Moral versus Mammon: Gibt es noch Werte in der Wirtschaftswelt?

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Fotolia_9756854_XSGerade in dieser wirtschaftlichen Zeit, wo kaum noch Vertrauen in die Banken, Manager, Vorstände, Verkäufer etc. besteht, werden Werte immer wichtiger für die Unternehmen. Es muss fast eine Wandlung entstehen, vom „zu schnellen Geld“ hin zu werteorientierten Unternehmen und Mitarbeitern.

Gerade in einer Zeit, in der sich alles sehr schnell ändert, kann man sich an Werten festhalten; und mit Werten kann man sich identifizieren und darauf aufbauend seine Entscheidung treffen.

Offensichtlich ist, dass wir in einer Zeit des Wertewandels leben. Daher ist es wichtig, seine Werte in der Führung einzusetzen.

1. Werte verkörpern

Eigentlich ist ein Wert nicht greifbar und daher ist es wichtig, dass man versucht, einem Wert eine Gestalt und Form zu geben. Dies kann nur über das Produkt, die Mitarbeiter und den Service geschehen. Dementsprechend müssen diese gewisse Kriterien erfüllen:

      • Qualität von Produkten und Service
      • Führungsverantwortung
      • Respektvolle Behandlung der Kunden und Mitarbeiter
      • Kompetenz der Mitarbeiter
      • Freundlichkeit der Mitarbeiter

Aus diesen Kriterien kann man schließen, dass die unmittelbare Verkörperung der Werte eines Unternehmens durch Produkt und Mitarbeiter für den Kunden bei Weitem die wichtigste Informationsquelle über die Werte einer Marke und damit auch eines Unternehmens sind.

2. Werte leben

Wichtig ist aber nicht nur die Werte zu verkörpern, sondern sie auch zu leben. Das funktioniert nur, wenn diese Wertekultur von der Unternehmensführung aus gelebt wird und sich bei den Mitarbeitern in der Führung und im Handeln durchsetzt.

Und das wird sie, denn ein werteorientiertes Leben und Handeln schafft Vertrauen – nicht nur bei den Mitarbeitern, sondern vor allem auch bei den Kunden. Die Werte werden auch glaubhaft.

In diesem Zusammenhang dominieren drei Wahrnehmungsfelder bei den Mitarbeitern:

    • Wie sieht der Umgang mit der Umwelt aus?
    • Wie geht man mit seinen Mitarbeitern/Kunden um?
    • Ethik
  • Gelebtes Leitbild (Werte) des Unternehmens

3. Werte vermitteln

Werte werden natürlich auch in den klassischen Kommunikationskanälen einer Marke oder einer Firma vermittelt, zum Beispiel im Design, beim Sponsoring, durch Leitbilder und Prospekte, im Internet und in der Werbung.

Wenn die in diesen Kanälen vermittelten Werte kongruent sind mit jenen, welche in Produkt, gelebter Unternehmenskultur durch die Mitarbeiter und Service verkörpert werden, und in jenen, die das Unternehmen lebt, können diese Botschaften eine massive Verstärkung des Markenwertes sein.

Gerade in der Führung wird es nur noch über die Werte gehen, denn wann bleibt ein High Potential Mitarbeiter?

(Bild: © Adrian Niederhäuser – Fotolia.com)

Ulrike Knauer
Dipl. Betriebswirtin (FH) Ulrike Knauer verfügt über 20 Jahre Erfahrung in Marketing und Verkauf sowie im Marktaufbau als Geschäftsführerin. Sie ist seit mehr als fünf Jahren selbständige Beraterin und Trainerin.

1 Kommentar

  1. Bei Unternehmer geführten Unternehmen ist es möglich über Moral und Ethik zu sprechen. Problematisch ist es aber bei größeren AG. Die Vorstände haben nicht langfristige Verträge und haben daher wenig Interesse langfristige Werte zu generieren. Die Shareholder sind meist Großinvestoren, die ihr Geld da investieren wo kurzfristig Gewinne zu erwarten ist. So stehen langfristige Werte nicht im Vordergrund.

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