5 Aufmerksamkeitskiller, die deine Rede ruinieren

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5 Aufmerksamkeitskiller, die deine Rede ruinieren

5 Aufmerksamkeitskiller, die deine Rede ruinieren

Redundanz ist der Aufmerksamkeitskiller Nr. 1.

Wenn ein Satz oder ein Wort gestrichen werden können, ohne dass die Rede an Bedeutung verliert, dann lass sie weg. Mit diesem einen Wort fällt schon die Aufmerksamkeit. Daher solltest du dich nur auf das Wesentliche konzentrieren und auf leere Floskeln verzichten.

Der 2. Aufmerksamkeitskiller ist die Nutzung von Wörtern wie Redundanz.

Insofern du keine Rede auf einer wissenschaftlichen Konferenz hältst, solltest du auf die Bildungssprache verzichten. 20% deiner Zuhörer kennen nicht mal die Bedeutung des Wortes und die restlichen 80% werden spätestens bei einer Aneinanderreihung von einem bildungssprachlichen Jargon die Kernaussage nicht verstehen.

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Die Nutzung von vielen Fachbegriffen kann 3 Gründe haben

  • Der Redner hat die Materie selbst nicht ganz verstanden und möchte sein Unwissen hinter den ganzen Fachbegriffen verstecken.
  • Der Redner möchte sein Fachwissen für sich behalten und hat kein Interesse, dass es sein Publikum versteht.
  • Der Redner möchte besonders intellektuell wirken.

Dem Redner, auf den der erste Grund zutrifft, schenkst du kein Vertrauen. Mit Rednern, auf die die zwei anderen Gründe zutreffen, will keiner zusammenarbeiten.

Wenn du ein Experte bist, der anderen wirklich mit seinem Fachwissen weiterhelfen will, wirst du mit Sicherheit eine dem Publikum nahe Sprache benutzen, damit sich dieses voll auf die Inhalte konzentrieren kann und nicht unnötig abgelenkt wird.

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Fakes und Charakterlosigkeit sind ein No-Go

Der Aufmerksamkeitskiller Nr. 3 ist die fehlende Authentizität.

Wenn Menschen etwas vorgespielt bekommen wollten, würden sie sich für eine Theatervorstellung entscheiden und nicht für deine Rede! Wenn du dich so interessant findest, dass du nicht du selbst bist, wieso sollten dann andere dich interessant finden? Sei du selbst und fokussiere dich darauf, in einem Bereich eine Autorität zu werden.

Autoritäten erhalten schon zu Beginn einen Aufmerksamkeitsbonus.

Wenn du krank bist, gehst du auch zu einem Doktor, anstatt auf die Ratschläge aus den Suchergebnissen bei Google zu hören, weil Google keine Autorität hinsichtlich deiner Gesundheit hat.

Eine Autorität ist aber nur etwas wert, wenn du nur über den Bereich sprichst, in dem du die Autorität hast. Ansonsten schenkt dir keiner Vertrauen.

Neben den Stärken sorgen auch die Schwächen für Aufmerksamkeit, wenn du sie entsprechend betonst. Gehört zu deinen Schwächen Unordnung, so teile deinem Publikum mit, dass du ein geborener Messi bist, nur das Fußballspielen klappe noch nicht so richtig. Wenn du an passender Stelle Schwächen gekonnt eingestehst, kannst du damit sogar Sympathiepunkte sammeln.

Jokes und Storytelling sind Aufmerksamkeitsbooster

Wer sich selbst nicht zu ernst nimmt, kommt beim Publikum sympathischer rüber.

Abgehobenheit und Eigenlob sind der Aufmerksamkeitskiller Nr. 4.

Wer ein herausragender Experte auf dem Gebiet ist, muss das nicht extra noch erwähnen, weil das alle Wissen. Stattdessen solltest du dich darauf konzentrieren, wie du dein Expertenwissen möglichst gut übermittelst.

Deine Rede sollte unbedingt humorvoll sein.

Mit jedem Witz geht die Aufmerksamkeit automatisch nach oben. Selbst wenn du als Zuhörer während einer Rede gerade auf deinem Handy deine Mails checkst und nicht zuhörst, wirst du dich fragen, weshalb der ganze Saal immer mal wieder lacht. Deine Reaktion: Du wirst neugierig und hörst plötzlich wieder zu! Das heißt jetzt nicht, dass du gleich Komiker werden musst, aber versuche, auch humorvolle Stellen in deine Rede einzubauen.

Neben humorvollen Elementen solltest du auch auf Storytelling zurückgreifen. Leute hören gerne spannende Geschichten, insbesondere wenn noch bekannte Menschen in diesen auftreten. Berühmtheiten genießen Vertrauen. Allein durch die Nennung bekannter Personen, kannst du etwas von diesem Vertrauen auf dich übertragen. So gewinnen deine Aussagen für dein Publikum an Wert.

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Einzigartigkeit ohne Verwechselungsgefahr

Du musst dir ein Alleinstellungsmerkmal anlegen, das an keinen anderen Redner erinnert.

Wenn du dein Publikum an eine andere Person erinnerst (Aufmerksamkeitskiller Nr. 5), geht die Aufmerksamkeit in die Richtung der Person, an die du einen erinnerst.

Um das zu vermeiden, stell dir vor, jemand würde dich parodieren wollen. Wenn schon nach wenigen Sekunden klar ist, dass dich jemand parodiert, dann sind deine Alleinstellungsmerkmale genügend ausgeprägt, ansonsten solltest du noch daran arbeiten. Ob sich die Alleinstellungsmerkmale auf dein Äußeres oder/und auf deinen Kleidungstil, Sprachstil usw. beziehen, ist zweitrangig.

Wären Niki Lauda ohne sein Cap, Angela Merkel ohne die Merkel-Raute und Oliver Kahn ohne seine exzentrische Art nicht ein wichtiges Merkmal los?

Jetzt liegt es an dir, die Aufmerksamkeit für deine Inhalte zu gewinnen.

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