Unglücklich im Job? Werde zum Intrapreneur

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Unglücklich im Job? Werde zum Intrapreneur
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Selbstverwirklichung steht heutzutage bei vielen Angestellten ganz oben auf der Liste ihrer Karriereziele.

Um seine eigenen Ideen zu verwirklichen, muss man jedoch nicht unbedingt ein eigenes Unternehmen gründen und unternehmerisches Risiko tragen. Wenn wir an erfolgreiche Unternehmer denken, denken wir oft an junge Gründer, die sich brillante Ideen ausdenken und diese auf den Markt bringen. Doch mehr als 70 Prozent der größten Innovationen der letzten 30 Jahre wurden von Mitarbeitern geschaffen, die durch Intrapreneurship bekannt wurden. Hier erfährst du, wie du dich als Intrapreneur selbst verwirklichst.

Was ist ein Intrapreneur?

Der Intrapreneur ist ein Mitarbeiter, der wie ein unternehmensinterner Unternehmer agiert. Intrapreneurship beschreibt also das unternehmerische Verhalten von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Unternehmen.

Für den Mitarbeiter eines Unternehmens bedeutet Intrapreneurship eigenverantwortliches Handeln, wie ein Unternehmer zu denken und die in einem weiten Rahmen selbst gesetzten Ziele engagiert zu verfolgen.

Was halten Arbeitgeber von Intrapreneuren?

Die meisten Unternehmen würden es wahrscheinlich bevorzugen, mehr Mitarbeiter zu haben, die unternehmerischer denken und Intrapreneure zu fördern. Der Trend geht eindeutig Richtung größerer interner Innovationen.

Arbeitgeber, die Intrapreneurship willkommen heißen, unterstützen kreative Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Schulungen und einem gezielten Coaching, damit sie den an einen Intrapreneur gestellten Anforderungen im Ganzen gerecht werden können.

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Wie sollten Menschen mit innovativen Ideen ihre Arbeitgeber überzeugen?

Erzähle deinem Chef nicht direkt von deiner Idee – es sei denn, du bist dir absolut sicher, dass es eine wirklich gute Idee ist. Unternehmen sind selten in der Lage, sich mit Ideen zu befassen, die Unklarheiten mit sich bringen. Bevor du die Idee deinem Chef präsentierst, solltest du also alle Unklarheiten überprüfen.

Es wäre falsch, gleich eine Cashflow-Prognose zu erstellen, die alle Annahmen abdeckt und sie dann dem Chef weiterzugeben, um nach Mitteln zu fragen. Solche Prognosen sind richtig für reife Ideen, aber absolut falsch für unreife. Das Problem dabei ist, dass die Daten für deine Innovation noch gar nicht existieren. Reid Hoffman, der Gründer von LinkedIn sagte:

„Man kann keine finanzielle Prognose machen, wie jemand auf ein Produkt reagieren wird, wenn niemand das Produkt gesehen hat.“

Intrapreneur zu sein, ist nicht immer einfach. Steve Wozniak wurde bei Hewlett-Packard für seine Idee, die später zu Apple wurde, fünfmal abgelehnt. Eine neue Idee wird Widerstand erzeugen. Du solltest lernen, nicht jede Barriere als Grund zu sehen, aufzugeben, sondern als ein weiteres zu lösendes Problem.

Dieser Artikel wurde von Richard Eisenberg auf Englisch verfasst und am 17. Dezember 2019 auf forbes.com veröffentlicht. Wir haben ihn für euch übersetzt, damit wir uns mit unseren Lesern zu relevanten Themen austauschen können.

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