Gesundes Business-Food mit wenig Aufwand

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Gesundes Business-Food mit wenig Aufwand

Lebensmittel sind in Deutschland vergleichbar preisgünstig und in guter Qualität auch beim Discounter erhältlich. Sogar Frischfisch und Feinkostspezialitäten mischen sich hier mittlerweile unter die Sortimente. Mit dem Verschwinden des klassischen Büro-Arbeitstages mangelt es vielen Berufstätigen im Alltag heute aber vor allem an einem für eine gesunde Ernährung wesentlichen Faktor – der Zeit.

Abseits von Nine-to-five-Jobs erfordert eine gesunde Ernährung durchaus eine gewisse Selbstdisziplin. Mit gutem Gewissen darf man hier insbesondere zu regionalen und saisonalen Lebensmitteln greifen. Wir zeigen dir, wie es klappt.

  1. Wer gut isst, arbeitet besser
  2. Vollkorn als echtes Powerfood
  3. Ernährungsempfehlungen für den Job-Alltag
  4. Kohlenhydrate als Energiebomben
  5. Gesund essen – auch unterwegs?
  6. Gesunde Ernährung mit gutem Gewissen
  7. Saisonal und regional

1. Wer gut isst, arbeitet besser

Eine ausgewogene Ernährung ist die Voraussetzung für eine optimale Leistungsfähigkeit im beruflichen Alltag. Dieser Zusammenhang wird von dem folgenden Richtwert verdeutlicht:

Etwa 15 Prozent der täglichen Energie werden vom Gehirn verbraucht.

Das Gehirn benötigt zum konzentrierten Arbeiten ausreichend Energie in Form von Zuckermolekülen. Diese Energie sollte dem Körper im Arbeitsalltag durch gesunde Lebensmittel und nicht durch stark zuckerhaltige Snacks, die auch schnell wieder verdaut sind, zugeführt werden.

2. Vollkorn als echtes Powerfood

Für eine kontinuierliche Versorgung mit Energie sind die sogenannten „guten“ Kohlenhydrate (wie etwa Vollkorn) empfehlenswerter als Produkte, die aus weißem Mehl und weißem Zucker hergestellt werden. Diese bewirken leider nur einen kurzfristigen Anstieg des Blutzuckerspiegels zur allgemeinen Leistungssteigerung.

Im Gegensatz dazu werden Speisen wie Vollkorn nur sehr langsam verdaut und versorgen den Körper dabei länger mit dem benötigten Zucker. Bleibt der Magen im Berufsalltag hingegen leer, führt dies zu einem Leistungstief mit den typischen Anzeichen wie Gereiztheit und Müdigkeit.

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3. Ernährungsempfehlungen für den Job-Alltag

In Sachen Ernährung gelten für alle die gleichen Empfehlungen – egal ob ein handwerklicher Job oder eine selbständige Geschäftsführertätigkeit ausgeübt wird. Wer körperlich arbeitet, hat grundsätzlich einen höheren Energiebedarf und kann daher auch mehr Kalorien zu sich nehmen. Auch in diesem Fall sollten jedoch gesunde Lebensmittel auf dem Speiseplan stehen.

Wenn man sich den Zusammenhang zwischen der Zufuhr von Nahrungsmitteln mit dem Anstieg des Blutzuckerspiegels und der daraus resultierenden Leistungssteigerung verdeutlicht, gibt es für den beruflichen Alltag nur eine Ernährungsempfehlung:

Bis zu fünf gesunde Mahlzeiten und Snacks zwischendurch versorgen den Körper mit ausreichend Energie.

4. Kohlenhydrate als Energiebomben

Dabei stellen kohlenhydratreiche Lebensmittel, die langsam verdaut werden und gut bekömmlich sind, kontinuierlich Glucose bereit. Der Blutzuckerspiegel durchläuft damit keine Ups and Downs, die wiederum Heißhunger verursachen, sondern bleibt relativ konstant.

  • „Gute“ Kohlenhydrate liefern Lebensmittel wie Vollkornbrot, Kartoffeln, Hafer oder Reis.
  • Für Vegetarier sind aus Soja hergestellte Lebensmittel wie Tofu mit ihrem hohen Anteil an ballaststoffreichen Kohlenhydraten und Protein eine gute Alternative zu gesunden Mahlzeiten mit magerem Fisch und Fleisch.
  • Auch Eiweiß steigert als Lebensmittelbestandteil die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit.

5. Gesund essen – auch unterwegs?

Viele Selbständige kommen nicht in den Genuss einer Kantine und sind beruflich oft unterwegs. Gesunde, regelmäßige Mahlzeiten anstelle von schnellen Snacks erfordern daher ein gewisses Maß an Selbstdisziplin im Alltag. Wer beruflich stark eingebunden oder viel unterwegs ist, deckt seinen Energiebedarf sehr gut mit bis zu fünf gesunden, kleineren Mahlzeiten am Tag.

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Gut für die schlanke Linie und für unterwegs ist dabei das gute alte Pausenbrot aus Vollkorn als Haupt- oder Zwischenmahlzeit mit einem Belag nach Wahl. Neben Pausenbroten lassen sich auch viele andere Speisen am Vortag fürs Büro oder für unterwegs zubereiten. Einige Ideen:

  • Salate mit Vollkornnudeln oder Kartoffeln
  • Suppen jeglicher Art
  • grüne Salate mit mariniertem Tofu
  • vorgekochte Kartoffeln mit Dips

Als idealer Helfer fürs Büro hat sich die Mikrowelle bewährt, in der sich auch gesunde Gerichte wie Geflügel mit Brokkoli als gesunder Low-Carb-Klassiker unkompliziert erwärmen lassen. Gesunde Lebensmittel mit kurzer Garzeit wie Fischfilets, Steaks, Gemüse oder Eierspeisen eignen sich für ein leicht bekömmliches, schnelles Mittagsgericht vom Herd.

Eine echte Herausforderung stellt es dabei nicht etwa dar, sich im stressigen Arbeitsalltag gesund zu ernähren, sondern ungesunden und schnell verfügbaren Snacks unterwegs zu widerstehen.

 

6. Gesunde Ernährung mit gutem Gewissen

Regionale und saisonale Lebensmittel sind die ideale Wahl für eine gesunde Ernährung im beruflichen Alltag. Dabei gibt es viele gute Gründe für eine Verwendung von regional oder saisonal verfügbaren Produkten:

  • günstige Preise für Gemüse oder Obst der Saison
  • kurze Transportwege direkt vom Erzeuger auf den Tisch
  • Unterstützung regionaler Lebensmittelproduzenten

Egal ob Blumenkohl, Spargel oder Tomate – Gemüse aus heimischem Anbau ist nicht nur gesund, sondern eignet sich für eine Vielzahl kreativer Gerichte. Zu den heimlichen Stars unter den Gemüsen gehört mit seiner in Deutschland mittlerweile verdoppelten Anbaufläche der Kürbis: Butternuss, Hokkaido und Muskatkürbis sind im Herbst überall erhältlich.

7. Saisonal und regional

Der Kauf regionaler Lebensmittel fördert den Erhalt von landwirtschaftlichen Betrieben im ländlichen Raum. Viele Lebensmittel wie Tomaten schmecken in der Saison einfach besser und sind dann auch bei regionalen Erzeugern günstig erhältlich. Im beruflichen Alltag bedeutet die Verwendung von regional verfügbaren Lebensmitteln auch ein Stück Verantwortung: Welcher Unternehmer wünscht sich nicht, dass auch seine eigenen Dienstleistungen oder Produkte regional geschätzt und verkauft werden?

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