Creative Thinking: 5 Tipps, um kreativer zu denken

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Creative Thinking: 5 Tipps, um kreativer zu denken

Creative Thinking: 5 Tipps, um kreativer zu denken

Unternehmertum erfordert:

  • Leidenschaft
  • Entschlossenheit
  • Hartnäckigkeit
  • Innovation

Die Führung eines kleinen oder mittleren Unternehmens verlangt eine ebenso große Portion Mut und eine Prise Wahnsinn. Das wichtigste Attribut sollte jedoch die Kreativität sein.

EXTRA: So überwindest du eine kreative Blockade [Infografik]

Kreatives Denken ist eine Form, Probleme und Situationen aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Häufig wird von dem „über den Tellerrand hinaus denken“ gesprochen. Es geht darum, das Normale, das Alltägliche, die naheliegendste Lösung zu vermeiden. Stattdessen solltest du dir innovative Wege zur Lösung eines Problems ausdenken.

Kreatives Denken kann auch darin bestehen, Muster zu sehen, die für andere nicht sichtbar sind und Verbindungen zwischen Menschen, Produkten und Konzepten herzustellen, die noch niemand zuvor erahnt hatte.

Jeder hat das Potenzial, kreativ zu sein.

Kreativität kann wie eine kaum lösbare Aufgabe erscheinen. Oft wird angenommen, dass Menschen entweder kreativ geboren sind oder nicht. Es ist jedoch durchaus möglich Kreativität und eine kreative Denkweise zu entwickeln. Jeder hat das Potenzial, kreativ zu sein; es muss nur genutzt, gepflegt und gestärkt werden.

Eine Möglichkeit ist die Förderung neuer neuronaler Verbindungen durch das Erlernen neuer Hobbys und das Üben von Herausforderungen. Das Erlernen einer neuen künstlerischen Form hat sich als eine der besten Methoden erwiesen, um kreative Fähigkeiten zur Problemlösung zu entwickeln. Diese Fähigkeit besitzt einen enormem Wert für die Führung eines Unternehmens.

EXTRA: 10 Tipps, wie großartige Ideen entstehen

Kreatives Denken in deinem Unternehmen anwenden

Es gibt auch andere Möglichkeiten, wie kreatives Denken entwickelt und in deinem eigenen Unternehmen angewendet werden kann. Im folgenden findest du fünf Tipps:

1. Setz deinen Denk-Hut auf

Kreatives Denken bedeutet, divergentes und konvergentes Denken zusammenzubringen:

  • Divergentes Denken findet viele Antworten auf ein Problem. Techniken wie Brainstorming und Mind Mapping sind effektiv, um das Alltägliche abzubilden, es zu eliminieren und dann neue Verbindungen und Muster zu sehen.
  • Konvergentes Denken hingegen bedeutet, die beste Lösung für ein Problem zu finden. Die sechs denkenden Hüte von De Bono sind hierfür eine gute Technik. Dabei haben Personen oder verschiedene Teammitglieder klar definierte Hüte oder Rollen. Diese können umgeschaltet werden, um die gleiche Situation aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Es ist eine großartige Technik, das parallele Denken zu trainieren. Diese Denkweise wird in Unternehmen und Organisationen angewendet, um die bestmögliche Lösung zu finden.

2. Iterationsverfahren

Kreatives Denken ist grundsätzlich ein zyklischer, nichtlinearer Prozess. Es geht darum, flexibel zu sein.

Passe die Lösung an das Problem an, anstatt eine Lösung zu erzwingen.

Iteratives Denken berücksichtigt unvorhersehbares Nutzerverhalten und Muster, indem es den Ansatz in jeder Phase des Prozesses anpasst. Iteratives Denken ist unvoreingenommen und offen für Möglichkeiten und Chancen.

3. Sei positiv

Wenn wir glücklich, zufrieden und engagiert sind, dann wird das Fantasienetzwerk, das Bereiche tief im präfrontalen Kortex und Temporallappen (mediale Bereiche) umfasst, aktiviert. Es ist dieser positive Geisteszustand, der den Impuls für den kreativen Flow gibt.

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4. Tagtraum

Erlaube dir die Freiheit, Tagträume zu haben. Wir sind so sehr darauf konditioniert zu glauben, dass wir Zeit verschwenden oder nicht produktiv sind, wenn wir untätig sind. Dabei ist das Gegenteil der Fall. Die Ideenschmiede kann in Tagträumen arbeiten und das ist oft der Anstoß für kreatives Denken.

5. Zusammenarbeiten

Einige Forscher betonten zwar, dass man nur Mitarbeiter finden sollte, die gleichgesinnt sind und auch bei Partnerschaften darauf achten sollte, dass es keinen Konflikt gibt, doch dies ist kontrovers. Es ist manchmal genauso wichtig, mit Menschen zusammenzuarbeiten, die nicht ganz mit dir einverstanden sind. Es ist die Diskussion, der Streit, die gegensätzliche Stimme, die auch helfen kann, unsere eigenen Überzeugungen und Werte zu verfeinern.

Eine effektive Partnerschaft, ob im wirklichen Leben oder im Geist, ist eine, die die kreativen Sinne stimuliert, den kreativen Geist fördert und einen stärkeren Glauben an unsere eigenen Ideen weckt.

Gib dir selbst Raum und Zeit zum Nachdenken

Der Schlüssel zum kreativen Denken liegt darin, den Raum und die Zeit zum Denken zu finden. Die Forschung hat eingehend über den Wert der Einsamkeit diskutiert, um kreatives Denken und Handeln zu fördern:

  • Ester Buchholz, Psychologin, Psychoanalytikerin und Autorin von „The Call of Solitude“, betonte, dass es notwendig sei, einige Zeit allein zu sein. In dieser Zeit können wir unsere Gedanken wandern lassen, Dinge herausfinden und zu innovativen Lösungen kommen.
  • Künstler und Schriftsteller wie Bergman und Hemingway haben sich lyrisch über die Notwendigkeit dieser Zeit geäußert. In dieser kann man seinen Emotionen direkt begegnen, sich allein mit seinen Gefühlen und Gedanken auseinandersetzen und mit ihnen leben, ohne sie ignorieren zu können, um etwas Schönes und Originelles zu schaffen.
  • Die Psychologen Long und Averill notieren in ihrer Arbeit „Solitude: An Exploration of Benefits of Being Alone“, dass man allein sein muss, um den Prozess der Selbsttransformation zu durchlaufen. In diesem fühlt man sich nicht selbstbewusst und ist nicht verpflichtet irgendwelche Rollen zu spielen. Man hat Zeit und Raum sich auf seine Gedanken zu konzentrieren.
  • Einstein sprach über lange Spaziergänge, bei denen er zuhören konnte, was in seinem Kopf vor sich ging. Kafka schrieb über das Stillsitzen. Picasso betonte, dass ohne Einsamkeit keine ernsthafte Arbeit möglich ist.

EXTRA: 5 Tipps, wie du durch qualitative Pausen produktiver wirst

Es ist wichtig, jeden Tag eine reguläre Zeit zu finden, um etwas Kreatives zu machen, einen Spaziergang zu unternehmen oder einfach die Füße auf den Schreibtisch zu legen, um zu träumen. Kreative Lösungen entstehen eher, wenn wir beobachten, uns engagieren und auf unsere Umgebung achten.

Dieser Artikel wurde von Dr. Pragya Agarwal auf Englisch verfasst und am 04.06.2018 auf www.forbes.com veröffentlicht. Wir haben ihn für euch übersetzt, damit wir uns mit unseren Lesern zu relevanten Themen austauschen können!

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