Shopfloor-Management: Mit Teamwork zum Erfolg

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Shopfloor-Management: Mit Teamwork zum Erfolg
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Im internationalen Wettbewerb nutzen deutsche Industrieunternehmen jede Chance, um immer schneller, produktiver und innovativer zu agieren. Bestens bewährt haben sich vor diesem Hintergrund die Lösungen von Lean Management, wie etwa Shopfloor-Management. Doch nicht immer ist die Einführung von Shopfloor-Management im Unternehmen erfolgreich. Um sicherzustellen, dass dies nicht als kurzer Strohfeuer-Effekt endet, gilt es 5 entscheidende Erfolgsfaktoren zu beachten.

Shopfloor-Management – Was ist das?

Mit Shopfloor-Management rückt der Ort der Wertschöpfung in den Fokus. Die Energie der MitarbeiterInnen – auch aus den zuarbeitenden Bereichen – richtet sich darauf aus, die Prozesse möglichst effizient zu gestalten. Den Kern bilden Teammeetings, sogenannte Shopfloor-Runden. In diesen werden Kennzahlen oder auftretende Störungen im Wertschöpfungsprozess besprochen. Dabei stehen nicht die Probleme, sondern deren Lösungen sowie permanente Verbesserungen im Vordergrund.

Das Ziel lautet: Weg vom Feuerwehrmodus, hin zum perfekten Tag.

Shopfloor-Runden
Shopfloorrunden finden täglich auf allen Hierarchieebenen statt – © unternehmer.de

Erfolgsfaktor 1: Führungskräfte an Bord holen!

Führungskräfte unterstützen die Einführung in der Regel gut. Speziell dann, wenn sie frühzeitig ins Boot geholt wurden. Und trotzdem wird nicht jeder von den angestrebten Veränderungen gleichermaßen überzeugt sein. Hier ist es wichtig, in die fachliche und sachliche Diskussion zu gehen. Die Führungskräfte müssen die Gelegenheit erhalten, ihre Erfahrungen mit einfließen zu lassen. Begründete Bedenken sollten respektvoll gehört und gegebenenfalls im Vier-Augen-Gespräch geklärt werden – um gemeinsam eine Lösung zu finden.

Sorgen Sie für genügend Unterstützung auf jeder Ebene der Hierarchie – allen voran bei den Führungskräften!

Erfolgsfaktor 2: Betreuung durch Team-Paten

Stelle zur Einführung der einzelnen Schritte von Shopfloor-Management den Führungskräften sogenannte „Team-Paten“ an die Seite. Durch ihre Teilnahme an den täglichen Shopfloor-Runden bieten diese Team-Paten den Führungskräften wertvolle Unterstützung bei der Moderation und der Personalführung. Sie geben speziell in der Anfangsphase Sicherheit. Zudem bieten sie ein gutes Kontrollorgan, da sie auf mögliche Fehlentwicklungen oder Verbesserungsvorschläge schnell reagieren können.

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Erfolgsfaktor 3: Schlüsselkräfte finden und bündeln!

Begeistere relevante Schlüsselkräfte für die konkrete Ausarbeitung und die Umsetzung von Shopfloor-Management. Die Standardbausteine müssen auf die Bedürfnisse des Unternehmens angepasst werden. Niemand kann das besser als jene, die tagtäglich darin arbeiten: die Mitarbeiter bzw. die relevanten Schlüsselpersonen im Unternehmen. Schlüsselpersonen finden sich auf allen Hierarchieebenen und in allen Unternehmensbereichen. Sie sind bedeutsam, da sie über wertvolle fachliche und praktische Expertise verfügen.

Meinungsführer sind der Schlüssel

Sie zu aktivieren und für die Aufgabe zu begeistern, ist entscheidend für den nachhaltigen Erfolg von Shopfloor-Management. Denn es zeichnet sie noch weit mehr aus als reine Fachkompetenz. Sie sind Meinungsführer und genießen das Vertrauen ihrer Kollegen. Was sie sagen, zählt. Sie sind die Multiplikatoren der Veränderung und wie kaum ein anderer in der Lage, die Belegschaft für die Umsetzung der einzelnen Schritte zu begeistern.

