Als Reset (vom Englischen to reset = zurücksetzen) wird in der Elektronik und Informatik ein Vorgang bezeichnet, durch den ein Gerät oder ein Software-System in einen definierten Ausgangszustand zurückgebracht wird.
Ein Reset ist meist dann erforderlich, wenn die ordnungsgemäße Funktion des Systems nicht mehr gegeben ist, das System eingefroren ist (nicht mehr auf Eingaben reagiert) oder nach einer Fehlkonfiguration neu initialisiert werden muss.
Arten des Resets
In der Praxis wird primär zwischen zwei Stufen des Zurücksetzens unterschieden:
- Soft Reset (Warmstart): Hierbei wird das System rein softwareseitig neu gestartet, ohne dass die Stromzufuhr unterbrochen wird. Laufende Prozesse werden kontrolliert beendet und das Betriebssystem lädt sich neu. Daten im flüchtigen Arbeitsspeicher (RAM) können dabei verloren gehen, während dauerhaft gespeicherte Daten erhalten bleiben.
- Hard Reset (Kaltstart): Dies beschreibt das erzwungene Zurücksetzen durch eine physische Unterbrechung der Stromzufuhr (z. B. durch langes Drücken des Power-Buttons, Ziehen des Netzsteckers oder Betätigen eines vertieften Reset-Knopfes mittels einer Büroklammer). Ein Hard Reset wird angewendet, wenn das System auf Software-Befehle überhaupt nicht mehr reagiert.
Werkseinstellungen (Factory Reset)
Im Sprachgebrauch von Smartphones, Routern und anderen Consumer-Electronics meint „Reset“ oft auch das Zurücksetzen auf den Auslieferungszustand. Bei diesem Vorgang werden alle vom Benutzer vorgenommenen Einstellungen, Konten und persönlichen Daten unwiderruflich gelöscht und das System in den Zustand versetzt, in dem es die Fabrik verlassen hat.
Abgrenzung: Ein reiner Neustart (Reboot) dient dem normalen Herunter- und Hochfahren eines funktionierenden Systems. Ein Reset hingegen greift korrigierend ein, um einen undefinierten oder fehlerhaften Systemzustand aufzubrechen.
