10 Tipps für die Website Ihrer Firma: Links, FAQ, Formulare und vieles mehr!

214

10 Tipps für  die Website Ihrer FirmaEgal, wie sehr Sie es versuchen, irgendetwas stimmt mit Ihrer Website immer noch nicht. Irgendeiner hat immer etwas zu kritisieren. Ein Freund von mir informierte mich dankbarerweise über meine 404er-Fehleranzeigen. Ich finde das gut, habe ihm am Wochenende aber gesagt, dass ich deshalb über meine eigene Unfähigkeit lachen musste.

Wenn man eine professionelle Website vorstellt, will man nicht auf dem falschen Fuß erwischt werden. Da ich bei meiner Arbeit viele Websites und Internetanwendungen sehe, kenne ich typische Probleme. Die folgende Liste enthält aber nicht die üblichen Fehler, sondern sie bezieht sich auf verbreitete Praktiken beim Webdesign, durch die die Besucher deshalb verrückt gemacht werden, weil wir es so wollen.

Was wir tun, ist Folgendes:

1. Es werden so viele überzeugende oder nutzenorientierte Informationen gegeben wie möglich, um Besucher auf der Seite zu halten.

Das kann man mit dem Autokauf vergleichen. Beim Händler haben Autos oft einen Zettel an der Windschutzscheibe kleben, auf dem jede erdenkliche Detailinformation aufgelistet ist. Wie oft stellen Sie Sich genau vor die Scheibe, um die winzige Schrift auf der Seite zu lesen?

Meistens werden Sie dann mit Argusaugen von Autoverkäufern beobachtet, die sich dann neben Sie stellen und Ihnen genau erklären, warum das Auto gut ist. Die fragen dann auch nach Ihren Vorstellungen und fangen an, Eigenschaften aufzuzählen, die Ihren Bedürfnissen entsprechen. Schreiben Sie auf Ihrer Homepage doch wie ein Autoverkäufer! Handeln Sie mit dem Kunden! Stellen Sie den Verkäufer vor! Bieten Sie eine Probefahrt an!

2. Bringen Sie auf Ihrer Homepage keine -zig Links zu anderen Seiten in ihrer Website unter!

Die Homepage ist keine Spielwiese, auf der Sie herumlaufen und versuchen, den Erstbesten zum Topfschlagen zu holen. Eine Homepage sollte eine Verbindung zu den Bedürfnissen Ihrer Website herstellen, vor allem aber zu den wichtigsten Interessen Ihrer Besucher. Dazu gehört das Überprüfen von Preisen, die Suche nach Ersatzteilnummern oder Schlussverkaufsangeboten, nach der Kontaktadresse oder nach den einzigen Babysachen auf der ganzen Welt, die nicht rosa oder blau sind.

3. Reden Sie nicht ständig von sich selbst.

Kein Mensch will wissen, wie toll Sie sind. Was die Besucher wissen wollen, ist nur, ob Sie etwas haben, das deren Zeit und Geld wert ist. Wenn Sie der Zauberer von Oz sind, können Sie das einbringen, aber vergessen Sie nicht, dass selbst er Dorothy Lügen erzählt hat. Wenn Sie Probleme mit Ihrem Ich haben, machen Sie die Wir-Prüfung.

4. Formulare für Kundenkontakte und Newsletter sind die witzigsten Sachen, die ich im Web gefunden habe.

Warum fragen Sie jemanden nach der Telefonnummer, wenn er Sie nur auf falsche Links aufmerksam machen will? Wenn Sie ein allgemeines Feedback oder besser noch Verkaufskanäle wollen, so sollte Ihr Formular Vertrauen erweckend gestaltet sein. Fangen Sie damit an, dass Sie von Kunden nur dann die Telefonnummer verlangen, wenn diese auch von Ihnen angerufen werden wollen.

Manager sagen oft, man sollte nach der Nummer fragen. Lassen Sie die ruhig links liegen! Geben Sie auch potentiellen Kunden eine Chance, die nur Email-Kontakt wollen ,oder ziehen diese mit Servicepunkten an, wo man zwischen Email- und Telefon wählen kann. Verlangen Sie niemals eine Telefonnummer für Newsletter-Registrierungen! Wenn Sie aber unverschämterweise doch darauf bestehen, geben Sie ein Beispiel für eine Newsletter an, für die eine Telefonnummer erforderlich ist, oder sagen Sie wenigstens, warum Sie uns anrufen wollen!

