5 Tipps, wie Unternehmen in Nachhaltigkeit investieren können

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5 Tipps, wie Unternehmen in Nachhaltigkeit investieren können
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Wie können Unternehmen in Nachhaltigkeit investieren? Kaum noch ein aktueller politischer oder wirtschaftlicher Diskurs kommt ohne den Begriff der Nachhaltigkeit aus. Auch im Bereich von Investments fällt auf, dass sich AnbieterInnen zusehends auf die Fahne schreiben, grüne und klimafreundliche Produkte anzubieten. Ein Unternehmen, das in einen solchen Fonds investiert, schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe. Nicht nur die eigenen finanziellen Reserven werden sicher abgelegt, sondern nebenbei tut man auch der Umwelt etwas Gutes, was wiederum dem Image des Unternehmens zugutekommt.

Dieser Artikel gibt dir die fünf besten Tipps, wie UnternehmerInnen mit einem ethischen und ökologischen Anspruch in Nachhaltigkeit investieren können.

Tipp Nr. 1: Investition in Kohlenstoffsenken

Unter Fachleuten herrscht der Konsens, dass die Reduktion von CO₂ alleine nicht ausreicht, um die Klimaziele zu erreichen. Zusätzlich dazu muss bereits vorhandener Kohlenstoff der Atmosphäre entzogen werden. Im Fachjargon ist von sogenannten Kohlenstoffsenken die Rede, die zurückverwandelt wiederum energetisch eingesetzt werden können.

Es gibt Investmentfonds, die es ermöglichen, Geld in diesem Geschäftsmodell anzulegen und darüber ein gesondertes Zertifikat ausstellen. Damit ist gewährleistet, dass Emissionen in nachhaltiger Manier reduziert werden und der Investor kann sein Scherflein zu dem Erreichen der Klimaziele beitragen.

Tipp Nr. 2: Alternative Energien in Erwägung ziehen

Der Atomausstieg der Bundesrepublik Deutschland ist beschlossene Sache, und auch die Kohleförderung läuft aus. Ein zukunftssichereres Investment als erneuerbare Energien gibt es also faktisch nicht.

Aufgrund der Gesetzeslage sind die Stromversorger über mehrere Jahrzehnte dazu verpflichtet, den Strom der Anlagen, ob es sich jetzt um Windräder, Photovoltaik oder Biogas handelt, auch abzunehmen. Die Chance, dass sich dein Investment hier im Nu amortisiert, stehen also sehr gut und in den Folgejahren wirst du immer noch von deinem Investment profitieren können, denn der Bedarf des Menschen nach Energie wird so schnell nicht abreißen.

Auch vor dem Hintergrund, das E-Autos auch auf dem hiesigen Markt immer mehr an Fahrt aufnehmen, ist es eine gute Sache, ein Investment in erneuerbare Energien im Portfolio zu haben.

Tipp Nr. 3: Die Finanzplanung langfristig denken

Die Natur „denkt“ nicht in Sekunden oder Minuten, sondern in Jahren, Jahrzehnten, Jahrhunderten oder gar Jahrtausenden. Was heißt das für dich als AnlegerIn?

Du musst dich von der Vorstellung verabschieden, mit nachhaltigen Finanzprodukten eine schnelle Rendite erzielen zu können. Es liegt auf der Hand, dass sozial, ökologisch und nachhaltig orientierte Projekte Zeit brauchen, um auf dem Markt Fuß zu fassen und Gewinne zu erzielen. Doch auf lange Sicht macht sich das Warten meist bezahlt. Lasse dich daher von einem Fachmann darüber beraten, welche Renditen dich mit welchen Laufzeiten erwarten können.

Tipp Nr. 4: Der Hausbank auf den Zahn fühlen

Schaue dir ruhig einmal an, was deine Bank in puncto Nachhaltigkeit unternimmt. Vielleicht bist du ja bereits bei einem grünen Stromanbieter oder beziehst Ökostrom. Wenn dem so ist, dann sei ruhig auch bei Finanzdienstleistungen genauso wählerisch und entnimm dem Wirtschaftsteil der Zeitungen oder den einschlägigen Presseportalen, wie viel die einzelnen Banken in Nachhaltigkeit investieren.

Denn hieraus lässt sich ersehen, ob die Finanzinstitute nur an ihrem eigenen Profit interessiert sind oder selber auch etwas dagegen unternehmen möchten, dass die CO2-Emissionen immer weiter steigen.

Tipp Nr. 5: Begib dich selbst auf die Suche

Im Zeitalter des Internets sind die Recherchemöglichkeiten unbegrenzt. Per Crowdfunding in ein nachhaltiges Unternehmen oder ein umweltschonendes Geschäftsmodell kannst du per Schwarmfinanzierung Geld reinstecken, welches der Natur zugutekommt. Die Besonderheit dieses Finanzierungsmodells liegt darin begründet, dass du es als Spende gegen eine kleine Gegenleistung begreifen kannst. Hier ist also stets auch eine gute Portion Idealismus gefragt, hartgesottene Broker sind eher fehl am Platz.

Auf den gängigen Internet-Plattformen gibt es viele Start-ups, die grüne und nachhaltige Produkte ersonnen haben und die Hilfe bei ihrem Start ins Business benötigen. Crowdinvesting ist dagegen als waschechte Geldanlage zu begreifen. Hier kannst du gegen einen bestimmten Betrag Anteile an der neu entstehenden Firma erhalten und wirst damit auch von den zukünftigen Gewinnen profitieren.

Auch die Verbraucherzentrale ist oft eine gute Anlaufstelle, die dir auf Nachfrage gerne eine Liste mit nachhaltigen Fonds aushändigt. Mittlerweile gibt es zwar auch an den Börsen viele grüne ETFs und dergleichen, das Angebot wirkt für einen Außenstehenden aber oft recht unübersichtlich.

Fazit

Das Interesse an einer sinnvollen Kapitalanlage muss nicht im Widerspruch zu einem nachhaltigen Engagement stehen, ganz im Gegenteil. Aber Vorsicht: Mittlerweile ist Nachhaltigkeit dermaßen im Trend, dass viele von sich behaupten, nach diesen Maßstäben zu handeln, wobei im Zweifelsfall doch nicht so viel dahintersteckt.

Recherchiere also lieber ein bisschen gründlicher als sonst, bevor du dein Kapital anlegst. Denn für die Umwelt entscheidest du dich nicht nur an Tagen der Bundestagswahl.

Kemal Üres
Kemal Üres ist Gründer der Gastronomie-Kette Daily You – Eat powerful und Gesellschafter bei Eisberg-Seminare GmbH Hamburg und im Bereich Persönlichkeitsentwicklung und Mentaltrainings tätig.

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