Aus Betroffenen werden Beteiligte. Aus Widerstand wird Akzeptanz.

Erfolgsfaktor 4: Leuchttürme für Orientierung

Halte durch sogenannte „Leuchttürme“ die Belastung so gering und die Motivation für Organisation und Belegschaft so hoch wie möglich. Dies gelingt durch eine anfängliche Eingrenzung der Maßnahmen auf ausgewählte Teams. Wie Leuchttürme dienen sie dazu, die Reorganisationsmaßnahmen ohne große Mehrbelastung für das Unternehmen sicht- und erlebbar zu machen sowie ausführlich zu testen. Leuchttürme schaffen Freude an der Veränderung.

Erfolgsfaktor 5: Shopfloor-Management erleben

Hole alle Mitarbeiter frühzeitig ins Boot der „Leuchttürme“ und lasse sie aktiv an Shopfloor-Runden teilnehmen! Dieses „Erlebbarmachen“ bewirkt in der Regel eine großflächige Unterstützung für das Konzept. Die Vorteile werden rasch sichtbar. Es entsteht der Wunsch, dieses in weiteren Teams einzuführen. Die Veränderung setzt sich wie eine Welle im Unternehmen fort. Denn die Mitarbeiter selbst werden nun zu den Treibern des Wandels – und zu den Initiatoren von erfolgreichem Shopfloor-Management!

Fazit: Ein neues Führungsverständnis

Wenn man die Einführung nur richtig anpackt, dann kann dies Auswirkung auf die gesamte Unternehmenskultur haben. Shopfloor-Management schafft ein neues Verständnis von Führung und verlangt nach einem anerkennenden und wertschätzenden Umgang mit allen Beteiligten. Dann wird es zu einem echten Erfolgsinstrument.

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Prof. Dr. Maximilian Wolf
Prof. Dr. Maximilian Wolf ist ein “akademischer Pionier“ im Bereich HR und Organisationsentwicklung. Seine Arbeit manifestiert sich durch den Bau tragfähiger Brücken, um Praxis und Hochschullehre auf dem praktikabelsten Weg miteinander zu verbinden. Als erfahrener Unternehmensberater und Coach involviert er Firmen in aktuelle Fragestellungen (z. B. Recruiting der Generation Z und agile Transformation von Unternehmen).

3 Kommentare

  1. Sehr geehrter Herr Dr. Wolf,

    in Ihrem Artikel haben Sie die verschiedenen Faktoren für die erfolgreiche Einführung von Shopfloor Management sehr gut dargestellt. Ich stimme da mit Ihnen überein, denn die Faktoren einer guten Führung, einer einwandfreien Kommunikation und den richtigen Schlüsselpositionen sind doch die Grundsteine für die erfolgreiche Einführung von Shopfloor Management oder?

    Viele Grüße,
    Leonie Ebermann

    • Anbei die Antwort von Herrn Prof. Dr. Wolf:

      Sehr geehrte Frau Ebemann,

      vielen Dank für Ihre Kommentare. Es freut mich, dass Ihnen der Artikel wertvolle Denkanstöße gegeben hat.
      Sie haben absolut recht: Die Führung muss von Anfang an hinter Shopfloor Management stehen und es konsequent vorleben.
      Eine einwandfreie Kommunikation in beide Richtungen („top-down“ und „bottom-Up“) ist essentiell, um Probleme nachhaltig zu lösen.
      Die Schlüsselpositionen sollten stets darauf achten, dass die etablierten Regeln eingehalten werde und diese aktiv einfordern.

      Viele Grüße
      Maximilian Wolf

  2. Sehr geehrter Herr Dr. Wolf,

    in Ihrem Artikel sind sehr gute Denkanstöße zu finden und auch ihre Tipps als Erfolgsfaktoren sind sehr toll dargelegt!

    Mit freundlichen Grüßen,
    Leonie Ebermann

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