In Aktien verlieben: Warum das so fatal ist und wie du es verhinderst!

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Viele Menschen haben ein Lieblingsunternehmen, das sie gerne in ihr Portfolio aufnehmen möchten. Sie sind stolz darauf, einen Anteil an diesem Unternehmen zu besitzen. Diese Herangehensweise kann an der Börse jedoch richtig teuer werden. Das mussten vor einiger Zeit viele Telekom-Aktionäre und nicht zuletzt auch die hartgesottenen Tesla-Fans schmerzlich erfahren. Hier sind drei Gründe, warum es für den Handel an der Börse wichtig ist, sich nicht in Aktien zu verlieben und wie man seine romantischen Gefühle im Zaum hält.

1. Kein Unternehmen bleibt für alle Zeiten bestehen

Bei Aktien handelt es sich – wie eingangs erwähnt – um Beteiligungen an Unternehmen. Selbst das erfolgreichste Unternehmen der Welt kann keine Garantie dafür abgeben, das es für alle Zeiten bestehen bleibt. Aus diesem Grund solltest du auch nicht für alle Zeiten an einem Unternehmen beteiligt sein. Denn eine Beteiligung an einem toten Unternehmen ist wertlos. Somit bist du besser damit beraten, bei der Wahl von Aktien logisch vorzugehen.

2. In Aktien verlieben? Rationale statt emotionale Entscheidungen!

Wer sich am Aktienmarkt engagiert, der sollte das Ganze nicht auf einer emotionalen Basis aufbauen. Die Liebe zu einem Unternehmen darf bei der Entscheidung für die richtigen Aktien keine Rolle spielen. Stattdessen solltest du rational entscheiden und dementsprechend handeln. Du wirst immer Gründe finden, die für den Kauf einer Aktie sprechen. Das können sowohl fundamentale, als auch technische Gründe sein:

  • So kann ein fundamentaler Grund beispielsweise darin bestehen, dass man in einem Unternehmen etwas sieht, was einen dazu inspiriert, sich an dem Unternehmen zu beteiligen. Angenommen du legst besonders viel Wert auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz und investieren daher in ein Unternehmen, das erneuerbare Energien anbietet.
  • Um einen technischen Grund handelt es sich dann, wenn beispielsweise ein Trader der Meinung ist, dass er bei einer bestimmten Aktie einen Aufwärtstrend sieht und die Aktie aus diesem Grund kaufen möchte. Wenn es jedoch rational gesehen keinen Grund mehr gibt, die Aktie zu behalten, sollten Sie diese aus Ihrem Depot entfernen und verkaufen.

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3. Niemals den Markt als Referenz nehmen

Wenn es um die Börse geht, dann heißt es immer, dass man Aktien möglichst lange behalten soll. Dies ist in gewisser Hinsicht auch korrekt, jedoch verwechseln die meisten InvestorInnen dabei die einzelne Aktie mit dem gesamten Aktienmarkt. Wir wissen, dass Aktien langfristig steigen. Diese Entwicklung bezieht sich jedoch auf den Aktienmarkt in seiner Gesamtheit. Es bedeutet also nicht, dass einzelne Aktien immer steigen werden, sondern nur, dass der gesamte Aktienmarkt in einen Aufwärtstrend geht.

Im Laufe der letzten 100 Jahre hat sich immer wieder gezeigt, dass es innerhalb der Aktienlandschaft einen ständigen Wechsel gibt.

Unternehmen, die vor 10, 20 oder 30 Jahren Marktführer waren, existieren heute zum Teil gar nicht mehr oder befinden sich in einem fortlaufenden Abwärtstrend. Es wäre also unklug, an einer einzelnen Aktie festzuhalten. Diese Herangehensweise ist nicht zielführend und zudem paradox. Eine ähnliche Schlussfolgerung wäre, wenn man davon ausgeht, dass ein einziger Mensch für alle Zeiten lebt, nur weil man sicher ist, dass es immer Menschen geben wird. Deshalb solltest du nicht davon ausgehen, dass eine einzelne Aktie immer steigen wird, sondern kritisch hinterfragen, ob du sie in deinem Depot wirklich behalten willst.

Jens Rabe
Jens Rabe ist der Gründer und Geschäftsführer der Rabe Unternehmensgruppe und coacht Menschen dabei, wie man an der Börse Geld verdient. Uns erzählt er im Interview, wie sich die Corona-Zeit auf die Börse auswirkt und wie man aktuell richtig handelt.

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