Darum brauchst du eine Produktvision: 6 Gründe

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Darum brauchst du eine Produktvision: 6 Gründe

Darum brauchst du eine Produktvision: 6 GründeProdukte gibt es fast schon wie Sand am Meer. Doch was unterscheidet erfolgreiche Produkte von weniger erfolgreichen? Oft ist eine gute Produktvision diejenige, die den Kunden mit seinen Bedürfnissen in den Mittelpunkt stellt. Doch was ist eine Produktvision, warum ist sie wichtig und wie wird sie entwickelt?

Wer nach „Produktvision“ sucht, findet sich einer Vielzahl unterschiedlicher Definitionen gegenüber. Oft fallen dabei auch die Begriffe „Strategie“ und „Taktik“. Einem Produktneuling kann dieses Konzept folgendermaßen erklärt werden:

  • Vision: das Endziel, das du erreichen willst
  • Strategie: die richtigen Dinge, die du tun musst, um dieses Endziel zu erreichen
  • Taktik: diese Dinge richtig umsetzen

Um die Abgrenzung etwas konkreter zu machen, eine Analogie als Beispiel: Nehmen wir an, du möchtest dieses Jahr mit deiner Freundin über Weihnachten nach Straßburg fahren. Also beginnst du, über Google Maps nach dem schnellsten Weg zu suchen. Google Maps liefert dir daraufhin mehrere Transportmittel mit jeweils mehreren Routen – mit dem Auto, der Bahn, dem Fahrrad oder zu Fuß.

In diesem Beispiel wäre die Vision also ein „aufregender Weihnachtsurlaub in Straßburg“. Google Maps hilft dir dabei, die verschiedenen Strategien zu verstehen, mit denen du dorthin gelangen könntest (d. h. Verkehrsmittel und Route). Wie im Produktbereich gibt es also mehrere Strategien, um zu einem einzigen Ziel zu gelangen.

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Spielen wir den Gedanken noch weiter: Du entscheidest dich dafür, das Auto zu nehmen, und wählst die kürzeste Route nach Straßburg. Google Maps gibt dir nun ganz konkrete Hinweise, wann du wo abbiegen musst. Diese Hinweise sind also taktische Maßnahmen, die du umsetzen musst, um mit der gewählten Strategie auf Kurs zu bleiben: Um den Weg zu gehen, den Google Maps für die Fahrt von Heidelberg nach Straßburg empfiehlt, musst du jede vorgegebene Kurve verfolgen.

Willst du das Ziel noch schneller erreichen, könnte eine weitere Taktik sein, vorher noch zu tanken oder ein Picknick zu packen. So musst du unterwegs keine Pause machen. Möglich wäre auch, vor der Abfahrt zu essen. Das Prinzip ist also:

Um eine Produktstrategie richtig umzusetzen, müssen wir passende Taktiken anwenden und sicherstellen, dass sie sich zu etwas Größerem ergänzen.

6 Gründe für eine Produktvision

Du weißt nun also, was eine Produktvision ist – und vielleicht hast du auch schon ein Gespür dafür entwickelt, warum sie wichtig ist. Wer allerdings noch immer skeptisch ist, dem sollen die folgenden 6 Argumente deutlich machen, weshalb eine Produktvision unverzichtbar ist.

1. Visionen sind Voraussetzung für Veränderungen

Der verstorbene Steve Jobs sagte in einer Werbung für Apple einmal den folgenden Satz:

„[…] die Leute, die verrückt genug sind zu glauben, dass sie die Welt verändern können […], sind diejenigen, die es tun.“

Dieses Zitat greift die Idee auf, dass Innovation immer mit jemandem beginnt, der glaubt, die Welt verändern zu können.

2. Visionen vereinfachen Ideen

Wer hat als Kind nicht gerne Flüsterpost gespielt? Aus diesem Spiel lässt sich eine einfache, aber wichtige Lektion ziehen:

Kommunikation ist schwierig.