5. Ermöglichen Sie das Surfen auch rückwärts.

Wenn man auf Ihrer Seite nur vorwärts surfen kann, heißt das, dass Sie noch nicht tanzen gelernt haben. Die Schritte sollte folgendermaßen ablaufen:

  • Vorwärts
  • Zurück, wenn Ihr Partner mit Ihrem Schritt nicht zufrieden ist.
  • Erneut vorwärts, wenn Ihr Partner zufrieden ist und Vertrauen in den nächsten Schritt hat.

Mit anderen Worten: Verlassen Sie Sich für die Korrektur nicht auf das „zurück“-Button! Führen Sie Ihren Besucher zurück, vorwärts und seitlich, und zwar mit einer nachvollziehbaren Navigation, eingebauten Textlinks sowie Buttons oder Links, die eine zielgerichtetes Vorwärtssurfen ermöglichen. Dieses muss flüssig und effizient sein. Ihre Besucher sollten über die Tanzfläche gleiten und sich nicht in Schwindel erregenden Drehungen verlieren!

6. Funktionales Programmieren.

Wenn man nur in etwa ahnen könnte, was es in der Internet-Welt alles gibt! Da war zum Beispiel die Seite eines Anbieters von Campingreisen, auf der man nur Hotelzimmer buchen konnte, weil die Campingplätze als Auswahlmöglichkeit nirgends vorgesehen waren. Da war ein Programm mit vielen Teilen, aber egal, welchen Link oder welche Fläche man anklickte, man landete immer an derselben Stelle. Eine Internet-Anwendung ist nur dann intuitiv, wenn sie richtig programmiert wird.

7. Unklare Links tragen zur Verwirrung bei.

Oft sind Bezeichnungen so gewählt, dass sie nicht ausreichend beschreiben, wo man hinkommt. Während man ein schönes Versteckspiel liebt wie seinen Nächsten, lässt man sich von niemandem fahren, der einen an eine völlig andere Stelle fährt, als man gedacht hat.

8. Hinzu kommen noch die totalen Schocklinks.

Das sind Links, die einen ohne Vorwarnung zu PDF-Files weiterleiten. Da der Computer Zeit braucht, um Adobe zu suchen, ans Laufen zu bringen und den File zu laden, der dann bestimmt von 200% auf eine Größe verkleinert werden muss, bei der man dann kaum etwas lesen kann. Hier wäre ein kleiner Hinweis vorher sinnvoll.

Eine weitere Form von Schocklinkbehandlung für den Besucher ist der Link zu einer völlig anderen Domäne mit neuem Layout und völlig anderer Navigation, aus der es keinen Ausweg mehr gibt, weil ein neues Fenster geöffnet und alle Verbindungen zur vorigen Seite abgebrochen worden sind. Wenn Sie Ihre Besucher schon an einer anderen Stelle abladen wollen, denken Sie Sich ein kleines Vorwarnsystem aus und stimmen Sie die Besuchszeiten mit der übergeordneten Seite ab!

9. Wenn Sie Aufmerksamkeit auf sich ziehen wollen, dann machen Sie das durch Seitenblättern.

Auch wenn es heute große Bildschirme gibt, so bedeutet dies nicht, dass alle Browser flink sind. Bevor man mit der Maus nach unten rollt, herabzieht oder klickt, muss man doch noch erst dazu bewegt werden. Wenn Sie die halbe Seite dafür brauchen, zu erklären, wie Ihr Kunden- oder Kontaktformular benutzt wird, warum sollte man dann mit Ihnen Geschäfte machen?

10. Stellen Sie die Antworten auf FAQs auf eine eigene Seite.

Wenn Sie eine Funktion für gängige Fragen vorsehen (FAQ), so wäre es das Beste, die Besucher auf eine Seite zu leiten, auf der sie eine lange Liste mit Fragen und Antworten finden. Wenn Kunden eine Frage haben, erwarten Sie, dass Sie sie auch beantworten. Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich Springreiter war und in Klassen vorstieß, bei denen ich selbst den Parcour auswendig lernen musste. Mir ist bis heute nicht klar, warum auf dem Feld keine Hinweistafeln standen wie “nach links abbiegen”, “dieses hohe Hindernis umgehen” oder “langsam – Preisrichter steht meist hier”. Eine FAQ ist eine gute Rückversicherung, wenn Ihr Prozess komplex ist. Aber Benutzerhinweise während der jeweiligen Aufgabe sind sehr viel nützlicher und leichter zu behalten.

Und schließlich: Geben Sie nicht auf! Website-Besucher sind meist unglaublich geduldig und verzeihen vieles, insbesondere wenn Sie Ihnen das bieten, was Sie wollen. Vergessen Sie nur nicht, Ihnen zu zeigen, wo Sie es hingestellt haben.

