Apps für Unternehmen: 5 Tipps und Strategien für ein App-Konzept

182
Apps für Unternehmen: 5 Tipps und Strategien für ein App-Konzept
© Production Perig - stock.adobe.com

Immer mehr Unternehmen erkennen die Relevanz von eigenen Apps und vielleicht hat dein Unternehmen auch schon darüber nachgedacht. Smartphones begleiten uns schließlich jeden Tag. Sie helfen uns durch kleine Programme in unserer Kommunikation, ermöglichen eine einfache Orientierung oder erleichtern uns flexibel und komfortabel den Alltag.

Aber nicht alle Apps leisten das, was sie versprechen. Und nicht alle Unternehmen, die hauseigene Apps bereitstellen, haben damit Erfolg. Damit es dir und deinem Unternehmen gelingt, eine eigene App zu erstellen, haben wir für dich 5 wichtige Tipps zum optimalen App-Konzept für Unternehmen zusammengestellt.

Tipp 1: Finde heraus, wie dein Unternehmen in eine App passt

Meistens ist das Einfache das Wichtigste und wird trotzdem übersehen: Ist dein Unternehmen überhaupt App-tauglich? Die kleinen Programme für Smartphones ermöglichen eine beträchtliche Bandbreite an Funktionen. So gut wie jede fixe Idee lässt sich vermutlich auch umsetzen. Allerdings sollte dein erster Schritt zur eigenen App sein, dir bewusst zu machen, wie die Leistungen und Angebote deines Unternehmens in App-Form überhaupt aussehen könnten.

  • Welche Funktionen soll deine App anbieten?
  • Welche Lösungen gibt es für das Leistungsangebot oder die Produkte deines Unternehmens?
  • Oder ist vielleicht eine praktische Alltags-App für Serviceleistungen deines Unternehmens wichtiger, als das eigentliche Repertoire auf das Smartphone zu bringen?

Überlege genau, wie eine App dein Business umfassend unterstützen kann.

Tipp 2: Erkenne deine Zielgruppe und mache dir klar, dass deine App ein eigenes Produkt ist

Sobald du weißt, mit welchem Konzept eine App dein Business repräsentieren kann, solltest du dir Gedanken über deine Zielgruppe machen. Dazu gleich noch ein wichtiger Hinweis: Nicht jedes Kundenprofil nutzt Apps gleichermaßen. Das bedeutet, dass du die Eigenständigkeit deiner App nicht nur erkennen, sondern auch nutzen musst.

Die Zielgruppe der App kann sich stark von der üblichen Zielgruppe unterscheiden. Eine App ist schlichtweg ein eigenes Produkt mit einer eigenen Zielgruppe und benötigt deshalb ein eigenes Marketingkonzept.

Tipp 3: Lege die Ziele fest, die du mit der App deines Unternehmens erreichen willst und setze sie um

Damit die App deines Unternehmens wirklich etwas bringt, solltest du genau wissen, welche Ziele du verfolgst. Lerne zuerst zwischen Marketing und Sales sowie zwischen NutzerInnen und KundInnen zu unterscheiden.

Möchtest du mehr Reichweite für dein Unternehmen oder möchtest du aus den NutzerInnen deiner App neue KundInnen machen? Die Funktionen deiner App sollten diese Ziele auf jeden Fall unterstützen. Wenn du z.B. das Konzept für eine App für deinen Online-Store entwickelst, sollte deine App die mobile Version deines Angebots für das Smartphone sein und kein Handygame mit Firmenlogo.

EXTRA: Veränderungsmanagement: Diese 5 Fehler solltest du vermeiden

Tipp 4: Deine App für das Unternehmen ist kein witziges Gimmick, sondern ein praktisches Tool

Du kennst bestimmt Werbegeschenke. Sie sind eine nette Geste zur Aufrechterhaltung von Beziehungen zwischen Unternehmen, PartnerInnen und KundInnen. Deine eigene Unternehmensapp ist aber kein Werbegeschenk: Erstens sollte sie keine bloße Geste sein, zweitens nicht einfach nur „nett“ und drittens nicht unbedingt ein Geschenk.

Sobald du also ein Konzept hast, wie sich dein Unternehmen als App realisieren lässt, solltest du dich fragen, ob die App auch wirklich nützlich ist, bzw. ob deine App gerne und oft genutzt werden würde. Im besten Fall ist deine Smartphone-App kein witziges Gimmick und schon gar kein Werbegeschenk. Deine KundInnen sollen sie am besten täglich nutzen. Das gelingt nur, indem sie reichlich Mehrwert auf die Displays deiner potentiellen NutzerInnen bringst.

Tipp 5: Beobachte Konkurrenz-Apps und deine eigene App-Nutzung

Die potentiellen NutzerInnen deiner App sind vermutlich auch NutzerInnen der Apps deiner unmittelbaren KonkurrentInnen. Gleichzeitig haben viele Apps von Unternehmen Schwachstellen, die du für deine App als Starkstelle ausbauen kannst. Oft scheitern Apps daran, dass sie nicht für den Alltag taugen oder gerade die Funktionen hinter der Bezahlschranke landen, die für UserInnen besonders wichtig sind.

Mache selbst den Test und hole dir ein paar Apps die zu deinem Konzept passen könnten. Achte genau auf das Design, die Bedienung und die Nützlichkeit der App-Funktionen im Alltag. Lass deine eigene User-Experience deine App-Idee mit entwickeln, damit du deinen KundInnen wirklich exklusiven Mehrwert bieten kannst.

Fazit: Die ersten Schritte sind die wichtigsten

Aller Anfang ist schwer. Diese Tipps erleichtern dir jedenfalls den Einstieg in den umkämpften App-Markt. Klar ist, dass eine unternehmenseigene App definitiv das Potenzial birgt, Sichtbarkeit und Umsatz zu erweitern und dabei KundInnen langfristig für sich zu gewinnen.

Klar ist aber auch, dass die eigene App kein Marketingkanal unter vielen ist. Die ersten Schritte zur erfolgreichen Business-App betreffen vor allem das Konzept und die NutzerInnenerfahrung. Denn nicht alle Unternehmenskonzepte und -ziele passen in ein Smartphone.

Für den richtigen Start der App für dein Unternehmen ist deshalb ein ausgeklügeltes und selbstbewusstes Konzept besonders wichtig. Die Zielgruppen müssen ebenso exakt erfasst sein, wie die Ziele der App, um die hohen Erwartungen der NutzerInnen und KundInnen vor allem langfristig zu erfüllen. Sowohl ein Blick auf die Konkurrenz als auch die Selbstbeobachtung bei der Nutzung von Apps sind für den Erfolg von Unternehmens-Apps genauso wichtig, wie die Tatsache, dass eine App als eigenständiges Produkt behandelt werden sollte.

Manuel Bodendieck und Richard Schöller
Die beiden Gründer Manuel Bodendieck und Richard Schöller kennen sich aus, wenn es darum geht, Investoren für ein Gründungsvorhaben zu gewinnen. Da sie sich selbst ein Millionen-Business in der Fitness- und Ernährungsbranche aufgebaut haben, wissen sie, wie man mit Investoren redet und welche Fehler dabei passieren können

Kommentiere den Artikel

Bitte gib deinen Kommentar ein!
Bitte gib hier deinen Namen ein

Der Artikel hat dir gefallen? Gib uns einen Kaffee aus!