Computerprobleme im Homeoffice: Darum hilft meist ein Reboot

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Computerprobleme im Homeoffice: Darum ist ein Reboot oft die richtige Lösung
© Andrea Piacquadio - pexels.com

Der Arbeitsalltag hat sich in den letzten Wochen grundlegend verändert. Für viele heißt es: Raus aus dem Großraumbüro, rein in die eigenen vier Wände zum Arbeiten auf der Couch. Klingt zunächst einmal verlockend – aber spätestens, wenn du mit ersten IT-Problemen konfrontiert wirst, wünscht du dir das Büro mit deinen Kollegen zurück. Denn ins Homeoffice kommt der IT-Experte wahrscheinlich nicht mal eben vorbei, um sich das Problem anzusehen. Was also tun?

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Wenn der Laptop nicht so funktioniert, wie er soll und der Bildschirm einfriert oder schwarz wird, lautet der altbekannte Rat: „Den Rechner mal runter- und wieder hochfahren.“ Das klingt simpel, aber die Erfahrung lehrt, dass ein Neustart tatsächlich bei vielen Problemen hilft. Und das nicht nur bei PCs, sondern auch bei Smartphones, Festplattenrecordern und anderen technischen Geräten. Aber warum ist das so?

Die Antwort auf diese Frage lässt sich gut erklären am Beispiel eines unaufgeräumten Kinderzimmers, in dem man nichts mehr findet. Stelle dir einen Raum vor, in dem ein Kind anfängt mit Bausteinen eine Stadt aufzubauen, dann die Idee hat drei Puzzles mit je 50 Teilen zu machen, eine Holzeisenbahn herausholt und schließlich eine Kiste Legosteine über allem auskippt. Ganz ähnlich sieht es aus, wenn du an deinem Smartphone oder Computer immer wieder neue Programme und Apps öffnest, sie laufen lässt und nicht daran denkst sie wieder zu schließen.

Prozesse und Codes füllen den Arbeitsspeicher

Übertragen auf Computer und Smartphone ist das Kinderzimmer der Arbeitsspeicher, das Random Access Memory, kurz: RAM. Apps und Programme füllen den Arbeitsspeicher, sowie Bausteine, Lego, Eisenbahn und Puzzles das Kinderzimmer füllen würden. Ein volles RAM stellt in der Regel kein Problem dar, da moderne Betriebssysteme laut Experten gut mit einem vollen Arbeitsspeicher umgehen können.

Mit der Anzahl der geöffneten Programme steigt jedoch die Unordnung im Arbeitsspeicher. Sie sind aber nicht das einzige Problem: Auch Programme, die du bereits geschlossen hast, verschwinden nicht vollständig aus dem RAM, Codereste bleiben immer übrig.

Neustart löscht überflüssige Daten

Das führt dazu, dass fast jedes Betriebssystem ab einem bestimmten Zeitpunkt Schwierigkeiten hat, die Daten, die es zum Arbeiten benötigt, schnell wiederzufinden. Wenn das passiert, wird es entweder langsam oder es stellt die Arbeit für den Moment ganz ein. Dann hilft nur noch Aufräumen, also den Zustand vor Ausbruch des Chaos wiederherzustellen.

Die Lösung dafür ist ein Neustart, auch Reboot genannt. Dieser stellt wieder eine gewisse Ordnung her. Denn mit der Unterbrechung der Stromzufuhr werden:

  • alle Prozesse im Arbeitsspeicher beendet
  • überflüssige Datenreste gelöscht

Zurück zur Kinderzimmer-Analogie würde das folgendermaßen aussehen: Das Kind und seine Eltern räumen alle Spielsachen, die im Zimmer verteilt sind, wieder in die richtigen Kisten. Weil ja auch etwas „gelöscht“ werden muss, müssten – um im Bild zu bleiben – auch jedes Mal einige Spielsachen weggeworfen werden. Der Vergleich mag hier zwar etwas hinken, aber verdeutlicht in vereinfachter Form wie der Reboot eines Computers funktioniert.

Kein Allheilmittel für Computerprobleme

Ein Neustart hilft natürlich nicht bei allen Problemen, die auf deinem Rechner auftreten können. Hat sich dein Computer eine Schadsoftware eingefangen, wie etwa einen Virus oder besteht ein Problem mit der Hardware, kann ein Reboot nichts ausrichten.

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Quelle: Teleschau

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