Was Chefs über die Generation Z wissen sollten

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Was Chefs über die Generation Z wissen sollten
© Helena Lopes – pexels.com

Die Generation Z bezeichnet Personen, die zwischen 1995 und 2010, also nach der Jahrtausendwende geboren wurden. Somit ist dies die erste digitale Generation, die seit ihrer Geburt mit den sozialen Medien und im Internet aufgewachsen ist. Die Ältesten dieser Generation werden dieses Jahr 25 Jahre alt und viele von ihnen treten in die Arbeitswelt ein.

Ein beliebtes Klischee ist, dass die Millennials ständig an ihren Handys kleben würden. Jedoch wurde die Generation Z viel früher an Smartphones herangeführt. Noch vor wenigen Jahren gab es Debatten, ob Jugendliche mit 12 oder 13 Jahren ihre ersten Handys bekommen sollten. Heute müssen Grundschullehrer Regeln für die Handynutzung im Unterricht aufstellen.

Ein Unterschied zwischen den Millennials und der Generation Z ist der Wunsch nach Sicherheit von letzterer. Dies wird eine Änderung der Rekrutierungsstrategie erfordern. Künftig werden folgende Dinge benötigt.

  • Versprechungen von Karrierewachstum
  • Arbeitsplatzsicherheit
  • Beförderungen

Die Generation Z wird auch wettbewerbsfähiger sein. Im Gegensatz zu den Millennials, scheint die Generation Z eine stärkere Arbeitsethik zu haben und wird auch erwarten, dass sie für ihre Leistungen anerkannt und belohnt wird.

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Außerdem erwartet die Genz Z Feedback auf eine andere Art und Weise. Ähnlich wie bei den Millenials sollte das Feedback häufig erfolgen. Überraschenderweise scheinen sie die persönliche Kommunikation zu bevorzugen, unabhängig von ihrem Schwerpunkt auf sozialen Medien und Online-Interaktionen. Am meisten unterscheiden sie sich darin, dass sie sich ein kurzes Feedback wünschen (man denke an Instagram und Twitter), das auf Fakten basiert. Mit anderen Worten: Sie schätzen Beweise und Daten darüber, warum du sie lobst.

Sie erwarten auch, dass du über dein Smartphone mit ihnen kommunizierst und deine Website mobilfreundlich ist. Folgendes wird als selbstverständlich vorausgesetzt:

  • Automatisierung
  • Leichte Bedienbarkeit
  • Einfache Benutzeroberfläche

Bedenke dies, wenn du deine Rekrutierung-Website gestaltest oder aktualisierst.

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Außerdem ist die Gen Z unabhängiger und eher unternehmerisch orientiert ist. Sie stellen auch mehr und mehr den Wert einer Hochschulbildung in Frage. Sie studieren zwar, wenn dies ihre Karriere unterstützt, aber sie streben viel seltener einen Abschluss an, nur weil es von der Gesellschaft erwartet wird.

Was bedeutet das für die Arbeitgeber? Die Generation Z wird sich bei Unternehmen bewerben, die gute Noten und Abschlüsse weniger schätzen als:

  • Erfahrung
  • Zertifizierungen
  • Soft Skills

Mittlerweile gibt es häufiger Stellenausschreibungen, welche diesen Standpunkt widerspiegeln. Diese Ausschreiben fordern nach einem Abschluss „oder vergleichbarer Erfahrung“. Auch die Kunden beginnen, gezielte Zertifizierungen sowohl für praktische als auch für Soft Skills anzubieten. Welche Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten kannst du deinem Team anbieten?

Die Geschlechteridentität ist ein weiterer Aspekt, in dem die Generation Z einen starken Kontrast zu den vorherigen Generationen bildet. Es ist eine Generation, die trotz ihres Pragmatismus die Welt verändern will.

Vielfalt und Integration sind für die Generation z entscheidend.

Sie sind vielleicht die erste offene, nicht rassistische Generation und sie betrachten Unterschiede in der sexuellen Orientierung als Teil des Lebens.

Die Menschen der Gen Z sind in ihrer Kommunikation transparent und unterstützen Unterschiede voll und ganz. Sie schätzen die Vielfalt der Gesellschaft.

Es ist eine Generation, die von ihren Arbeitsplätzen Flexibilität und Offenheit erwarten wird. Diskriminierende Gehälter oder Karrieremöglichkeiten werden nicht als Norm akzeptiert.

Und schließlich werden sie, wie jede jüngere Generation, von älteren Mitarbeitern lernen wollen. Hier können Führungskräfte die Altersspanne ihrer Mitarbeiter voll ausschöpfen. Die Generation Z ist ehrgeizig und will vorwärts kommen. Dabei müssen sie auch noch viel über die Dynamik von Büros und die Funktionsweise von Organisationen lernen.

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Boomer können als Mentoren eine echte Bereicherung sein und sie durch diese Herausforderungen führen. Und im Gegenzug kann die Generation Z eine große Bereicherung für Boomer sein, welche eventuell mit der neuesten Technologie zu kämpfen haben.

Dieser Artikel wurde von Jason Richmond auf Englisch verfasst und am 11.02.2020 auf forbes.com veröffentlicht. Wir haben ihn für euch übersetzt, damit wir uns mit unseren Lesern zu relevanten Themen austauschen können.

(Zu den Autoren: Vera Petersen und Reiner Voss arbeiten als Trainer für das Trainings- und Beratungsunternehmen Voss+Partner, Hamburg, das unter anderem ein Konfliktmanagement-Seminar anbietet, in dem auch das Thema Konfliktmoderation behandelt wird.)

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