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Neue Regeln bei Gmail und Yahoo: Das bedeuten sie für dein E-Mail-Marketing

Nahaufnahme einer Person, die an einem Cafe-Tische Emails auf dem Laptop und dem Smartphone liest

Neue Richtlinien bei Gmail und Yahoo erfordern gegebenenfalls eine Anpassung der E-Mail-Marketing-Praktiken. - Foto: © NicoElNino - stock.adobe.com

E-Mail-Marketing lohnt sich für alle Branchen und Unternehmensgrößen. Um die erfolgreiche Zustellung ihrer Newsletter zu gewährleisten, sind Unternehmen gut beraten, sich regelmäßig über die aktuellen Zustellungsrichtlinien großer E-Mail-Anbieter zu informieren. So haben Gmail und Yahoo diese zuletzt im Februar 2024 aktualisiert, um den Kampf gegen Spam-Nachrichten zu verschärfen und gleichzeitig die Qualität des Posteingangs für die Nutzer:innen zu verbessern. Unternehmen sollten diese Neuerungen als Chance begreifen, die Zustellbarkeit ihrer Newsletter durch gezielte technische Anpassungen zu optimieren. Doch welche spezifischen Anforderungen ergeben sich aus diesen Regeländerungen und welche Strategien können Unternehmen entwickeln, um sie effektiv umzusetzen?

Die wichtigsten Änderungen im Überblick

Die neuen Richtlinien umfassen drei zentrale Aspekte, die sich unmittelbar auf das E-Mail-Marketing auswirken:

1. Einschränkungen für Massen-E-Mails von Freemail-Adressen:

Werden E-Mails von einer Gmail- oder Yahoo-Freemail-Adresse an einen breiten Empfängerkreis versendet, besteht das Risiko, dass die Nachrichten nicht länger zugestellt werden. Auf diese Weise möchten Gmail und Yahoo zukünftig sicherstellen, dass ausschließlich authentische und erwünschte Kommunikation die Anwender:innen erreicht und der Versand von Spam weiter begrenzt wird.

2. Verpflichtende Authentifizierung für Absender-Domains:

Gemäß den neuen Zustellrichtlinien von Gmail und Yahoo müssen Absender-Domains nun mittels der Authentifizierungsverfahren DKIM, SPF und DMARC gesichert sein. Diese Maßnahmen dienen der Verifizierung der Absenderauthentizität und sollen Phishing– und Spam-Attacken minimieren. KMUs, Gründer:innen und Selbstständige, die diese Verfahren bisher noch nicht angestoßen haben, sollten sich zügig damit auseinandersetzen, um weiterhin als vertrauenswürdige Absender anerkannt zu bleiben.

3. Kontrolle der Spam-Rate:

Die Veränderungen in den Zustellrichtlinien haben zudem ein maximal zulässiges Limit für die Spam-Rate der Absender-Domain eingeführt. Diese darf im Google Postmaster Tools nicht länger höher als 0,3 Prozent sein. Andernfalls besteht ein hohes Risiko, dass E-Mails von Spamfiltern abgefangen und nicht zugestellt werden. Die Spam-Rate spiegelt wider, wie viele Empfänger:innen die E-Mails als Spam-Nachricht markieren. Eine niedrige Rate ist somit ein Indikator für relevante und erwünschte Inhalte.

Vorbereitung auf die neuen Richtlinien

Bist du von den Änderungen betroffen? Dann solltest du die folgenden Punkte prüfen und umsetzen, um dich an die neuen Richtlinien anzupassen und die Zustellbarkeit deiner Newsletter und Marketing-E-Mails zu gewährleisten:

Schlussfolgerung

Die Umsetzung der neuen Richtlinien von Gmail und Yahoo bietet eine wertvolle Gelegenheit, die Sicherheit und Effizienz deiner E-Mail-Kommunikation zu verbessern. Durch einfache Anpassungen, wie z. B. die Sicherstellung, dass deine E-Mail-Marketing-Praktiken mit den erforderlichen Authentifizierungszertifikaten ausgestattet sind, die Einhaltung der vorgegebenen Spam-Rate und die Verwendung einer authentischen Domain als Absenderadresse, trägst du aktiv zu einem sichereren und spamfreien E-Mail-Ökosystem bei.

Diese Maßnahmen erhöhen nicht nur die Wahrscheinlichkeit, dass deine Nachrichten erfolgreich zugestellt werden, sondern tragen auch dazu bei, E-Mail-Marketing insgesamt sicherer und seriöser zu machen. Es ist wichtig, diese Anpassungen vorzunehmen und die E-Mail-Strategien an die neuen Standards anzupassen, um die Vorteile eines effektiven E-Mail-Marketings auch in Zukunft zu nutzen.

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