(Bild: © amandare – fotolia.com)

30 Kommentare

  1. Vielen Dank für die guten „schlechten“ Tipps. Ich bin auch immer wieder erstaunt, wenn ich für eine Konkurrenzanalayse mal wieder intensiv im Netz unterwegs bin, was einem da so alles begegnet. Manachmal bekommt man wirklich Augenkrebs oder ist am Ende so verwirrt, dass man gar nicht mehr weiß, warum man eigentlich auf der Seite gelandet ist. Wenn man einige der oben beschriebenen Punkte beherzigt, macht man automatisch schon vieles richtig.

  2. Der Artikel ist zwar ein bisschen kurz ausgefallen für mich als alter Hase aber im großen und ganzen wird es auf den Punkt gebracht.

    Vielleicht noch mehr auf Stammbesucher eingehen.

    Gruß

  3. Mir ist schon oft passiert, dass ich einfach nur die Telefonnummer des Unternehmens gesucht hab. Frustrierend ist dann, dass man sich häufig durch etliche Seiten klicken muss bis die Nummer einem dann endlich, im Impressum entgegenlächelt. Kontaktdaten wie Telefonnummern, sollten auf der Landingpage, gut sichtbar, untergebracht sein.

  4. man kann doch jedem noch etwas postives abgewinnen. Mit Sicherheit gibt es hier und da gerade im Internet oder im Bereich Online Marketing noch viele weitere Ansätze. Nur damit ist es wahrscheinlich nä,lich nicht getan. Dinge die man intergrieren oder beachten sollte sind mit Sicherheit auch SEM und SEO. Gerade wenn man erfolgreich die Gewinnschwelle erreichen möchte. Aber für ist was dabei.

  5. Ist ja auch nur ein Artikel. Natürlich kann man zu dem Thema noch viel mehr sagen. Ein ganzes Buch darüber schreiben. Man muss hat viel im Internet suchen. Hier ein wenig in einem Artikel und da ein wenig. Der Artikel gibt doch zumindest einige Denkanstösse.

  6. Ich hätte mir den Artikel etwas konkreter gewünscht, einige Punkte waren doch sehr allgemein gehalten.
    Im Großen un Ganzen stimme ich aber zu, genauso versuche ich auch die Wünsche meiner Kunden umzusetzen (allerdings hat der Kunde immer recht und wenn er unbedingt die Telefonnummer abfragen möchte, bekommt er sie auch ;-)

  7. Ergänzung: Lassen Sie als Unternehmer die Finger von Ihrer Firmenwebseite. Im Netzwerk von unternehmer.de finden sich Experten die ihr Handwerk verstehen! Die meisten Profis geben Ihnen in einem unverbindlichen Erstgespräch schon spezifische Hinweise, abgestimmt auf Ihre Internetseite. Außerdem finden Sie schnell heraus, ob Ihnen die Nase des Beraters passt oder nicht. Fragen Sie außerdem nach Referenzen!

  8. Vielleicht noch ein Hinweis an die technisch Verantwortlichen von unternehmer.de:

    Wenn man das Feld „Website“ unter den Kommentaren ausfüllt, wird beim Absenden des Formulares automatisch noch ein „http://“ davor gesetzt. Das ergibt dann bei Angabe eines vollständigen URL (also „http://www.meinedomain.de/“) folgende fehlerhaften Link-Adressen: „http://http://www.meinedomain.de/“

  9. Eigentlich halte ich mich mit Kommentaren über fremde Artikel gerne zurück, was hier allerdings geboten wird, ist schlicht niveaulos. Ein einfach nur schlecht geschriebener (oder übersetzter) Text, der den Leser mit Pseudo-Metaphern in den Wahnsinn treibt. Zudem sind die meisten angesprochenen Themen entweder für Laien uninteressant oder für Fachleute (ja, die gibt es unter sog. \\\“Webdesignern\\\“ auch) bekannt und längst hundertfach erfolgreich umgesetzte Praxis. Mir ist schon lange kein Unternehmer mehr unter gekommen, der seine Website selbst erstellt hat und diese \\\“Tipps\\\“ dadurch wirklich nötig hätte. Und selbst bei der Nutzung eines Redaktionssystems durch den Unternehmer, welches ihm erlaubt, seine Web-Inhalte selbst zu pflegen, sind die meisten Tipps nicht umsetzbar. Darum mein Tipp: Besser man sucht einen Fachmann auf, der sein Handwerk versteht, dann sind die im Artikel angesprochenen Probleme in den meisten Fällen überhaupt nicht existent. Dann steht auch einem erfolgreichen Internetauftritt nichts mehr im Wege.

