Digitalisierung: Auf diese Software setzen Steuerberater

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Die jährliche Steuererklärung stellt viele kleine oder mittlere Unternehmen vor eine echte Herausforderung. Kein Wunder, kennt man als Laie doch nicht alle Tricks und Kniffe, mit denen die Steuerlast gemindert werden kann. Hilfe gibt es vom Steuerberater. Doch welche Mittel und Wege hat dieser, die Steuerlast seines Mandanten zu ermitteln? Und kann man seine Steuererklärung als Unternehmer auch selbst machen?

Die bekannteste Steuer-Software

Ob Unternehmer oder Steuerberater – zur Übermittlung aller jährlichen Einnahmen sind Softwarelösungen unverzichtbar. Am bekanntesten dürfte wohl das Dienstleistungsportal Elster sein. Dieses ermöglicht eine elektronische Vermittlung von Einkommenssteuererklärungen und Umsatzsteuererklärungen direkt an das Finanzamt.

Ein großer Vorteil dabei: Die staatliche Steuersoftware arbeitet mit vielen Programmen zusammen. Die einzelnen Schnittstellen können so genutzt werden, um das ganze Jahr über regelmäßig Einnahmen und Ausgaben gegenüberzustellen und diese dann pünktlich an das Finanzamt zu übermitteln. Bekannte Programme sind DATEV, ADDISON, Lexware, Stotax, ROSESOFT, hmd, Agenda und BMD. Letzteres splittet sich beispielsweise auf in unterschiedliche Softwarelösungen für Unternehmer und Steuerberater. Abgedeckt werden die Bereiche Lagerlogistik, Finanzbuchhaltung, Kostenstellen-/Kostenträgerrechnung, Bilanz, Lohnbuchhaltung, Anlagenbuchhaltung und Dokumentenmanagement.

Kann ich meine Steuererklärung selbst machen?

Dank zahlreicher Programme und Softwarelösungen scheint es immer einfacher, seine Steuererklärung selbst zu erledigen. Doch Vorsicht: Wer nicht weiß, was man alles von der Steuer absetzen kann, kann ordentlich ins Fettnäpfchen treten. Versäumt man es etwa, seinen Firmenwagen abzuschreiben, kann dies schnell eine höhere Steuerlast bedeuten. Auch verschiedene Versicherungen können von der Steuer abgesetzt werden. Dies kann eine Ersparnis von mehreren Hundert bis hin zu einigen Tausend Euro ausmachen.

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Was sollte eine Steuerberater-Software können?

Möchte man einen Steuerberater meiden, ist es umso wichtiger, auf ein hochwertiges Steuerberater-Programm zu setzen. Experten empfehlen, bei einer entsprechenden Software in Steuerkanzleien auf folgende acht Leistungsmerkmale zu achten:

  1. Lohn- und Gehaltsabrechnung
  2. Finanzbuchhaltung und Rechnungswesen
  3. Jahresabschluss und Steuern
  4. Kanzleiorganisation inklusive Mandantenverwaltung
  5. Archivierung und sicherer Austausch von Dokumenten
  6. Mobiles Arbeiten für Steuerberater/Wirtschaftsprüfer
  7. Schnittstellen (z. B. ELSTER)
  8. Prüferzugänge für Finanzamt, Rentenversicherung etc.

Was kann von der Steuer abgesetzt werden?

Freelancer und Selbständige müssen bei der Steuererklärung besonders aufpassen, denn sie haben ein hohes Einsparpotenzial bei der Steuer. Alle Kosten, die durch die Arbeit entstehen, können von der Steuer abgesetzt werden. Telefon- und Internet-Gebühren sind die bekanntesten Beispiele für Betriebskosten, die vollständig in der Steuererklärung angegeben werden können. Aber auch beruflich genutzte Räume in der Privatwohnung können steuerlich geltend gemacht werden, ebenso wie betrieblich genutzte Fahrzeuge, Webseiten, Blogs und Foren sowie die Softwarekosten, die für die Erstellung professioneller Rechnungen anfallen.

Auch folgende Ausgaben können in der Steuererklärung angegeben werden und sich mindernd auf die Steuerlast auswirken:

  • Verpflegungsmehraufwand auf Dienstreisen
  • Rücklagen für teure Neuanschaffungen (AfA)
  • Fachliteratur
  • Fort- und Weiterbildungskosten

Eine gute Software weist auf die entsprechenden Möglichkeiten hin und zeigt, wo es Einsparpotenzial gibt. Somit ist bereits die Wahl der Steuer-Software der erste Schritt hin zu einem erfolgreichen Unternehmer- oder Steuerkanzlei-Leben.

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