Black Friday & Cyber Monday: So bereiten sich Onlinehändler vor

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Black Friday & Cyber Monday: So bereiten sich Onlinehändler vor
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Gegen Ende des Jahres heißt es Endspurt für den e-Commerce: Black Friday, Cyber Monday, das Weihnachtsgeschäft – Special Days und Sonderaktionen stehen nun bevor. Höchste Zeit für OnlinehändlerInnen, sich für die kommende Zeit zu wappnen, um von den kauffreudigen Konsumenten profitieren zu können.

Doch was müssen OnlinehändlerInnen beachten, um sich auf den Black Friday vorzubereiten? Welche besonderen Gegebenheiten herrschen in diesem Jahr vor und wieso ist der e-Commerce wichtiger denn je?

Wichtige Tage für den Umsatz

Der November gilt als eine der aktivsten und wichtigsten Zeiten für den e-Commerce. KonsumentInnen stellen erste Ideen und Überlegungen zu ihren Weihnachtsgeschenken an, zugleich sorgen Special Days wie der Black Friday oder der Cyber Monday dafür, dass diese sich auch extrem kaufwillig zeigen.

Für OnlinehändlerInnen spielt dieser Zeitraum eine enorm relevante Rolle, wenn es um ihren unternehmerischen Erfolg geht. Sie werden nahezu alles dafür tun, um nun Aufmerksamkeit und Sichtbarkeit zu generieren, denn diese Tage könnten ihnen eine immense Umsatzsteigerung einbringen.

Der Konkurrenzkampf ist zu den Special Days also besonders hoch, für BetreiberInnen eines Onlineshops gilt es demnach, bereits im Vorhinein eine Strategie zu entwickeln, um auch hier aus der Masse herausstechen zu können. Dafür empfiehlt es sich, dass sich Unternehmen exklusive Aktionen überlegen und am Black Friday und Cyber Monday Angebote bereithalten, welche die kauffreudigen Konsumenten kaum ausschlagen können.

Um als OnlinehändlerIn von der Kauffreude und -willigkeit der Konsumenten zu diesen Tagen profitieren zu können, ist es wichtig, bereits den gesamten November zu nutzen, um die einzigartigen Aktionen zu bewerben. Hier darf ruhig das Marketingbudget erhöht werden, um mehr Werbeanzeigen als sonst schalten zu können, damit die Aufmerksamkeit möglichst auf den eigenen Onlineshop gelenkt werden kann.

Die Angst, den Deal zu verpassen

Zu Black Friday, Cyber Monday und Co. gilt es aus Sicht der OnlinehändlerInnen eine Dringlichkeit zu suggerieren – KonsumentInnen müssen die besonderen Angebote und die unausschlagbaren Deals jetzt nutzen. Im Zuge des Marketings muss klar kommuniziert werden, dass solche Angebote einzigartig sind, KundInnen dürfen sich diese Chance keineswegs entgehen lassen.

Das Stichwort hierfür lautet FOMO, also „fear of missing out“, zu deutsch die Angst, etwas zu verpassen. Damit dies gelingen kann, muss vor allem in den Werbemaßnahmen deutlich darauf hingewiesen werden, dass die Aktionen und Angebote ausschließlich für einen bestimmten Zeitraum gültig sein werden und in dieser Form zu diesen Preisen nicht wieder kommen werden. KonsumentInnen müssen also ein direkter Anreiz geboten werden, jetzt im Onlineshop einzukaufen.

Ressourcen abklären & verstärken

Sprechen wir von diesen Special Days, so ist davon auszugehen, dass Onlineshops im besten Falle deutlich mehr Umsatz erzielen als für ihre Verhältnisse üblich. Demnach gilt es, die eigenen Kapazitäten zu überprüfen. Insbesondere dann, wenn das Marketingbudget erhöht wird und mit deutlich mehr Käufen als normalerweise zu rechnen ist, sollten HändlerInnen unbedingt in Ansprache mit ihren LieferantInnen abklären, ob und wann wie viel Ware verfügbar sein wird. In dieser Zeit muss zudem der Lagerbestand stetig und streng kontrolliert und aktualisiert werden.

Der Black Friday sowie der Cyber Monday werden von vielen KonsumentInnen dazu genutzt, Geschenke für das kommende Weihnachtsfest einzukaufen. Deshalb müssen die Geschenke alsbaldig verfügbar sein, im Optimalfall können OnlinehändlerInnen ihren KundInnen eine Lieferzeit vor Weihnachten garantieren.

Ein weiterer Aspekt, der zu den Special Days nicht vernachlässigt werden darf ist der Kundenservice. Mehr Menschen als gewöhnlich, insbesondere dann, wenn es sich hier um ErstkundInnen handelt, werden sich mit Fragen an den Kundenservice richten. Damit OnlinehändlerInnen trotz hoher Nachfrage kurze Wartezeiten in der Kundenhotline oder per Mail sichern können, muss gegebenenfalls das Personal im Kundenservice zu diesen Tagen erhöht werden.

EXTRA: Was Onlineshops mit übrig gebliebener Ware tun können

Viel Content zu den Special Days

Doch zu den Special Days sollten OnlinehändlerInnen sich nicht nur auf das Schalten von Werbeanzeigen fokussieren, sondern auch die hauseigenen Social Media Profile intensiv mit Content bespielen. Es empfiehlt sich, im November die Posting-Aktivität auf Instagram und Co. zu erhöhen, nicht nur um FollowerInnen auf die Angebote aufmerksam zu machen, sondern auch um das Engagement deutlich erhöhen zu können. Dafür müssen alle Kommentare und Fragen von FollowerInnen und KonsumentInnen auf Social Media beantwortet werden und Onlinehändler müssen Call-to-Action Inhalte teilen.

Denn wenn das Engagement auf Social Media gesteigert werden kann und zu dieser Zeit OnlinehändlerInnen auch bezahlte Postings auf ihren Kanälen schalten, trägt dies zu einer deutlich besseren Sichtbarkeit und in Folge meist auch zu einer Reichweitensteigerung bei.

Zudem können auf Social Media so nicht nur die eigenen FollowerInnen angesprochen werden, die mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits KundInnen des Onlineshops sind, sondern auch neue FollowerInnen und NeukundInnen gewonnen werden.

Fazit

Black Friday, Cyber Monday und Co. sind enorm wichtige Tage für den e-Commerce. Um in diesem Zeitraum von der Kaufwilligkeit der KonsumentInnen profitieren zu können, müssen OnlinehändlerInnen möglichst viele Menschen auf ihre Angebote aufmerksam machen. Zudem müssen sie spezielle Deals und Aktionen anbieten und bewerben, sodass KonsumentInnen sich diese Chance nicht entgehen lassen wollen.

Da an diesen Tagen mit deutlich mehr Umsatz und Einkäufen zu rechnen ist, müssen OnlinehändlerInnen bereits im Vorfeld ihre Ressourcen abklären und gegebenenfalls verstärken. Dafür sollte nicht nur das Marketingbudget erhöht werden, auch ausreichende Lagerbestände müssen vorhanden sein, um auf eine erhöhte Nachfrage vorbereitet zu sein.

Dominik Gossweiler
Dominik Gossweiler ist Mitgründer der 3CC Group AG mit Sitz in der Schweiz, CEO der 3CC Studios und Experte, wenn es um datenbasiertes Performance Marketing im E-Commerce Bereich geht. Er unterstützt Onlineshop Betreiber mit einer individuellen Strategie dabei, einen nachhaltigen Markenaufbau aufzusetzen und langfristig die Umsatzziele zu erreichen und zu halten.

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