  10. Warum so bierernst? Ich fand den Artikel gelungen. Humorvoll und mit einem Augenzwinkern wird auf all die Fehler hingewiesen, die in diesem Zusammenhang gemacht bzw. vermieden werden können.
    Nobody is perfect.

  11. „Die Homepage ist keine Spielwiese, auf der Sie herumlaufen und versuchen, den Erstbesten zum Topfschlagen zu holen.“ Aha! „Wenn man auf Ihrer Seite nur vorwärts surfen kann, heißt das, dass Sie noch nicht tanzen gelernt haben.“ Achso.

    Sätze, die so schön sind, dass man sie eigentlich rahmen müsste. Ob sich da nicht vielleicht doch irgendwo bessere und von vornherein deutschsprachige Artikel finden ließen?

    Aber was soll’s: „Website-Besucher sind meist unglaublich geduldig und verzeihen vieles […]“

  12. Ein Artikel über Usability, der selbst alles falsch macht:

    – Schauderhaftes Deutsch
    – Verschachtelte Endlos-Sätze
    – Sinnlose Verwendung von Anglizismen
    – Sehr sinnfreie Metaphern (FAQ mit Springreiten)
    – Schlechte Absatzstruktur und Schreibstil
    – Teilweise Tendenz zur Ausrufezeichenitis!
    – Verwendung von Nicht-Wörtern (Schocklinkbehandlung?)

    Teilweise gebe ich der Autorin inhaltlich recht, teilweise dreht sich mir der Magen rum (z. B. „Wenn Sie Aufmerksamkeit auf Sich ziehen wollen, dann machen Sie das durch Seitenblättern.“ – was für eine Stilblüte ;-) und teilweise habe ich nur eine vage Ahnung, was die Autorin mir sagen will (Schreiben Sie auf Ihrer Homepage doch wie ein Autoverkäufer!)

    Allein die Einleitung

    „Egal, wie sehr Sie es versuchen, irgendetwas stimmt mit Ihrer Website immer noch nicht. Irgendeiner hat immer etwas zu kritisieren.“

    lässt mich sehr am Expertenstatus der Autorin zweifeln.

    • Ich stimme voll und ganz zu … mir scheint, ein Amateur hat den Text vom Englischen ins Deutsche übersetzt.

  13. Für die Menge an Text steht leider ziemlich wenig Inhalt.

    All die genannten Punkte sind bei einer guten Agentur allgemein übliche Arbeitsgrundlage, auch im Bezug auf die Beratung des Kunden. Ein wesentliches Kriterium für einen erfolgreichen Internetauftritt ist jedoch ein Design zu entwickeln, dass die Professionalität des Unternehmens zeigt – mit einem individuellen Layout in dem sich der Besucher angesprochen fühlt, Vertrauen erzeugt und Interesse geweckt wird. Dieses Interesse muß dann benutzerfreundlich bis ins Detail beibehalten werden (Navigation, Lesbarkeit der Texte, klare Struktur Inhalte, usw.), dazu kommen Browserkompatibilität und Suchmaschinenfreundlichkeit, etc.
    Dies fehlt bei vielen Billiglösungen, die meist genau hier Mängel beinhalten.

    „Man kann nicht nicht kommunizieren.“ Der erste Eindruck ist entscheidend für weiteres Interesse.

  14. Ausgezeichneter, realistischer Artikel aus User-Sicht und NICHT aus Sicht eines oft selbstverliebten webdesigners, der sich über Optik mehr freut als über Ergonomie. Wir machen unsere Seite seit einem Jahr selbst und freuen uns über viel positives feedback. Trotzdem verbessern wir laufend und versuchen kundenorientiert zu denken und umzusetzen. Gelingt nicht immer, aber immer öfter….;-))
    Das fängt übrigens schon bei der web-adresse an, wir haben uns eine griffige gesucht und leiten von dort auf unsere zugegeben recht sperrige, eigentliche Adresse (war eine Vorgabe unserer Zentrale)

  15. Guter Artikel. Ich denke das meine Webseite sich größtenteils an die oben genannten Punkte gehalten hat.
    Außer bei der PDF-Datei für den Haftungsausschluss.
    Das kann man aber korrigieren.
    Das mit dem blättern bei zu langen Seiten halte ich auch für persönlich selber Anwenderfreundlicher als dieses dauernde scrollen von oben nach unten oder von unten nach oben.
    Wer gegenteiliger Meiung ist oder Fehler entdeckt, kann mir ja schreiben. Bin für jede offenen ehrliche Meinung dankbar.

Schreibe einen Kommentar zu André Antwort abbrechen

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein