Netflix, Prime & Co: So klimaschädlich ist Streaming wirklich [Studie]

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Netflix, Prime & Co: So klimaschädlich ist Streaming wirklich [Studie]
Bild: YTCount - unsplash.com

Mit ihrem riesigen Angebot an Filmen, Serien und Eigenproduktionen gehören Netflix und Amazon Prime zu den erfolgreichsten Streamingdiensten der Welt – und sie verleiten nur so zum Binge Watching. Viele Zuschauer schauen ihre Lieblingsserien dort ununterbrochen und verbringen oftmals viele Stunden vor Handy, Laptop oder Fernseher. Das Streaming von Videos ist mittlerweile für den größten Anteil des weltweiten Traffics verantwortlich – und auch für die dadurch verursachten CO2-Emissionen.

Quelle: statista.com

Weniger Binge Watching für mehr Klimaschutz: Diese Forderung ist nicht weit hergeholt. Eine Studie des französischen Think Tank „The Shift Project“ fand nun Folgendes heraus:

Eine halbe Stunde Videostreaming verursacht genauso viele CO2-Emissionen wie eine Autofahrt von 6,3 Kilometern.

Maxime Efou-Hess, ein Experte des Projekts erklärte, dass während dieser halben Stunde 1,6 Kilogramm CO2 produziert werden. 34 Prozent des weltweiten Online-Datenverkehrs entfielen demnach auf die großen und stark wachsenden Streaming-Dienste von Netflix, Amazon oder Hulu.

Nun könnte man ja einwenden, dass Streaming sogar gut für das Klima ist. Schließlich muss man dafür nicht extra ins Kino fahren oder verpackte DVDs kaufen. Doch dieses Argument zieht schon lange nicht mehr. Laut Untersuchungen von Shift Project hätten die Emissionen, die durch Streamingdienste im vergangenen Jahr weltweit verursacht wurden, etwa jenen von ganz Spanien entsprochen. Diese Menge würde sich demnach in den kommenden sechs Jahren verdoppeln.

Auch Gary Cook von der Umweltschutzorganisation Greenpeace weist darauf hin, dass Videos in immer höheren Auflösungen verfügbar seien und damit sowohl in Rechenzentren, als auch beim Nutzer mehr Strom verbraucht werde.

EXTRA: Konkurrenz für Netflix und Amazon: Comcast kommt!

Was kannst du also tun?

Grundsätzlich ist es ratsam, eine geringere Video-Auflösung zu nutzen. Dies spart nicht nur Daten, sondern auch Strom. Außerdem sollte man beachten, dass der Stromverbrauch mit zunehmender Bildschirmgröße steigt. Am klimaschädlichsten ist es, HD-Filme auf dem Smartphone über das mobile Netz zu schauen, da dies am meisten Strom verbraucht.

Quelle: Teleschau

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