere mit ihren feinen Gefäßen leidet häufig unter Arteriosklerose und wird unbehandelt irgendwann ihre Funktion einstellen.

Langzeitfolgen sind möglich

Eine Komplikation bemerkt man unter Umständen erst Jahre oder Jahrzehnte später, wie Wissenschaftler vom Alzheimer`s Disease Center der Universität Kalifornien herausfanden. In einer Studie wurden laut Spiegel Online knapp 600 Personen zwischen 19 und 63 Jahren mittels Blutdruckmessungen und Gehirnscans beobachtet. Bei den Teilnehmern, die unter Hypertonie litten, stellten die Forscher fest, dass Leitungsbahnen der Nerven im Gehirn beschädigt waren und somit auf eine vorzeitige Alterung hindeuten. Ein 40-Jähriger mit milder Hypertonie hat im Schnitt ein sieben Jahre älteres Gehirn als ein gesunder Gleichaltriger.

2010 starben neun Millionen Menschen alleine an den Folgen dieser vermeintlich relativ normalen Zivilisationskrankheit.

Fazit: Zeit für die Gesundheit nehmen

Damit du auch im stressigen Arbeitsalltag möglichst gesund bleibst, solltest du einige Maßnahmen durchführen. Dies gilt ebenfalls, wenn bereits Bluthochdruck diagnostiziert wurde und die Linderung der Beschwerden unterstützt werden soll:

  1. Salzzufuhr verringern: Anstatt dich im Imbiss mit Fastfood zu versorgen, solltest du in der Mittagspause frisches Obst und Gemüse zumindest als Beilage essen.
  2. Trinke weniger Kaffee: Versorge dich lieber mit koffeinfreiem Kräuter-, Früchte- oder Rooibush-Tee.
  3. Treibe Sport: Nimm dir mindestens zwei Mal pro Woche eine Stunde Zeit, Sport zu treiben, da hierdurch sehr gut Stress abgebaut werden kann.
  4. Lerne Entspannungstechniken: Hast du in der Woche keine Zeit dafür, findest du einen Workshop in deiner Umgebung, der am Wochenende stattfindet.
Linda Benninghoff
Linda Benninghoff ist freie Journalistin und Heilpraktikerin. Ihr bevorzugtes Themengebiet ist alles rund um Gesundheit, Medizin, Wellness und Naturheilkunde, aber auch in andere Themen arbeitet sie sich gerne ein. Als freie Journalistin befasst sie unter anderem auch mit dem Stellenwert von Berufsbekleidung, die man bei Shirtfabrik24 bedrucken lassen kann.

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