4 Tipps für einen nachhaltigen Messeauftritt

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4 Tipps für einen nachhaltigen Messeauftritt

4 Tipps für einen nachhaltigen Messeauftritt

Am 5. September öffnet sie ihre Tore und gewährt dann bis zum 8. September dem Thema Nachhaltigkeit viel Ausstellungsfläche. Die Rede ist von der größten Nachhaltigkeitsmesse Deutschlands, der Fair Friends, die heuer ihr zehnjähriges Jubiläum feiert.

Am 5. September, dem Fachtag, gibt es Workshops zu den Themen Beschaffung und Investments (im Sinne der Nachhaltigkeit) und vom 6. bis zum 8. September hat die Messe für alle interessierten Besucher geöffnet.

Die Aussteller haben sich sicherlich bereits Gedanken darüber gemacht, wie sie ihren Messestand kreieren möchten, um auch dem Hauptthema der Nachhaltigkeit Rechnung zu tragen. Doch wie sieht eigentlich ein nachhaltiger und erfolgreicher Messeauftritt aus?

Tipps und Anregungen für einen nachhaltigen Messestand

Natürlich ist die Ausschreibung des Veranstalters bindend. Das heißt, dass in erster Linie das gilt, was der Veranstalter auf seiner Messe „erlaubt“ oder eben „verbietet“. Wer allerdings als Unternehmen beschließt, auf einen nachhaltigen Messestand zu setzen, sollte sich an diesen Punkten orientieren:

1. Nachhaltige (umweltfreundliche) Materialien verwenden

Lacke mit umweltfreundlichen Lösungsmitteln sind eine gute Alternative zu klassischem Nitrolack. Wiederverwertbare Messemöbel sind die bessere Wahl als Einweg-Möbel, die nach nur einem Messeauftrieb im Müll landen. Häufiger zu verwenden sind Messestände allerdings nur dann, wenn pfleglich mit ihnen umgegangen wird. Die Beleuchtung sollte ausschließlich aus LED-Leuchtmitteln bestehen. Bodenbeläge sollten aus wiederverwertbarem Laminat, Parkett, Sisal oder Teppichfliesen gefertigt sein.

Extra-Tipp: Ein Messebeauftragter sollte an dieser Stelle den Hut aufhaben und sich sowohl um den Auf- und Abbau als auch um die Lagerung kümmern. Bei einigen wenigen Messeauftritten im Jahr ist dies gut umsetzbar. Reist der Messestand hingegen buchstäblich durchs ganze Land, weil die Vertriebsmannschaft groß und aktiv ist, muss vor allem die Praktikabilität im Fokus stehen. Dann ist es nämlich meistens nicht möglich, zu jeder Messe vor Ort zu sein. Ein Mix aus massiver Bauweise und Systembau ist hier hilfreich.

2. Nachhaltige Werbung: Inhaltlich und drucktechnisch?

Natürlich braucht ein Unternehmen großflächige Drucke, die darauf verweisen, was der Betrieb an Produkten und Dienstleistungen zu bieten hat. Doch eben diese Drucke sind umwelttechnisch meist überaus bedenklich. Verzichten kann natürlich kaum ein Unternehmen darauf, allerdings kann auch hier nachhaltig agiert werden, indem das Motiv auf dem Druck langfristig gültig ist.

Extra-Tipp: Die Grundaussage des Unternehmens wird sich nicht von einer Messe zur Nächsten ändern. Auch das Corporate Design wird in aller Regel bleiben. Es ist durchaus sinnvoll, einen Druck über das Unternehmen und einen Druck über die Haupt-Produkte und -Dienstleistungen fertigen zu lassen. So steht bereits die wiederverwertbare Standardausstattung. Aktuelle Angebote, Produkt-Neuheiten und dergleichen können dann beispielsweise „brandaktuell“ im Imagevideo vorgestellt werden. Das kommt gut an.

EXTRA: Corporate Social Responsibility: Mehr Nachhaltigkeit in Unternehmen

3. Logistik: Auch beim Transport an Nachhaltigkeit denken

Nicht jede Messe liegt direkt vor der Haustür des Unternehmers und nicht jeder Vertriebsmitarbeiter hat einen eigenen Messestand im Home-Office gebunkert. Vor diesem Hintergrund ist es unbedingt wichtig und nötig, auch in puncto Logistik an die Nachhaltigkeit zu denken.

Extra-Tipp: Idealerweise ist der Messestand, der häufig „reist“, so kompakt, dass er direkt mit dem Außendienstmitarbeiter zur Messe gelangen kann. Ggf. ist eine Zwischenlagerung dann günstiger, als den Messestand wieder zurück ins Unternehmen zu schicken, wo er nur eine Woche später wieder auf den Postweg verfrachtet wird.

4. Nachhaltige Organisation und Abstimmung

Nachhaltigkeit in puncto Messeorganisation und Briefing spielt für die Logistik auch eine Rolle. Hier helfen moderne Techniken, die Videokonferenzen ermöglichen, um viele Kollegen an verschiedenen Orten an einer Stelle „zu bündeln“.

Extra-Tipp: Grundsätzlich gilt die Faustformel:

All das, was kurzfristig nötig ist, ist teurer als das, was langfristig und nachhaltig geplant werden kann.

Nachbestellungen und Nachjustierungen am Stand bedeuten auch für die Mitarbeiter einen Mehraufwand, der keineswegs nachhaltig sein kann. Nur allzu schnell wird – wenn es zeitlich knapp wird – das grüne Auge zugekniffen, was nicht im Sinne eines nachhaltigen Messemanagements ist.

Best Practice: Fair Events 10.0

Fair Events 10.0 hat es heuer vorgemacht: Auf der BOE International 2019 hat das 2018 gegründete Unternehmen gezeigt, wie nachhaltiges Messemanagement funktionieren kann. Auf den ersten Blick agiert der Betrieb als Profi in Konferenztechnik, Eventorganisation, Messebau und Multimedia-Lösungen, doch diese zwei Faktoren unterscheiden ihn von vielen anderen: Nachhaltigkeit und Transparenz.

Auf der Messe nutzte das Unternehmen die Chance, sich selbst vorzustellen und präsentierte mit dem WoW Wuppertal-Gemeinschaftsstand direkt noch ein Best-Practice-Beispiel aus der eigenen Feder. So unterstrichen Hartmut Vogel und sein Team, dass Nachhaltigkeit nicht nur ein werbewirksames Schlagwort ist. So wurde der Stand wiederverwertet:

  • Die Mitarbeiter bekamen die bunten Blumenkästen
  • Der Wandaufbau wurde zwischengelagert und wird als Bodenplatte wieder verwendet
  • Auch die grünen Sitzgelegenheiten inkl. Staumöglichkeit sind wiederverwertbar

Einladend und offen wirkte der Stand auf die Gäste und unterstrich das Selbstverständnis von Wuppertal als nachhaltige Stadt.

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