QuickTime ist eine von Apple entwickelte Multimedia-Softwarearchitektur, die ursprünglich für macOS (ehemals OS X) und Microsoft Windows konzipiert wurde. Sie dient der Erstellung, Wiedergabe und Codierung von digitalen Audio-, Video- und Bilddaten.
Technische Architektur
Im Wesentlichen besteht QuickTime aus drei Kernkomponenten:
- Das Framework: Die zugrundeliegende Software-Bibliothek, die Programmen die Werkzeuge zur Medienverarbeitung bereitstellt. Auf modernen Apple-Systemen wurde sie weitgehend durch die moderneren Frameworks AVFoundation und AVKit abgelöst.
- Die Programmierschnittstelle (API): Ermöglicht es Entwicklern, Multimedia-Funktionen direkt in eigene Anwendungen zu integrieren.
- Das Dateiformat: Das QuickTime File Format (QTFF) mit der Dateiendung
.movist bis heute ein Industriestandard in der Videoproduktion. Es diente zudem als direkte technische Basis für das weit verbreitete MPEG-4-Format (.mp4).
Basisanwendungen
Auf dieser Architektur bauten verschiedene, von Apple bereitgestellte Anwendungen auf:
- QuickTime Player: Der bekannte Medienabspieler, der auf macOS weiterhin standardmäßig vorinstalliert ist.
- QuickTime Broadcaster: Eine frühere Live-Streaming-Software für die Produktion von internetbasierten Sendungen.
- QuickTime Pro: Eine kostenpflichtige Erweiterung vergangener Versionen, die erweiterte Bearbeitungs- und Exportfunktionen freischaltete.
Aktueller Status und Sicherheit
Während QuickTime auf Mac-Systemen tief in die Medienarchitektur integriert und weiterentwickelt wurde, hat Apple die Unterstützung für QuickTime unter Windows im Jahr 2016 eingestellt. Da für die Windows-Version seither keine Sicherheitsupdates mehr erscheinen, wird aus Sicherheitsgründen von deren Nutzung auf Windows-PCs dringend abgeraten; moderne Player und Codecs haben die Software dort vollständig ersetzt.
