Selbstmotivation lernen: In 7 Schritten jedes Ziel erreichen

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Selbstmotivation lernen: In 7 Schritten jedes Ziel erreichen

Selbstmotivation lernen: In 7 Schritten jedes Ziel erreichen

Zu Beginn jeden Jahres setzen sich 87 Prozent aller Erwachsenen ambitionierte Ziele, die sie in den darauffolgenden zwölf Monaten erreichen wollen. Eine deutliche Umsatzsteigerung, einen höheren Gewinn, privat eine noch bessere körperliche Fitness … du kennst das.

Um die Chance zu erhöhen, diese Ziele auch zu erreichen, werden sie schriftlich fixiert, konkretisiert und positiv formuliert. Gelernt ist gelernt. Und dennoch: Im Verlauf des Jahres sinkt der anfängliche Enthusiasmus und die Ziele verlieren ihren Glanz, geschweige denn, dass sie am Ende des Jahres erreicht wurden. Von Effizienz kann bei diesem alljährlichen Sisyphusakt keine Rede sein. Effizient wäre es, wenn nicht wir uns immer wieder für unsere Ziele motivieren müssten, sondern wenn unsere Ziele uns motivieren würden.

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Wie man hohe Ziele mit Leichtigkeit erreicht ist eine Frage der Herangehensweise und grundlegender Erfolgsprinzipien. Erfahren habe ich diese Prinzipien unter anderem während meiner Bergexpeditionen zu den höchsten Gipfeln unserer Kontinente (7 Summits), erfunden habe ich sie jedoch nicht. Sie gelten universell, global und unabhängig davon, ob sie sich auf den beruflichen, unternehmerischen oder privaten Bereich beziehen. Viele Menschen, besonders jene mit sehr ambitionierten Zielen, arbeiten mit diesen Prinzipien, die sich wie folgt zusammenfassen lassen:

  1. Zielklarheit
  2. Fokussierung
  3. Support
  4. Achtsamkeit
  5. Intuition
  6. Etappenziele feiern
  7. Nachhaltigkeit

1. Zielklarheit

Die Chance, ein Ziel zu erreichen, das man sich nur halbherzig gesetzt hat, ist relativ gering. Damit ein Ziel trägt, sollte es zu der persönlichen oder unternehmerischen Situation, den Werten, Potenzialen und Wünschen passen. Denn eines ist klar: dass es auf dem Weg zum Ziel auch mal eng und schwierig wird. Und nur wenn dein Ziel mit deinen Werten und Wünschen übereinstimmt und eine hohe Anziehungskraft hat, rettet dich das auch über schwierige Situationen hinweg. Ein Ziel trägt, wenn es nicht nur rationale Gründe dafür gibt, sondern wenn auch emotional ein klares Ja für dieses Ziel spricht.

Mein Tipp: Wenn wir herausfinden wollen, was wir wirklich wollen, müssen wir als erstes unseren Kopf ausschalten.

 

2. Fokussierung

Natürlich hast du neben der Erreichung deines Zieles auch andere Dinge zu tun. Dringliche Dinge, operative Tätigkeiten, viele kleine Baustellen, um die du sich kümmern musst. Die Frage ist:

Was kannst du vernachlässigen und loslassen, um deinem Ziel eine Chance zu geben?

Denn um in ein neues Ziel Energie zu investieren, müssen wir an anderer Stelle Energie einsparen. Die Zauberformel für diesen Schritt heißt, im richtigen Moment „nein“ zu sagen. Mach dir bewusst, wo deine Energie hineinfließt oder wo deine Energie genommen wird, ohne dass es produktiv ist. Wir haben täglich mit jeder Menge Energieräuber zu tun, die uns Stress bereiten, seien es Mails, Telefonate oder auch Mitmenschen, die uns den letzten Nerv rauben.

Mein Tipp: Ein Nein im richtigen Moment ist ein Ja zu deinem Ziel.

