Betongold: Lohnt sich eine Investition in Immobilien?

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Betongold: Lohnt sich eine Investition in Immobilien?
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Ist es wirklich der Schlüssel zum Glück, in Haus- und Grundbesitz zu investieren? Und wird die Immobilie zurecht als Betongold bezeichnet, weil sie mit dem Edelmetall zu vergleichen ist? Die Entscheidung, eine Investition in Betongold vorzunehmen, ist eine gute Idee. Auch in Zukunft lassen sich damit gute Gewinne generieren. Doch worauf kommt es genau an, dass auch du bei den Wertsteigerungen in den nächsten Jahre mit dabei sein wirst? Auf welche Faktoren es beim Kauf von Betongold ankommt, erfährst du hier.

Die Lage als Schlüssel zum Erfolg für die Wertsteigerung der Immobilie

Keine Frage: Mit Immobilien lassen sich gute Wertsteigerungen erzielen. Damit auch in Zukunft steigenden Preise von Betongold zu erwarten sind, betonen viele MaklerInnen aber:

„Es kommt auf eine Sache an – Die Lage, die Lage und nochmals die Lage!“

Diese Aussage ist mehr als berechtigt. Vor allem in Metropolen wie Stuttgart, München, Berlin, Frankfurt, London, New York und Co sind die Preise für Haus- und Grundbesitz rasant angestiegen. Die Zahl der Menschen steigt und der Wohnraum in Top-Lagen mit guten Arbeitsbedingungen sinkt. Deshalb ist auch in Zukunft von steigenden Immobilienpreisen auszugehen. Beachte, dass auch der Speckmantel der großen Metropolen oder das Land interessant ist. Vor allem seit dem Ausbruch der Pandemie zieht es immer mehr Menschen aufs Land. Hier ist Platz für unbeschwertes Leben und Wohnen.

„Drum prüfe, wer sich ewig bindet“

Bei allen guten Perspektiven für die Zukunft: Bitte prüfe genau den Zustand des Gebäudes, bevor du beim Notar unterschreibst. Die Kaufnebenkosten liegen bei ca. 12,8 % und das ist sehr gut gerechnet. Das ist eine stattliche Summe im fünfstelligen Bereich. Die meisten kaufen nur einmal im Leben eine Immobilie. Hier gilt es nicht nur bei gebrauchten Objekten mit dem spitzen Bleistift zu rechnen. Aus diesem Grunde lohnt es sich zudem, einen Sachverständigen einzuschalten. Vor allem bei gebrauchten Objekten sollte der Sanierungsaufwand keinesfalls unterschätzt werden. Zudem sind Umweltbedingungen wie Überschwemmungen, Wirbelstürme und Co. von Anfang an mit einzuplanen. Eine Versicherung gegen Schäden ist sinnvoll und das von Beginn an.

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Der Zustand des Gebäudes ist das A und O

Bei einem Neubau solltest du auf energieeffizientes Bauen den Fokus legen. Die Themen Energiesparen, Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind in der heutigen Zeit wichtiger denn je. Wusstest du, dass es sogar Förderdarlehen für umweltgerechtes Bauen bei der KFW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) gibt? Auch bei gebrauchten Immobilien solltest du genau darauf achten, ob sie auf dem neuesten Stand in Sachen Energiesparen sind. Der Zustand der Immobilie ist die Basis dafür, wie viele Rücklagen du für Renovierungen bilden musst.

Die Finanzierung muss auf gesunden Beinen stehen

Die meisten InvestorInnen nutzen die Zeiten der niedrigen Zinsen, um sich in Haus- und Grundbesitz einzukaufen. So bezahlen EigenheimbesitzerInnen die Miete an sich selbst, weil sie die Kreditrate an die Bank anstatt einem Vermieter bezahlen. Schon lange leben wir in einer Welt mit Bauzinsen von nur ca. 1 %. Das macht den Kauf von Eigenheim für viele Menschen derzeit so günstig. Doch Vorsicht: Sollten die Zinsen wieder ansteigen, steigt auch die Kreditrate mit an. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, die Zinsen für den Baukredit so lange wie möglich festzuschreiben. Das bietet die Basis zur sicheren Kalkulation für die nächsten Jahre.

Rücklagen für Haus und Grundbesitz sorgen für Sicherheit

Je größer und je älter das Objekt, desto höher sollte die monatliche Sparrate zur Rücklagenbildung ausfallen. Denk daran: Eine Heizung, die erneuert werden muss, kostet gut und gerne 10.000 – 20.000 Euro. Eine monatliche Sparrate von mindestens ca. 300 Euro pro Monat gilt als Faustregel dafür, dass Rücklagen für Modernisierungen gebildet werden. Beachte aber, dass es auf Bausubstanz und Größe sowie Vorlieben in Sachen Luxus ankommt, wie hoch die Rücklage ausfallen muss. Fakt ist: ImmobilienbesitzerInnen sollten regelmäßig für Renovierungen sparen.

Eigennutzer oder Kapitalanleger?

Eine Immobilie kann (für Kapitalanleger) vermietet werden. Mit den Mieteinnahmen wird der Baukredit getilgt. Doch viele InvestorInnen lieben es, frei zu sein und in den eigenen vier Wänden zu leben. Das schafft Unabhängigkeit für den Eigennutzer. Zudem ist es somit möglich, Garten und Grünanlagen nach dem eigenen Geschmack zu gestalten. Auch die Kündigung vom Vermieter ist so ausgeschlossen. Du siehst: Es gibt viele Motive, die für den Kauf von Betongold sprechen.

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Fazit

Die niedrigen Zinsen sind nur ein Grund dafür, warum es sich lohnt, in Betongold zu investieren. Die Immobilie bietet Inflationsschutz und gilt als Sachwertanlage der Zukunft! Während das Geld zur Anlage bei der Bank kaum mehr Zinsen abwirft, ist die Investition in Haus- und Grundbesitz ein Sachwert, der auch in Zukunft aller Wahrscheinlichkeit nach steigen wird!

Michael Frey
Michael Frey ist Immobilienmakler im Raum Göppingen. Er bedient seine Kunden seit dem Jahr 1995, was Vermietung, Bau und Verkauf ihrer Immobilie betrifft. Pro-Immoplan bietet seit dem Jahr 1995 Dienstleistungen rund um den Verkauf von Immobilien an und hilft bei Fragen zu Handwerksbetrieben, Malerarbeiten, Elektrik, Fensterbauer, Finanzierung und Sanitär.

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