Diese Influencer-Marketing-Trends solltest du im Blick behalten

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Diese Influencer Marketing Trends solltest du im Blick behalten

Diese Influencer Marketing Trends solltest du im Blick behalten

Influencer Marketing ist eine Mischung aus alten und neuen Marketinginstrumenten. Schon immer dienten Prominente als Werbeträger für Produkte und Marken, doch die Idee wird in der von sozialen Medien geprägten Welt neu gedacht.

Influencer müssen nicht prominent sein, können aus jeder Branche kommen und können eine ganz unterschiedliche Anzahl von Followern haben. Sie alle sind Social-Media-Figuren, die ein festes Publikum um sich herum gewonnen haben. Ihre Fähigkeit, andere zu beeinflussen, ermöglicht es ihnen, Marken eine menschliche Stimme zu geben. Influencer Marketing ist weniger direkt als traditionelle Formen des Marketings. Wenn es gut gemacht wird, schafft es eine authentische Bindung zu den Kunden.

Influencer Marketing wächst kontinuierlich weiter. Bis 2022 sollen im US-amerikanischen Markt damit zwischen 5 und 10 Milliarden Dollar eingenommen werden. Wenn mehr Unternehmen beginnen, mit dem Influencer-Marketing zu experimentieren, entwickelt es sich weiter und passt sich dem Markt an. Bevor du also aufbrichst, um deine nächste Influencer-Kampagne aufzubauen, gibt es hier 10 Trends, auf die du achten solltest:

    1. Influencer Marketing
    2. Micro-Influencer
    3. Storytelling
    4. Videoinhalte und Live-Streaming
    5. Transparenz in der Werbung
    6. Authentizität und Ehrlichkeit
    7. Gefälschte Follower von Influencern
    8. Virtuelle Influencer
    9. Neue Plattformen
    10. Erweitere deinen Pool

1. Influencer Marketing

Mehr denn je nutzen Marken Influencer-Marketing und dieser Trend wird sich 2019 und darüber hinaus fortsetzen. Fakt ist: Das Marketing der alten Schule ist einfach nicht mehr so effektiv wie früher. Das traditionelle Marketing war auf TV und Radio ausgerichtet. Nun konzentrieren Marken ihre Bemühungen auf die Orte, an denen ihr Publikum seine Zeit verbringt – online und auf Social Media.

Die Rendite ist für Unternehmen beim Influencer-Marketing solide. Laut der Studie Influencer Marketing Hub 2017 verdienen Unternehmen durchschnittlich 7,65 US-Dollar pro investiertem Dollar. Kein Wunder, dasss sich die Influencer-Marketingplattformen in den letzten zwei Jahren mehr als verdoppelt haben.

Influencer Marketing ist unglaublich effektiv, weil wir von Natur aus den Menschen vertrauen, denen wir in sozialen Netzwerken folgen.

Schließlich würden wir ihnen nicht folgen, wenn sie uns nicht gefallen würden. Wenn ein Influencer also aufrichtig für eine Dienstleistung oder ein Produkt eintritt, hört sein Publikum zu.

EXTRA: Influencer Marketing: Mit Bloggern neue Welten erschließen

2. Micro-Influencer

Wie sich herausstellt, ist größer nicht immer besser, wenn es um Influencer geht. Marken setzen auf die Macht von Micro-Influencern oder Influencern, die in der Regel weniger als 10.000 Follower in Social Media haben. Micro-Influencer werden eher als „normale“ Menschen angesehen. Sie engagieren sich häufiger und interagieren mit ihren Followern und wirken dadurch authentischer.

„Megainfluencer“ und Prominente mögen zwar Hunderttausende oder sogar Millionen von Anhängern haben, aber sie sind nicht immer so interaktiv mit ihrem Publikum und können weniger zugänglich erscheinen.

Micro-Influencer kennen ihre Nische genau und ihre Anhänger vertrauen ihren Empfehlungen. Ein weiterer Pluspunkt: Es ist kostengünstiger mit einem Micro-Influencer als Markenbotschafter, als mit einer Berühmtheit.

