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Die Augen der Welt sind auf Tokio gerichtet: Hier kämpfen die größten AthletInnen bei den Olympischen Spielen 2020 um die Goldmedaille. Vielleicht ist es der Nervenkitzel des Wettkampfes, den AthletInnen bei einer anmutigen Darbietung zuzusehen oder das Anfeuern von AthletInnen aus dem eigenen Land, was es so besonders macht. Es gibt auch noch einen anderen, sehr wichtigen, aber oft übersehenen Grund zuzuschauen: Jeder kann wertvolle Lektionen von Olympioniken über das Gewinnen und den Erfolg lernen.

Während sich olympische AthletInnen zwar in der Sportart, in der sie glänzen, unterscheiden, gibt es viele ähnliche Eigenschaften, die sie teilen. Diese Eigenschaften kannst du dir zum Vorbild nehmen, um deine Ziele zu erreichen.

1. Olympioniken sind auf ihre Ziele fokussiert

Wir alle haben von OlympionikInnen gehört, die ihren Sport buchstäblich atmen. Aber den meisten ist nicht klar, wie weit das geht. Das Training beginnt meist schon in der Kindheit. In den Teenagerjahren ist es nicht ungewöhnlich, dass AthletInnen mit ihren TeamkollegInnen und TrainerInnen weit weg von zu Hause leben und keine traditionelle Schule besuchen.

Das Leben ist auf eine Sache fokussiert: der/die Weltbeste in dieser Sportart zu werden.

Natürlich ist es für die meisten nicht nötig von einem Ziel so besessen zu sein, aber ein gewisser Fokus gehört zum Erreichen von Zielen dazu. Während DurchschnittssportlerInnen ihre Ziele nicht immer vor Augen haben, verankern Profis ihre Ziele täglich tief in ihrem Unterbewusstsein. Sie passen ihr Mindset immer wieder an, um das Ziel zu erreichen. OlympionikInnen besitzen eine Zielstrebigkeit, die ihnen erlaubt jeden Tag besser zu werden.

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Liste deine zehn Hauptziele jeden Morgen auf, wenn du aufwachst. Diese Gewohnheit wird sie in der Psyche verankern. Dies ist eine der wichtigsten Gewohnheiten, die du auf dem Weg zu mehr Erfolg entwickeln kannst.

2. Olympioniken haben ein Gespür für Zeit

Die meisten Menschen gehen davon aus, dass der Tag, die Woche, der Monat, das Jahr und das Leben unendlich lange andauert. Olympische AthletInnen sind jedoch extrem feinfühlig gegenüber Zeit. Sie haben einen Sinn für Dringlichkeit, weil sie auf einer Ebene handeln, die sie ständig daran erinnert, dass der gegenwärtige Moment alles ist, was sie wirklich haben. Sie sind auf der Mission, den Traum vom Medaillengewinn zu erfüllen, und sie wissen, dass die Uhr tickt.

Die meisten Menschen entwickeln ein Gefühl von Dringlichkeit gegen Ende des Tages, der Woche oder bevor sie in den Urlaub fahren. Stell dir vor, du würdest die gleiche Energie und den gleichen Fokus jeden Tag aufbringen. Deine Produktivität würde sich extrem steigern.

Ein Olympionike bekommt alle vier Jahre eine Chance und kann bei etwa zwei oder drei Olympische Spiele antreten. Das verdeutlicht, dass das Leben kurz ist:

Wenn du etwas erreichen willst, ist jetzt die Zeit dafür.

3. Olympioniken haben ein großes Selbstvertrauen

Wenn du olympische AthletInnen fragst, welche Platzierung sie erwarten, werden wahrscheinlich viele antworten, dass sie erwarten Gold zu gewinnen. Das liegt daran, dass der Glaube an sich selbst schon immer ein Markenzeichen von SpitzenathletInnen war.

OlympionikInnen haben ein hohes Maß an Selbstvertrauen, auch wenn sie scheitern oder eine Flaute haben. Dieser Glaube an sich selbst kommt daher, dass sie in einem positiven Umfeld aufgewachsen sind oder sich selbst positiv zureden. Muhammad Ali gibt zum Beispiel zu, dass er verkündete er sei der Größte, bevor er es wirklich war, um seinen Glauben an seine eigenen Fähigkeiten zu stärken.

Der Unterschied ist, dass olympische AthletInnen an ihre Ziele und Träume glauben, während die meisten Menschen oft Angst davor haben, an etwas zu glauben, das vielleicht passiert oder auch nicht.

4. Olympioniken lassen sich trainieren

Unternehmen verstehen immer mehr, was olympische AthletInnen schon seit Jahren wissen: Wenn du dein Potenzial maximieren willst, solltest du einen Coach engagieren. Denn kompetente BeraterInnen sind ExpertInnen darin, Potenzial zu erkennen und es auszuschöpfen.

Oft ist es jedoch so, dass diejenigen, die ein Coaching am meisten brauchen, es nie in Betracht ziehen würden, während diejenigen, die es am wenigsten brauchen, nie darauf verzichten würden.

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Dabei ist die Logik hinter dem Coaching ist einfach. Wenn zwei SpitzenathletInnen gegeneinander antreten, ist oft das Einzige, was den/die GewinnerIn ausmacht, ein kleiner Vorteil im Denken, in der Strategie und in der Technik. Ihre TrainerInnen können ihnen zu diesem Vorteil verhelfen.

5. Olympioniken wissen wie eine ausgeglichene Work-Life-Balance funktioniert

Ein olympischer Athlet zu sein bedeutet, sich maximal anstrengen zu müssen. OlympionikInnen wissen auch, dass der Feind die körperliche und emotionale Überanstrengung ist. Deshalb stellen sie bei der Leistungsplanung sicher, dass ein Burnout nie mehr als einmal auftritt. Jeder Athlet, der bei den Olympischen Spielen antritt, hat eine andere Belastungsgrenze und eine andere Toleranz für Schmerzen. Sobald dieser Punkt erreicht ist, wird ein bestimmter Kreislauf aus Belastung und Erholung eingeleitet.

In unserem täglichen Leben sind wir sowohl mit persönlichen als auch beruflichen Stressoren konfrontiert. In Zeiträumen, in denen viel Leistung gebracht werden soll, ist es wichtig Auszeiten und Anstrengungsphasen in Balance zu bringen. OlympionikInnen werden körperlich, emotional und mental bis zum Äußersten getrieben, weshalb ihr Trainingsplan ebenso mit viel Zeit zum Ausruhen und Auftanken gefüllt ist.

Dieser Artikel wurde von Steve Siebold auf Englisch verfasst und am 14.Juni 2021 auf inspiyr veröffentlicht. Wir haben ihn für euch übersetzt, damit wir uns mit unseren LeserInnen zu relevanten Themen austauschen können.

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One Comment

  • Das ist absolut richtig. Sie sind mental, psychisch und physisch trainiert. Ist schon immer ein Vorbild im Berufsleben für mich gewesen. Alles ist ein Training. Verhaltensmuster der neuen Technik, dem Zeitgeist anzupassen. Die Flexibilität ist enorm wichtig. Der Kunde von morgen hat eine völlig andere Erziehung genossen, als der Ältere. Das soziale Verhalten ist auch im Sport abgebildet.

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