ETFs als Altersvorsorge? Das sollten Anleger wissen

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ETFs als Altersvorsorge: Das sollten Anleger wissen
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Der Trend bei der Geldanlage geht auch bei der Altersvorsorge in den letzten Jahren stark in Richtung ETF. ETF steht für „Exchange Traded Fund“ und bedeutet etwa „börsengehandelter Fonds“. Diese Form der Anlage bietet viele Vorteile, aber auch einige Nachteile.

Der große Vorteil dieser Fonds ist, dass es keinen Fondsverwalter gibt, der aktiv Entscheidungen über Käufe und Verkäufe trifft. Meistens bilden sie einen Aktienindex ab, beispielsweise den DAX. Wenn der DAX steigt, gewinnt auch der ETF an Wert – genauso auch bei Verlusten. Jedoch birgt diese Art der Verwaltung auch einige Nachteile.

1. Auswahl

Es gibt mehrere Tausend ETFs auf dem Markt. Als normale/r PrivatanlegerIn kannst du oft gar nicht wissen, welcher Fonds für welche Strategie geeignet ist. Zusätzlich gaukeln einige Fonds durch ihre Bezeichnung eine breite Streuung vor, die nicht immer gegeben ist. Dadurch hast du als AnlegerIn das Risiko, dass du in Wirklichkeit nur in einige wenige Aktien investierst.

2. Wissen

Gerade bei Geldanlagen solltest du nur in Dinge investieren, die du auch nachvollziehen kannst.

Inzwischen gibt es zahlreiche Artikel und Videos im Internet, die sich mit dem Thema ETF beschäftigen. Doch wie sicher bist du dir, dass diese Informationen auch wirklich stimmen? Darüber hinaus fehlen auch häufig weitere Informationen zu steuerlichen Aspekten, die bei einer langfristigen Geldanlage jedoch eine große Rolle spielen.

 3. Kosten

ETFs sind zwar meistens kostengünstiger als aktiv gemanagte Fonds. Aber keineswegs kostenfrei. Gerne wird durch die Medien unter den Teppich gekehrt, dass beispielsweise Transaktionskosten durch die Fondsverwaltung anfallen. Zudem gibt es bei einigen Fonds einen Preisunterschied zwischen An- und Verkaufskurs. Das bedeutet, wenn du gleichzeitig Anteile kaufst und wieder verkaufst, hast du schon Verluste gemacht.

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4. Panikverhalten

Anlagen zur Altersvorsorge sind langfristig ausgerichtet. Während dieser langen Zeit kommt es immer wieder zu Kursschwankungen. Meist fällt man bei Schwankungen impulsive Entscheidungen, die sich im Nachgang als fehlerhaft herausstellen. Dies ist besonders gefährlich, wenn gerade ein neuer Fonds beworben wird und man gerne jedem Trend folgen möchte.

5. Zeit

Auch der beste Plan muss regelmäßig überprüft werden, um sicherzustellen, dass er auch weiterhin funktioniert. Du musst verstehen, wie deine Anlage funktioniert, damit du im richtigen Zeitpunkt auch die richtigen Entscheidungen treffen kannst.

David Tappe
David Tappe ist Vermögensexperte und Gründer sowie Vorstand der TAPPE CONSULTING AG. Er unterstützt Menschen dabei, auf der privaten Ebene ein Vermögen für ihre Altersvorsorge aufzubauen. Für ihre Kunden und neue Interessenten sind sie die unabhängige Anlaufstelle, wenn es um professionelle Beratung zum Thema Geldanlagen geht. Bildquelle: TAPPE CONSULTING AG

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