Richtig präsentieren: 6 Tipps für Powerpoint-Präsentationen

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Kennst du das? Langweilige Vorträge und Präsentationen mit unzähligen, überfrachteten Folien, deren Inhalte stumpf abgelesen werden, irritierende Animationen, kaum lesbare Grafiken. Powerpoint ist ein gutes Hilfsmittel, um Informationen zu visualisieren, und eignet sich auch für Präsentationen vor großem Publikum. Doch das Medium muss richtig verwendet werden.

Checkliste: Absolute No-Gos bei einer Präsentation

Für alle, die wissen wollen was man auf gar keinen Fall in einer Powerpoint-Präsentation machen sollte:

>> 10 Todsünden bei einer Powerpoint-Präsentation

Und für alle, die wissen wollen, wie es richtig geht: 6 Tipps für den Umgang mit Powerpoint-Präsentationen:

  1. Der Mensch im Mittelpunkt – die Technik als Hilfsmittel
  2. Powerpoint-Präsentation: Weniger ist mehr
  3. Sorge für Abwechslung
  4. Nutze eine Fernbedienung
  5. Mit Powerpoint präsentieren: Flexibilität durch Tastenkürzel
  6. Die Präsentation: Halte ein Notprogramm für technische Pannen bereit

1. Der Mensch bei Powerpoint im Mittelpunkt – die Technik als Hilfsmittel

  • Die Persönlichkeit des Redners darf nicht durch die Technik verdrängt werden. Suche zu Beginn den direkten Kontakt zum Publikum und starte erst dann die Bildschirmpräsentation deiner Powerpoint Folien.
  • Auch während der Präsentation solltest du bewusst die Powerpoint-Show unterbrechen, um die Aufmerksamkeit zurück auf deine Person zu lenken.
  • Achte auf Blickkontakt und halte dich nicht an den Folien fest.
  • Platziere das Notebook so, dass du gleichzeitig das Display kontrollieren und dein Publikum während der Präsentation anschauen kannst.

2. Powerpoint Folien: Weniger ist mehr

  • Was du bei Powerpoint unbedingt bei den Folien vermeiden solltest:
  • umfangreiche Texte
  • verspielte Animationen
  • zu viele Farben
  • zu viele Bilder
  • Du solltest es einfach nicht mit den Folien übertreiben. Lass deine Worte und Bilder wirken und nimm dir Zeit für dein Publikum.

3. Sorge für Abwechslung bei PowerPoint

  • Unterbrich deine Bildschirmpräsentation und wechsle bewusst das Medium.
  • Wähle einen anderen Standort, erzähle eine Geschichte, leite eine kleine Diskussion ein oder nutze das Flipchart. So schaffst du dramaturgische Effekte.

4. PowerPoint: Nutze eine Fernbedienung

  • So kannst du dich während der Präsentation frei im Raum bewegen und hast mehr Freiheiten für einen Medienwechsel.
  • Sinnvoll kann auch der Einsatz einer Fernbedienung mit integriertem Laserpointer sein.

5. Mit Powerpoint präsentieren: Flexibilität durch Tastenkürzel

Präsentationen mit Powerpoint bieten dem Nutzer ein hohes Maß an Flexibilität. Präge dir folgende Tastenkürzel ein, die bei geplanten und unge­planten Unterbrechungen deiner Präsentation hilfreich sind:

  • „w“ eintippen = weißer Bildschirm
  • „b“ eintippen = schwarzer Bildschirm
  • „Foliennummer + Enter“ eintippen = zur gewünschten Folie wechseln

So kannst du auf Fragen aus dem Publikum schnell reagieren. Auch bei kurzfristigen organisatorischen Änderungen, z.B. der Verkürzung von Redezeiten, bleibst du flexibel.

6. Die Präsentation: Halte ein Notprogramm für technische Pannen bereit

  • Zusätzlich zu deinen Folien solltest du stets ein Handout für Pannen zur Hand haben.
  • Alternativ können auch Overhead-Folien genutzt werden.

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Andreas C. Fürsattel
Der Dipl. Betriebswirt Andreas C. Fürsattel unterstützt und begleitet seit nunmehr 20 Jahren eine Vielzahl von KMU und Franchisesysteme bei deren Unternehmens- und Mitarbeiterentwicklung. Nach beruflichen Stationen als Vertriebsleiter in der Finanzdienstleistungsbranche und kaufmännischer Geschäftsführer einer regionalen Linienfluggesellschaft, ist er seit 2002 Geschäftsführender Gesellschafter von BEITRAINING® International. Im Dezember 2016 erschien sein erstes Buch mit dem Titel "Mitarbeiter im Fokus".

3 Kommentare

  1. Selten so gelacht bei Punkt 6, in den letzten Jahren habe ich nirgendwo noch einen Overhead-Projektor gesehen. Auch 1 Hand-out bei einem größeren Auditorium ist der Lacher

  2. Gute Tipps, gute Richtschnur. Gerade das Thema „stumpfes Ablesen“ ist essentiell, wie sich einmal bei einem Radio Day zeigte, wo die Referentin einer großen deutschen Überwerbeagentur auch jedes „bitte umblättern“ mit vorlas – die ganzen 25 Seiten lang …

  3. Die Tipps halte ich auch für interessant im schulischen Kontext, vor allem wenn man bedenkt, dass Schüler/innen einmal die Schule verlassen. Natürlich bleibt wichtig, nicht sklavisch, sondern spielerisch mit Empfehlungen umzugehen.

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