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Online Handel ausgeglichen: holt nochmal Luft vor WeihnachtenDie Lage im deutschen Online-Handel bleibt konstant. Das verraten zumindest die aktuellen Ergebnisse des ECC-Konjunkturindex. Zudem stellte sich heraus, dass bezüglich der kürzlich in Kraft getretenen Datenschutznovelle noch ein großes Informationsdefizit besteht.

Online-Handel holt Luft vor Weihnachtsgeschäft

ECC Handel führt monatlich zusammen mit den Partner Rakuten, Trusted Shops (e-KIX) und Hermes (s-KIX) eine Befragung zum deutschen Online-Handel durch. Die aktuellen Septemberergebnisse des ECC-Konjunkturindex zeigen einen ausgeglichenen Indexwert für die aktuelle Geschäftslage: Seit August konnte der Wert gerade einmal 0,4 Punkte zulegen und landet nur knapp unter der neutralen Mitte bei 99 Punkten.

Der deutsche Online-Handel scheint aktuell noch einmal Luft zu holen, bevor im vierten Quartal des Jahres das Weihnachtsgeschäft startet. Mit rund 40 Prozent bewertet die Mehrheit der Händler die aktuelle Lage neutral. Die Geschäftserwartung ist im September fast 10 Punkte von ihrem Jahreshöchstwert entfernt, landet aber immer noch bei sehr guten 133,9 Indexpunkten. Rund 48 Prozent der Online-Händler rechnen in den kommenden 12 Monaten mit steigenden Umsätzen und lediglich knapp 14 Prozent schauen pessimistisch in die Zukunft.

Auch im September zeigt sich, dass die Online-Händler ein gutes Gespür für die Konsumlust der Online-Shopper haben. Die Einschätzungen zu aktuellen Umsätzen und aktuellen Ausgaben stimmen weitgehend überein. Der Wert für die aktuellen Online-Ausgaben landet bei 101,5 Punkten und steigt damit ebenfalls nur minimal. Bezüglich der geplanten Shopping-Ausgaben haben die Händler schon eher Grund zu jubeln: Rund 28 Prozent der s-KIX-Teilnehmer – und damit so viele wie seit März nicht mehr – planen, ihre Online-Ausgaben zu erhöhen.

Nur die Hälfte der Händler setzte Datenschutznovelle bereits um

Die aktuelle Frage des Monats zeigt: Obwohl zum Monatswechsel die Datenschutznovelle des Bundesdatenschutzgesetzes endgültig in Kraft getreten ist, hat eine Überprüfung der Kundendaten auf eine Einwilligung in die Nutzung der Daten für Werbezwecke in vielen Unternehmen noch nicht stattgefunden. Während rund 47 Prozent der befragten Online-Händler die Neuregelung bereits umgesetzt haben, gaben auch knapp 30 Prozent an, die Datenschutznovelle nicht zu kennen. Auch auf Seiten der Konsumenten besteht noch Informationsbedarf. Lediglich etwa die Hälfte der Befragten kann etwas mit der Datenschutznovelle anfangen. Und: Trotz der drohenden Bußgelder wurde bisher nur knapp jeder vierte Online-Shopper von Unternehmen um eine Einwilligung zur Nutzung personenbezogener Daten gebeten.

(Bild: © Christy Thompson – Fotolia.de)

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