Arbeitskleidung kaufen: Vermeide diese Fehler

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Arbeitskleidung kaufen: Vermeide diese Fehler
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Die Arbeitskleidung ist von substanzieller Bedeutung im beruflichen Alltag. Dies gilt besonders für Berufe, wo das Arbeiten ein Gefahrenpotenzial darstellt. Menschen, die mit Maschinen oder gefährlichen Substanzen arbeiten, sind in der Pflicht, sich ausreichend zu schützen. Je nach Branchen ist es ohnehin Pflicht, adäquate Sicherheitskleidung zu tragen. Es dient der eigenen Gesundheit und in einem Notfall rettet Arbeitskleidung Leben.

Folglich ist es bedeutsam, darauf zu achten, dass die Arbeitskleidung eine gute Passform hat und für den jeweiligen Einsatz geeignet ist. Es ist wichtig, akribisch vorzugehen, wenn es um die Auswahl der Arbeitskleidung geht. Dabei ist es empfehlenswert, sich mit unterschiedlichen Kriterien vertraut zu machen, die hochwertige Arbeitskleidung ausmacht. Des Weiteren gibt es unterschiedliche Normen, die Auskunft darüber geben, wie zuverlässig der Schutz ist. Es gilt, im Einzelfall zu prüfen, welche Normen für den jeweiligen Einsatzbereich vorgeschrieben sind. Es folgen weitere Informationen, die dabei helfen, hochwertige Arbeitskleidung zu erwerben.

Häufige Fehler beim Kauf von Arbeitskleidung

Ein Fehlkauf kann vor allem bei Schutzkleidung mit fatalen Folgen einhergehen. Deshalb ist es von Relevanz, gängige Fehler zu vermeiden, zumal es um die eigene Gesundheit geht. Personenkreise, die im Berufsleben Gefahren ausgesetzt sind, sollten beispielsweise davon absehen, auf Komfort und Design zu setzen. Damit man die richtige Arbeitskleidung online kaufen kann, ist es bedeutsam, zu ergründen, welche Risiken im Arbeitsumfeld gegeben sind. Zusätzlich ist es essentiell, die arbeitsrechtlichen Vorschriften zu erfragen. Anhand der arbeitsrechtlichen Vorschriften ist es möglich, Arbeitskleidung zu finden, die alle Normen erfüllt. Nur so wird sichergestellt, dass in einer Gefahrensituation ein ausreichender Schutz gewährleistet wird. Konträr dazu kann es ebenso falsch sein, den Komfort zu vernachlässigen.

Personenkreise, die keiner akuten Gefahr ausgesetzt sind, sollten andere Kriterien mit einbeziehen. Im Gastronomiebereich ist es beispielsweise wichtig, dass die Kleidung pflegeleicht ist und im Berufsalltag eine gute Passform aufweist. Dabei ist es wichtig, dass die Kleidung bei hohen Temperaturen waschbar ist, um die Arbeitskleidung sauber halten zu können. Gerade im Kundenservice spielt das äußere Erscheinungsbild eine entscheidende Rolle. Arbeitskleidung, die nicht auswaschbare Flecken aufweist, kann auf KundInnen unprofessionell wirken. Bei körperlichen Tätigkeiten ist es auch von elementarer Bedeutung, dass die Arbeitskleidung atmungsaktiv ist. Wer diesbezüglich nachlässig ist, wird schnell merken, dass ein Arbeiten bei Hochtemperaturen sehr unangenehm ist.

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Schließlich spielt, je nach Branche, das Design eine bedeutsame Rolle. Wer im Dienstleistungssektor tätig ist, vertritt ein Unternehmen. Oftmals nutzen Unternehmen bestimmte Farben oder Logos, um den Wiedererkennungswert bei KundInnen zu steigern. Es hat aber auch pragmatische Gründe. KundInnen können zum Beispiel im Restaurant die Bedienung besser erkennen. Deshalb ist es wichtig, dass ein einheitliches Bild vermittelt wird. Für die Praxis bedeutet dies, dass man Fehlkäufe unbedingt vermeiden sollte. Die Arbeitskleidung muss zum restlichen Servicepersonal passen. Im Zweifelsfall ist es ratsam, mit dem Arbeitgeber Rücksprache zu halten, um Missverständnisse und Komplikationen zu vermeiden.

Es ist unter Umständen ein Fehler, selbst für die Arbeitskleidung finanziell aufzukommen. Ist Schutzkleidung rechtlich vorgeschrieben, so ist grundsätzlich der Arbeitgeber in der Pflicht, die Kosten zu tragen. Abseits davon sind Unternehmen ebenfalls in der Verantwortung, sich um die Reinigung zu kümmern. Dies schließt auch die Wartung von Arbeitskleidung mit ein.

Möchte der Arbeitgeber dennoch die Kosten an die MitarbeiterInnen weitergeben, so ist möglich, juristisch dagegen vorzugehen. Gibt es keine gesetzliche Pflicht zum Tragen von Arbeitskleidung, so können ArbeitnehmerInnen trotzdem die Kosten geltend machen. In der Regel lassen sich Anschaffungen für die Arbeit steuerlich absetzen. Aufgrund regionaler Unterschiede, ist es hilfreich, sich bei einem Steuerberater vor Ort zu erkundigen. In den meisten Fällen können auch die Reinigungskosten steuerlich geltend gemacht werden.

Fazit

Letztlich lassen sich keine Pauschalaussagen treffen, aufgrund der unterschiedlichen Rahmenbedingungen. Es ist wichtig, im Einzelfall zu ergründen, welche Arbeitskleidung adäquat ist. Je nach Branche sieht die Definition von der perfekten Arbeitskleidung anders aus. Bei Gefahrenberufen spielt primär Sicherheit eine essenzielle Rolle, sodass der Komfort von sekundärer Relevanz ist.

Bei einer physisch anspruchsvollen Tätigkeit, die kein Gefahrenpotenzial darstellt, spielt der Komfort hingegen eine zentrale Rolle. Deshalb erfolgt der Kauf nach individuellen Maßstäben, die in Abhängigkeit zur Tätigkeit stehen.

Thorsten Mansfeld
Thorsten Mansfeld ist Rechtsanwalt. Er berät und vertritt seine Mandanten hauptsächlich im Arbeitsrecht, Vertragsrecht und Schadensersatzrecht.

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