Besonders schwierig ist Kommunikation dort, wo komplexe Ideen auf verschiedene Teams treffen. Die Produktvision trägt dazu bei, dass das gesamte Unternehmen gemeinsam auf dieses Endziel hinarbeiten kann.

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3. Visionen helfen Gruppen, sich auf ein gemeinsames Ziel auszurichten

Wenn Unternehmen wachsen, wird die Verantwortung der Teammitglieder mit der Zeit immer spezieller. Die meisten Mitarbeiter arbeiten also nur an einem Puzzleteilchen, das sich in ein großes Ganzes fügen muss.

Eine gut durchdachte und klar kommunizierte Produktvision bietet hier eine wichtige Orientierung. Sie hilft Gruppen dabei, sich ins Gesamtgefüge zu integrieren und befähigt die einzelnen Teammitglieder gleichzeitig dazu, bessere Entscheidungen selbstständig zu treffen.

4. Visionen erschließen die kollektive Vorstellungskraft

Verschiedene Menschen nehmen die gleiche Realität unterschiedlich wahr.

Umso wichtiger ist eine klare Vision, die deinem Team dabei hilft, die verschiedenen Sichtweisen und Ideen jedes Einzelnen freizusetzen. Denn die kollektive Intelligenz der Gruppe ist immer größer als die Intelligenz einer einzelnen Person, unabhängig davon, wie intelligent diese Person sein mag.

5. Visionen grenzen „Bewegung“ von „Fortschritt“ ab

Die Produktvision ist das Endziel der Reise, daher ist sie der wertvollste Bezugspunkt, um Bewegung von Fortschritt zu unterscheiden. Wenn du ein Pferd mit geschlossenen Augen reiten würdest, wäre es schwer zu sagen, ob du deinem Endziel näher kommst oder nicht.

Umgekehrt: Wenn du weißt, wohin du gehen willst, und dieses Ziel im Auge behältst, fällt es dir viel leichter zu beurteilen, ob du deinem Ziel auch tatsächlich näher kommst.

6. Visionen helfen dabei, Prioritäten zu setzen

Eine Produktvision macht es in der Regel einfacher, sich unter mehreren Ideen auf jene zu konzentrieren, die für unsere Kunden den größten Mehrwert bietet.

Alles was wir tun, sollte den Status quo für den Kunden verbessern.

Die Produktvision dient als entscheidender Bezugspunkt. So lässt sich feststellen, welche Ideen das größte Potenzial haben.

Wie erstelle ich eine Produktvision?

Hoffentlich bist du jetzt überzeugt und begierig darauf, eine eigene Produktvision zu entwickeln. Doch was nun? Bei der Vision geht es darum, eine Geschichte zu erzählen. Ein Ratschlag von dem erfahrenen Geschichtenerzähler Paul Currington lautet:

„Kenne deine letzte Zeile, bevor du anfängst.“

Gerade als Produktmanager solltest du diesen Rat beherzigen, denn wie ein guter Geschichtenerzähler arbeitest auch du auf die Pointe deiner Geschichte hin – nämlich das Endziel.

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Leider gibt es nicht die „eine richtige Antwort„, wie man gelungene Produktvisionen entwickeln kann. Es gibt keine Checkliste mit spezifischen Aufgaben, die du abarbeiten kannst, um ein großartiges Produkt zu haben. Ähnlich wie beim Erzählen einer Geschichte oder beim Schreiben eines Romans braucht es Fantasie, Kreativität, Erfahrung und Wissen – und vor allem auch glückliche Zufälle.

Der zündende Gedanke, die Inspiration, kann von überall kommen: aus dir selbst heraus (also intrinsisch) oder von außen (also extrinsisch). Das Wichtigste ist daher, achtsam zu sein und zu reflektieren, wenn du etwas Interessantes oder Ungewohntes beobachtest.

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