Freelancer-Kompass 2019 weist Freiberuflern den Weg

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Freelancer-Kompass 2019 weist Freiberuflern den Weg
© Victor Miyata - pexels.com

Freiberufler beackern ein Feld, das nicht ohne Herausforderungen auskommt, jedoch auch viel zurückgibt, sofern es richtig bestellt wird. Know-how zum Thema ist überaus wertvoll. Freelancermap bietet daher alljährlich eine große Freiberufler-Studie zur Orientierung für Freelancer aller Branchen und zeigt die aktuellsten Trends und Entwicklungen für freie Mitarbeiter im D-A-CH-Bereich auf. Der Freelancer-Kompass wurde 2019 über einen Zeitraum von fast zwei Monaten durchgeführt und führte mit insgesamt weit über 1.000 vollständig ausgefüllten Online-Fragebögen interessante Erkenntnisse ans Licht.

Freiberufler können sich freuen: Der Stundensatz steigt weiter!

Wenn es um das Geld geht, werden gerade Freelancer hellhörig. Die gute Nachricht:

Laut Marktstudie „Freelancer-Kompass 2019“ stieg der durchschnittliche Stundensatz im Vergleich zum Vorjahr um 2,84 Euro auf 93,89 Euro.

Die Topverdiener stammen aus der Altersklasse über 69 Jahre. Wer in diesem Alter noch als Freelancer tätig ist, darf sich im Schnitt über 106,25 Euro pro Stunde freuen. Die unter 30-Jährigen kommen im Vergleich am schlechtesten weg, können durchschnittlich aber immer noch 74,25 Euro pro Stunde verlangen. Danach geht es jedoch steil bergauf: Zwischen 30 und 39 Jahren liegt der gemittelten Stundenlohn bereits bei 87,92 Euro.

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Einkommenszufriedenheit ist weiterhin hoch

Dementsprechend liegt die Einkommenszufriedenheit weiterhin hoch. 74,09 Prozent sind mit der Höhe ihrer Einkünfte einverstanden. 25,91 Prozent wollen mehr verdienen. Dazu gehören vor allem Freelancer mit vergleichsweise wenig Projekterfahrung.

Freelancer-Kompass: Einkommenszufriedenheit
© freelancermap

Am zufriedensten sind Freelancer im Bereich SAP. Hier liegt die Quote sogar bei über 80 Prozent. Am unteren Ende der Spanne halten sich Grafiker und Content-Gestalter auf, die im Bereich Medien arbeiten. Hier sind sogar weniger als die Hälfte der freien Mitarbeiter zufrieden mit ihrem Einkommen.

Blickt man auf das große Ganze, so steht es weiterhin gut um Freiberufler. Mit einem Nettomonatseinkommen von gemittelt 6.921,66 Euro sind sie mit Recht überwiegend zufrieden.

Eine signifikante Einkommenslücke klafft weiterhin zwischen den Geschlechtern.

Während Männer im Schnitt auf 94,66 Euro pro Stunde kommen, erhalten Frauen 87,63 Euro.

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Wer selbstständig ist, will unabhängig sein

Der Hauptgrund für die Wahl der Selbstständigkeit ist weiterhin die Unabhängigkeit. Fast 80 Prozent der Befragten gaben an, dass dieser Faktor die Hauptantriebsfeder für sie darstellt. Dahinter sind die Argumente sehr individuell. Von besseren Verdienstmöglichkeiten über abwechslungsreichere Tätigkeiten, flexibleren Arbeitszeiten bis hin zu einer aktuell günstigen Marktsituation sind viele gute Gründe gegeben, die von Person zu Person jedoch stark variieren.

Der durchschnittliche Selbstständige kratzt an der 45-Stunden-Woche

Große Unklarheit herrscht auch heute noch oftmals über die effektive Arbeitszeit von Selbstständigen. Die Klischees reichen vom faulen Freelancer bis hin zum Workaholic, der sich selbst in den Burnout treibt. In der Realität widmen Freelancer im Schnitt 44,83 Stunden in der Woche ihrer Arbeit. Mit 15,52 Prozent arbeitet aber auch ein signifikanter Anteil bis zu 60 Stunden.

Freelancer-Kompass: Arbeitszeit
© freelancermap

Ausblick auf 2020

Die Marktsituation für Selbstständige ist besser als je zuvor. Zufriedenheitswerte verharren auf hohem Niveau und die Einkommen steigen weiter. Für das Jahr 2020 erwartet der Markt für Freelancer vor allem in den Bereichen Künstliche Intelligenz, IT Sicherheit und Big Data starke Wachstumsimpulse. Wer mit Informatikkenntnissen und SAP-Know-How glänzen kann, der darf sich auf gute Zukunftsaussichten und einen steigenden Stundensatz freuen.

Freelancer-Kompass: Zukunftsthemen
© freelancermap

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