Schwächen schwächen vs. Stärken stärken: Was funktioniert?

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Life begins at the end of your comfort zone

Warum sind immer noch so viele Menschen darauf fokussiert ihre Schwächen zu stärken? Wieso stecken wir so viel Energie und Geld in Kurse und Weiterbildungen für Bereiche, in denen wir nie sehr gut sein werden? Die wirklich erfolgreichen Unternehmer und Führungskräfte fokussieren sich vor allem auf ihre Stärken.

Schwächen schwächen oder Stärken stärken?

Zwei Welten stoßen hier aufeinander. Zum einen das „Ausbildungsmodell“. Hier geht man davon aus, dass jeder so ziemlich alles erlernen kann. Vor allem mit der richtigen Motivation und der notwendigen Ausbildung. 

Und dann gibt es das „Stärkenmodell“. Hier geht man davon aus, dass jeder nur ein paar wenige Dinge wirklich hervorragend kann. Und mit der richtigen Motivation und Ausbildung kann man in diesen Dingen sogar „Weltklasse“ werden.

Was ist das richtige Modell für unsere Zukunft? Immer mehr deutet darauf hin, dass die Zukunft dem Stärkenmodell gehört. Weil es heute einfach hilfreicher für unseren Erfolg ist.

Die Komfort- oder die Abenteuerzone?

Alles beginnt mit der ersten wichtigen Frage:

Welche Art von Ziel habe ich für mich und mein Team/Unternehmen in diesem Jahr gesetzt?

Sind es Ziele, die einen selbst und das Team in der Komfort- oder Bekanntheitszone halten werden? Ziele, bei denen man primär nur das tun möchte oder müsste, was man bereits kennt und kann?

Oder handelt es sich um Ziele, die man in die Abenteuerzone tragen wird? Neue und sehr viel größere Ziele, bei denen man nicht wissen kann, ob man diese auch erreicht. Ziele, bei denen es sehr stark darum geht,

  • neugieriger,
  • offener,
  • kreativer,
  • innovativer,
  • lösungsorientierter,
  • schneller und mutiger zu sein.

Wer Lust auf GRÖSSER hat – also aus der Komfortzone ausbrechen möchte – der wird in jedem Fall enorm vom Stärkenmodell profitieren.

Was ist das Stärkenmodell?

Der Kern vom Stärkenmodell – sich in der Stärkenzone aufzuhalten – ist sehr einfach erklärt.

  1. Primär (60-80% der Zeit) sollte man nur das tun, was man hervorragend kann.
  2. Das was man nicht sehr gut kann (unsere Schwächen), sollte man selbst gar nicht mehr tun. Diese Dinge sollte man an die Personen im Team abgeben, die darin eine Stärke besitzen.

Auf diese Weise werden die eigenen Schwächen bedeutungslos.

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Die 3 wichtigsten Grundsätze vom Stärkenmodell

  1. Nur mit unseren besonderen Stärken werden wir am schnellsten die besten Ergebnisse und Resultate produzieren. Nur diese sollten weiter bewusst gestärkt (und trainiert) werden.
  2. Wir sollten uns primär in unserer Arbeit nur mit den Dingen beschäftigen, die unseren besonderen Stärken entsprechen.
  3. Aufhören unsere Schwächen zu trainieren und lieber diese Aktivitäten an Personen übergeben, die darin eine besondere Stärke besitzen.

Die Vorteile vom Stärkenmodell

Es spricht enorm viel für das Stärkenmodell. Im besonderen, dass es uns hilft:

  • mehr von dem zu tun, was wir lieben und besonders gut können, um dadurch sehr viel schneller und leichter, sehr viel bessere Resultate zu kreieren.
  • für unsere internen und externen Kunden den größten Mehrwert zu kreieren (denn mit unseren Schwächen begeistern wir niemanden)
  • eine sehr hohe und beständige (intrinsische – von innen kommende) Motivation zu haben

Es ist ganz eindeutig eines der besten Hilfsmittel für natürliche Spitzenleistung.

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Wann funktioniert das Stärkenmodell am besten?

Damit das Stärkenmodell funktioniert, sind vier Dinge notwendig:

  1. Die eigenen Stärken & Schwächen erkennen
  2. Die eigenen Stärken bewusst zu stärken und weiter auszubauen und zu entwickeln
  3. Die Möglichkeit in der täglichen Arbeit zu erhalten, primär die Dinge zu tun, die den eigenen Stärken entsprechen
  4. Dass im Laufe der Zeit ein Stärkenteam entsteht – damit das, was wichtig und notwendig ist, aber nicht den eigenen Stärken entspricht von einer Person übernommen wird, die genau darin besondere Stärken hat

1 Kommentar

  1. Toller Artikel, perfekter Ansatz. Ich wünsche mir, dass die Menschen mehr Lust haben sich mit mit dem eigenen „ICH“ zu beschäftigen. Selber reflektieren und weniger über andere reden. Auf meiner Homepage gibt es ein Reflektionstagebuch für den Einstieg. So habe ich den Weg gefunden.

    Ebenso wichtig ist, das man seine Kraftquellen und Energieräuber kennt. Gerade für Führungskräfte wichtig – lernt Eure Mitarbeiter richtig kennen!!!!
    Zum guter Letzt, finde ich sollten die eigenen Talente bewusst gelebt werden. Dann werden es Stärken und vieles geht leichter von der Hand, und das fördert den Spass an der Arbeit. Klare Kommunikation, gute Organisation und das Selbstmarketing nicht zum eigenen Profil vergessen und fertig ist das O.F | 7.1 Prinzip.
    Work-Life, Life-Work

    Euer Olli F.

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