3. Support

Als Unternehmer weißt du, dass man Ziele nur gemeinsam erreichen kann. Im Hinblick auf dein Ziel ist die Auswahl des Teams der wichtigste Schritt. Denn täglich konfrontieren uns Mitarbeiter und Freunde damit, ob wir ihnen unsere Zeit schenken, uns ihr Angebot anhören, ein gemeinsames Projekt realisieren wollen. Deswegen ist es wichtig, zu analysieren, wer in dein Support-Team gehört, wer nicht. Welche Kontakte sind nett, aber nicht zielführend, und gibt es gar Menschen, die dir auf deinem Weg zum Ziel Steine in den Weg legen?

Mein Tipp: Schenk den Menschen deine Zeit, die dich inspirieren und unterstützen. Pfleg dein Supportteam und sag einfach einmal „danke“.

4. Achtsamkeit

Gerade Achtsamkeit ist eine grundlegende Disziplin, ohne die kein ambitioniertes Ziel erreicht werden kann.

Achtsamkeit bedeutet hinzuschauen und zu verstehen.

Nur wer ein hohes Verständnis entwickelt, kann sich selbst und sein Team steuern. Achtsamkeit bezieht sich auf unsere Gedanken, Gefühle, auf unseren Körper und auf die Wahrnehmung anderer Menschen. Nur mit einer Haltung der Achtsamkeit können wir Ressourcen im Blick behalten und dann abrufen, wenn es darauf ankommt.

Mein Tipp: Take care for yourself! Nur wenn du selbst ein hohes Energielevel hast, kannst du dich und dein Team täglich aufs Neue begeistern.

5. Intuition

Der Kopf denkt, der Bauch lenkt. Besonders in schwierigen Situationen, wenn wir schnell entscheiden müssen und wenig Information haben, ist ein guter Zugang zu unserer Intuition von unschätzbarem Vorteil. Denn Intuition reagiert sehr viel schneller, als unser Verstand, allerdings artikuliert sie sich häufig unklar. Doch man kann lernen, die Sprache der Intuition zu verstehen.

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Körperliche Signale wie Bauchgrummeln sind Anzeichen dafür, dass uns etwas nicht gefällt. Rationale Argumente dagegen halten sich an Fakten. Unsere Aufgabe ist es, unsere Intuition und unseren Verstand auf Augenhöhe zu bringen. Dann sind wir auch in brenzligen Situationen fähig, gut und schnell zu entscheiden.

Mein Tipp: Gib deiner Intuition eine Stimme, indem du fragst: Was sagt mein Gefühl dazu?

6. Etappenziele feiern

Feier nicht nur die ganz großen Ziele, sondern auch deine Zwischenziele. Feiern sollte kein Luxus sein, sondern von vornherein in die Zielplanung mit einbezogen werden. Denn Erfolge zu feiern ist eine Zeit des Rückblicks, um sich das Erreichte bewusst zu machen und uns selbst und das ganze Team auf das nächste Level heben zu können. Das gemeinsame Feiern stärkt den Zusammenhalt, lädt Motivationsakkus wieder auf und lässt dich Anlauf nehmen für die nächste Etappe.

Mein Tipp: Bei der Zielplanung genügend Zeit zum Feiern einräumen: Kein Ziel ohne feiern!

7. Nachhaltigkeit

Wir können von Erlerntem dann am besten profitieren, wenn wir es innerhalb kurzer Zeit in die Praxis umsetzen. Langfristige Veränderungen kann nur durch eines erreicht werden: durch wiederholtes Tun.

Mein Tipp: Frag dich regelmäßig, ob du noch auf dem richtigen Weg bist, um dein Ziel zu erreichen.

Die skizzierten Prinzipien sind Teil einer übergeordneten Strategie und greifen ineinander. Wenn alle Prinzipien in Balance sind, wirst du auch hohe Ziele mit Leichtigkeit erreichen.

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