Warum deine Präsentation beginnt, bevor du die Bühne betrittst

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Warum deine Präsentation beginnt bevor du die Bühne betrittst
© the six - stock.adobe.com

Schätzungen zufolge werden weltweit pro Arbeitstag etwa 30 Millionen PowerPoint-Präsentationen gehalten. Das sind eine Menge Leute, die versuchen:

  • Einsichten und Ideen zu vermitteln
  • andere zum Handeln zu bewegen

Jede einzelne dieser Präsentationen hat einen Anfang: den Moment, in dem das Publikum beginnt, die bereitgestellten Informationen aufzunehmen oder zu verdauen.

Aber wann genau beginnt deine Präsentation? Oberflächlich betrachtet mag dies wie eine einfache Frage erscheinen. Aber in Wirklichkeit steckt noch viel mehr dahinter.

Oftmals sind Präsentanten vor ihrem Auftritt der „Sturm vor der Ruhe“. Vielleicht hast du schon etwas ähnliches erlebt. Solche Vortragenden sind schon nervös, bevor sie den Raum betreten.

Für diese Unruhe gibt es viele mögliche Gründe:

  • Stau auf dem Weg
  • das Taxi kam zu spät
  • der Aufzug war außer Betrieb

Meist füllen die Vortragenden den Raum dann mit hektischer Energie und machen einen negativen ersten Eindruck.

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Die Antwort auf die Frage, wann eine Präsentation beginnt, ist jetzt vielleicht ein bisschen offensichtlicher: Der Anfang startet bereits lange bevor du tatsächlich auf die Bühne trittst oder in den Raum kommst.

Die besten Vortragenden und ihre Präsentationen beginnen, lange bevor das Publikum sie überhaupt zu Gesicht bekommt – egal, ob du:

  • rechtzeitig und ruhig eintriffst
  • deine Rede und dein Material lange im Voraus durchdacht hast

Im Folgenden findest du drei Verfahren, die du vor Beginn deiner Präsentation durchführen kannst.

1. Sei dankbar

Diese Idee überrascht viele: Denke über ein Dankbarkeitsjournal nach. Im Wesentlichen ist es ein Notizbuch, in dem du täglich über Dankbarkeit nachdenkst und diese aufschreibst. Du kannst für die unterschiedlichsten Dinge dankbar sein, wie:

  • für einfache Dinge (z.B.: eine elektrische Zahnbürste)
  • für bedeutsame Dinge (z.B.: eine gesunde, unterstützende Familie)

Versuche als Vortragender mit einem tiefen Gefühl der Dankbarkeit zu präsentieren. Sei dankbar, dass sich dir diese Gelegenheit bietet und du deine Einsichten und Ideen jemandem präsentieren kannst.

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Dies ist keine Aufgabe, die du einfach von deiner To-Do-Liste abgehaken solltest. Es ist vielmehr eine seltene Gelegenheit, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten. Bedenke, dass dir deine Zuhörer ihre überaus wertvolle Zeit und Aufmerksamkeit schenken.

Dein Publikum wird deine positive und dankbare Einstellung bemerken. Unabhängig von der Größe deines Publikums spielt Dankbarkeit eine große Rolle bei der Wahrnehmung deiner Person.

Stelle dir zum Beispiel vor, dass du dich in einem Vorstellungsgespräch befindest. Auch das ist eine Art Präsentation: Nur, dass das Thema du selbst bist. Der Personaler kann deine Einstellung und die durchaus resultierende Energie einschätzen. Er merkt schnell, wenn du das Vorstellungsgespräch als eine Aufgabe siehst, während andere es als eine Gelegenheit sehen, die sie nutzen können.

Diese Einstellung bringst du mit, was bedeutet, dass die Präsentation lange vor deiner Ankunft beginnt.

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2. Vor der Präsentation

Großangelegte Meetings und Veranstaltungen bieten eine weitere Bühne, auf der die Moderatoren ihr wahres Gesicht zeigen können. Viele Vortragende warten bereits gespannt bis sie endlich auf die Bühne können. Dabei machen viele einen Fehler, den die besten Pokerspieler in Las Vegas nie tun: sie lassen sich in ihre Karten schauen.

Angespannte Nerven gehören zu einer Präsentation dazu. Es ist in Ordnung, vor Anspannung nervös zu sein. Es ist jedoch wichtig, dass du vor deiner Präsentation vermeidest nervös im Raum herumzulaufen oder nur auf deine Füße schaust. Damit gibst du dem Publikum einen Hinweis – ein Zeichen, dass du aufgeregt vor dem bist, was auf dich zukommt.

Doch was kannst du dagegen tun? Ein Wort: Stopp. Beende dieses Verhalten. Löse deine starre Haltung auf. Bleibe einfach auf deinem Platz sitzen oder ziehe dich wenn möglich, hinter die Bühne zurück.

3. Beruhige dich

Versuche in der Routine vor deiner Präsentation eine Selbstbejahung zu integrieren. Betrachte dies als Aufwärmübung vor deiner Präsentation oder eine interne Aufmunterung, die dir hilft, dich richtig zu orientieren. Erinnere dich einfach daran, wie großartig diese Gelegenheit ist. Erinnere dich auch daran, wie du dich fühlst. Bist du:

  • aufgeregt
  • dankbar
  • glücklich?

Dieser Schritt wird dir helfen die nervenaufreibenden, magenverdrehenden und schweißverursachenden Gefühle zu überwinden.

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Erinnere dich dankbar zu sein, vor deinem Publikum entspannt zu bleiben und dich mit positiven inneren Gedanken zu beruhigen. Auf diese Weise wirst du dich gut auf deine Präsentation vorbereiten.

Dieser Artikel wurde von Brian Burkhart auf Englisch verfasst und am 02.03.2020 auf forbes.com veröffentlicht. Wir haben ihn für euch übersetzt, damit wir uns mit unseren Lesern zu relevanten Themen austauschen können.

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