3. Storytelling

Im Mittelpunkt des Influencer Marketings steht das Erzählen von Geschichten. Die besten Kampagnen entstehen, wenn eine Marke mit einem Influencer zusammenarbeitet, um einzigartige Inhalte zu kreieren, die das Publikum wirklich ansprechen. Storytelling trägt zur Kundenbindung bei und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Kunden einen Kauf tätigen. Eine Studie der Werbeagentur Hill Holliday ergab, dass Kunden nicht nur eher von einer Marke mit einer guten Story kaufen, sondern auch eher einen höheren Preis für Produkte zahlen.

Damit die Inhalte wirklich bei deiner Zielgruppe ankommen, muss der Influencer die Aufmerksamkeit seiner Anhänger auf überzeugende Weise erregen. Ein einfaches Foto mit einem Produkt im Hintergrund wird das Publikum nicht mehr auf die Marke aufmerksam machen und zu keinem besseren Verkauf führen. Videoinhalte können eine gute Ergänzung zu einer Geschichte sein, die so lebendig wird und bei den Kunden ankommt.

EXTRA: Diese 10 Vorteile bietet Videomarketing [Infografik]

4. Videoinhalte und Live-Streaming

Wir haben wenig Zeit und Aufmerksamkeit, aber wir lieben es, unterhalten zu werden. Deshalb wächst das Videomarketing plattformübergreifend und macht derzeit mehr als drei Viertel des gesamten Internetverkehrs aus.

Videos fühlen sich authentischer an und machen Spaß, weshalb Influencer weiterhin mit Video-Marketing-Trends experimentieren werden. Influencer nutzen die ansprechende Natur von Videoinhalten, die den Umsatz effektiver steigern können als textbasierte Inhalte.

Marken sponsern inzwischen auch Live-Feeds von Influencern auf sozialen Plattformen wie Instagram und Facebook. Live-Streaming-Kollaborationen von Influencern sind sehr vielseitig. Zum Beispiel:

  • Echtzeit-Produkt-Unboxing
  • Fragen und Antworten
  • Filmmaterial hinter den Kulissen bei Veranstaltungen

Der Schlüssel liegt darin, die Live-Inhalte authentisch und ansprechend zu gestalten und kreative Markenerwähnungen einzubinden.

5. Transparenz in der Werbung

Tatsächlich gibt es überall wachsende Bedenken bezüglich der Verschleierung gesponserter Social-Media-Posts. So sind einige Influencer in Kritik geraten, nicht deutlich genug auf werbliche Inhalte hinzuweisen und müssen sich inzwischen sogar vor Gericht dafür verantworten. Daher sollten Influencer ihre Beziehungen zu Marken klar und deutlich offenlegen, wenn sie Produkte in Social Media bewerben.

Transparente Werbung schafft auch gleiche Wettbewerbsbedingungen, sodass Influencer und Marken alle nach den gleichen Regeln spielen. Stelle also sicher, dass du jeden bezahlten Inhalt offenlegst. Selbst wenn der Inhalt wie eine offensichtliche Anzeige erscheint, musst du die Partnerschaft in jedem bezahlten Beitrag offenlegen. Eine Möglichkeit besteht darin, folgende Hashtags zu verwenden:

  • #ad
  • #sponsored
  • #paidpost
  • #bezahltewerbung
  • #anzeige

So machst du deutlich, dass ein Beitrag gesponsert wurde.

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6. Authentizität und Ehrlichkeit

Das Publikum hat keine Toleranz für Inhalte, die nicht authentisch erscheinen. Influencer sollten sich daher nur mit den Marken verbinden, hinter denen sie zu 100 Prozent stehen können. Er muss das Produkt oder die Marke wirklich mögen, sonst fällt die Kampagne flach.

Tatsächlich suchen viele Marken daher nach Influencern, die ihre Produkte bereits nutzen. Wenn möglich, sollten Marken ihre Influencer dazu bringen folgendes mitzuteilen:

  • Feedback zu den Produkten zu geben, die sie bewerben
  • Über bestimmte Dinge sprechen, die ihnen am Produkt gefallen
  • Tipps zu geben, wie sie das Produkt im Alltag verwenden
  • Interessante Erkenntnisse teilen, die sie über das Produkt haben

7. Gefälschte Follower von Influencern

Die Influencer-Welt hat auch ihre Schattenseiten: Influencer-Betrug. Dem gerätst du in die Falle, wenn Influencer die Anzahl ihrer Anhänger und Sympathisanten künstlich aufblähen. Influencer nutzen manchmal Automatisierung und Bots, um die Anzahl der Zugriffe auf ihre Beiträge zu erhöhen. Einige Influencer kaufen gar Anhänger oder schließen sich Netzwerken an, um mehr Follower zu generieren, die jedoch wirkungslos bleiben (#followforfollow).

