Fake News: Verbraucher geben Milliarden Euro für falsche Produkte aus [Studie]

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Fake News: Verbraucher geben Milliarden Euro für falsche Produkte aus [Studie]
© ColiN00B - pixabay.com

In einer Welt voll von Fake News und Fehlinformationen ist es nicht verwunderlich, dass Unternehmen – durch falsche Antworten und ungenaue Informationen – Milliarden von Euro verlieren. In der repräsentativen Studie von Yext, einem Search-Experience-Cloud-Unternehmen, wurden 6000 VerbraucherInnen zum Thema „Fehlinformationen“ befragt. Sie stammen aus den Ländern Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Sie enthüllt ernsthafte Bedenken über die Verbreitung von Fehlinformationen und deren Auswirkungen auf das Vertrauen zwischen KonsumentInnen und Marken.

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Corona verstärkt Meinung über Fake News

92 Prozent der Befragten in Deutschland sind der Meinung, dass Fehlinformationen schon jetzt ein Problem darstellen. Außerdem glauben zwei Drittel, dass Fake News in Zukunft ein größeres Problem sein werden. Die Coronakrise hat dieses Gefühl nochmals verstärkt: 49 Prozent sorgen sich heute häufiger über Fehlinformationen als vor der Pandemie. Auch die Wahrnehmung der VerbraucherInnen von Marken und Unternehmen hat sich dadurch verändert.

Fake News: Verbraucher geben Milliarden Euro für falsche Produkte aus [Studie]
© Yext

Mehr Fehlinformationen: Vertrauen in Marken sinkt

Insgesamt 3,1 Milliarden Euro haben die befragten Deutschen in den letzten 12 Monaten aufgrund von Fake News ausgegeben. Entsprechend sinkt das Vertrauen in Unternehmen und ihren Produkten sowie Dienstleistungen. Nur 37 Prozent der Befragten vertrauen Marken noch im Allgemeinen. 43 Prozent geben sogar an, dass Unternehmen Informationen online nicht richtig darstellen. Die Suchmaschine (21 Prozent) oder der Webbrowser (6 Prozent) werden eher bis gar nicht für die ungenauen Informationen verantwortlich gemacht.

Fake News: Verbraucher geben Milliarden Euro für falsche Produkte aus [Studie]
© Yext

Wahre Informationen sorgen für Vertrauen in Unternehmen

Um wieder das Vertrauen der KundInnen zu gewinnen und sich gleichzeitig von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie zu erholen, sollten Unternehmen Fehlinformationen bekämpfen und korrekte Antworten bereitstellen. Rund 70 Prozent der Befragten haben ein enges Vertrauen zu Unternehmen, die diese Maßnahmen umgesetzt haben.

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Verbrauchen wünschen sich mehr Transparenz

80 Prozent der Befragten in Deutschland wünschen sich, dass Unternehmen das Problem der Fehlinformationen ernster nehmen. Für viele VerbraucherInnen geschieht dies noch zu wenig, daher suchen sich zwei Drittel ihre eigenen Wege. 65 Prozent suchen sich andere Informationsquellen, wenn ihnen die Antwort zu intransparent ist. Außerdem überprüfen 70 Prozent der Befragten sogar, ob die bereitgestellten Informationen der Unternehmen der Wahrheit entsprechen.

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Informationsflut: Überforderung im Netz

Schließlich sind knapp über die Hälfte (55 Prozent) der Befragten mit der Informationsflut, die es online gibt, überfordert. So erschwere sich der Weg, die richtigen Antworten zu finden. Unternehmen sollte daher darauf achten, dass sie konsistente und genaue Antworten liefern, um ihre KundInnen nicht an einen Wettbewerber zu verlieren.

Luca Eberhardt
Nach seinem Bacherlorabschluss für Technikjournalismus und Technik-PR absolvierte er sein Volontariat in der Pressestelle des Airport Nürnbergs. Nebenbei arbeitete er als Videojournalist. Bei unternehmer.de verfasst er als Redakteur Blogbeiträge und hilft beim Auf- und Ausbau von Audio- sowie Videoinhalten.

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