Derzeit kursieren massenhaft betrügerische E-Mails, die im Namen des Steuerportals Elster verschickt werden. Cyberkriminelle versuchen damit, an die Bankdaten ahnungsloser Bürger zu gelangen. Die Verbraucherzentrale warnt ausdrücklich vor der Betrugsmasche. Die gefälschten Nachrichten tragen den Betreff „Ihr Steuerbescheid 2025 – Erstattung bestätigt“ und gaukeln den Empfängern eine bereits freigegebene Steuerrückzahlung vor. Um an das Geld zu kommen, sollen die Betroffenen angeblich ihre Kartendaten auf einer nachgebauten Elster-Webseite eingeben. Mehr als 22 Millionen Menschen und Unternehmen in Deutschland nutzen das kostenlose Onlineportal der Finanzverwaltung für ihre Steuererklärungen – entsprechend groß ist der potenzielle Kreis der Opfer. Wer auf die Masche hereinfällt, riskiert erhebliche finanzielle Schäden.
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Grüner Button führt auf gefälschte Elster-Webseite
Die Betrugsmasche folgt einem klaren Muster: In der E-Mail behaupten die Absender, das Finanzamt habe bereits eine Rückzahlung bewilligt. Bevor das Geld überwiesen werden könne, sei jedoch eine Identitätsprüfung über das Elster-Portal nötig. Dabei sollen die Empfänger ihre Bankkartendaten bestätigen.
Ein auffälliger grüner Button mit der Beschriftung „Jetzt bestätigen“ leitet auf eine täuschend echt nachgebaute Elster-Seite weiter. Dort greifen die Kriminellen die eingegebenen Zahlungsinformationen ab. Zusätzlich erzeugen die Betrüger Zeitdruck: Ohne Bestätigung bis zum 31. August 2026 verfalle der Erstattungsanspruch angeblich vollständig. Unterschrieben ist die Nachricht lediglich mit „Ihr Finanzamt“ – ein weiteres Warnsignal, da eine konkrete Behördenbezeichnung fehlt.
Mehrere Warnsignale entlarven die Betrugs-Mail
Die Verbraucherzentrale hat in der gefälschten Nachricht eine Reihe typischer Phishing-Merkmale identifiziert. So fehlt eine persönliche Ansprache des Empfängers – stattdessen wird eine allgemeine Anrede verwendet. Auch die Absenderadresse wirkt bei genauerer Betrachtung unseriös und stammt offensichtlich nicht von einer offiziellen Behörde.
Besonders verdächtig ist die Aufforderung, Bankkartendaten über einen E-Mail-Link zu übermitteln. Hinzu kommt der Verweis auf eine angebliche Identitätsprüfung über Elster sowie die gesetzte Frist, die gezielt Handlungsdruck aufbauen soll. Laut dem BSI enthält mittlerweile rund jede dritte unerwünschte E-Mail einen Phishing-Versuch. 62 Prozent der Bürger geben zudem an, bereits mindestens einmal bewusst eine solche betrügerische Nachricht in ihrem Postfach vorgefunden zu haben.
Behörden fordern niemals Bankdaten per E-Mail an
Die Verbraucherzentrale empfiehlt, derartige Nachrichten keinesfalls zu beantworten und sie direkt in den Spam-Ordner zu verschieben. Links in solchen E-Mails sollten unter keinen Umständen angeklickt werden. Wer ein Elster-Konto besitzt, sollte neue Benachrichtigungen ausschließlich über die offizielle Webseite des Portals einsehen.
Das BSI stellt klar: Weder Behörden noch seriöse Anbieter verlangen jemals per E-Mail die Preisgabe vertraulicher Zugangsdaten. Auch Elster selbst betont auf seiner Webseite: „Die Steuerverwaltung fordert niemals per E-Mail Informationen, wie die Steuernummer, Kontoverbindungen, Kreditkartennummern, PIN oder die Antwort auf Ihre Sicherheitsabfrage an.“
Wer unsicher ist, ob eine Nachricht tatsächlich vom Finanzamt stammt, sollte lieber telefonisch bei der zuständigen Behörde nachfragen, statt auf einen Link zu klicken.
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