Doch auch Influencer, die nie für Follower bezahlt haben, haben möglicherweise gefälschte Follower auf ihrem Konto. Denn so genannte „Like Farms“ müssen mehr als nur ihren Kunden folgen, um Filter zu umgehen, die sie auffangen sollen. Laut einer Studie der Points North Group sind bis zu 20 Prozent der Anhänger mittlerer Influencer wahrscheinlich Fake-Accounts.

Das bedeutet, dass Marken ihre Influencer gründlich überprüfen müssen. Wichtiger als die bloße Zahl der Follower ist daher die Qualität der Interaktion zu bewerten.

8. Virtuelle Influencer

Ein aufkommender Trend, den man im Auge behalten sollte, sind virtuelle Figuren (sogenannte Avatare) als Influencer. Den Anstoß zu diesem Trend gab die Kreation des ersten fiktiven It-Girls: Miquela Sousa (auch Lil Miquela).

Sie ist ein 19-jähriges Model, das in Los Angeles lebt, und ihr Instagram-Feed ist voller Beiträge, die ihre modischen Outfits hervorheben. Sie hat auch eine Reihe ihrer eigenen Songs auf Spotify veröffentlicht und mehr als 1,5 Millionen Anhänger auf Instagram gesammelt.

 

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Serving y’all a lil more of that beephaw. ✨?✨

Ein Beitrag geteilt von *~ MIQUELA ~* (@lilmiquela) am

Ihre virtuelle Existenz zieht sowohl Faszination als auch Zorn auf sich, da Marketing-Trendbeobachter versuchen zu entscheiden, ob sie diese neue Entwicklung im Influencer-Marketing gutheißen oder nicht. Ihre Schöpfer sind geheim, aber es ist bekannt, dass sie eine der meistgefolgten Influencer-Botschafterinnen für Ugg-Schuhe ist. Die Schuhmarke holte sie für ihre monatelange Kampagne zum 40-jährigen Jubiläum an Bord.

9. Neue Plattformen

Instagram ist nach wie vor das wichtigste soziale Netzwerk für das Influencer Marketing, vor allem wegen seiner enormen Nutzerzahl und der beliebten Videoinhalte. Aber es ist nicht die einzige Plattform da draußen. YouTube ist auch voll von Influencern – besonders wenn du eine jüngere Zielgruppe ansprechen willst.

Influencer Marketing wächst auch auf:

  • Facebook
  • Pinterest
  • Snapchat

Blogs liegen immer noch hinter Instagram und Facebook zurück, haben aber in den letzten Jahren an Popularität gewonnen. Viele Influencer in Social Media nutzen die Blogs für umfangreichere, textbasierte Inhalte. Diese Blogs präsentieren detailliertere Inhalte zu Produkten (z.B. Reviews).

EXTRA: Influencer Marketing: So erreichst du deine Zielgruppe

10. Erweitere deinen Pool

Da die meisten Micro-Influencer ein relativ kleines Publikum haben, müssen Marken Wege finden, ihren Einfluss zu verstärken. Dazu versuchen sie oft, den Pool der eingesetzten Influencer zu erweitern.

Um es einfach auszudrücken: Unternehmen wollen nicht alle ihre Eier in einen Influencer-Korb legen. Der Einsatz mehrerer Influencer erhöht die Produkterwähnungen und die Interaktion des Publikums mit der Marke. Und der Einsatz verschiedener Influencer ermöglicht es dir, verschiedene Zielgruppen zu erreichen und die einzigartigen Möglichkeiten verschiedener Influencer, ein Produkt zu gestalten, zu nutzen.

Der Schlüssel liegt darin, Influencer als Teil des Marketing-Teams zu integrieren. Begeistere sie für ein Projekt, setze klare Erwartungen, aber gib ihnen Raum, ihre Kreativität zu entfalten und sich mit ihren Followern zu beschäftigen.

Dieser Artikel wurde von Deep Patel auf Englisch verfasst und am 05.12.2018 auf www.entrepreneur.com veröffentlicht. Wir haben ihn für euch übersetzt, damit wir uns mit unseren Lesern zu relevanten Themen austauschen können!

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