Produktiv bleiben in der Pandemie: 4 Tipps

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Produktiv bleiben in der Pandemie: 4 Tipps
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Zwischen der Anpassung an deinen neuen Zeitplan, der Annahme von Non-Stop-Videoanrufen und der Bespaßung deiner Kinder (die anscheinend unendlich viel Energie haben) ist das Letzte, woran du denkst, wie du deine täglichen Tasks noch erledigen willst. Leider können sich die meisten von uns nicht zurücklehnen und warten, bis sich die Dinge ändern. Wir müssen noch Verpflichtungen einhalten.

Glücklicherweise gibt es Möglichkeiten, wie du in diesen beispiellosen Zeiten produktiv bleiben kannst:

1. Plane, produktiv zu sein

Wäre es nicht großartig, wenn du einfach den Zauberstab schwingen und wie von Zauberhand produktiv sein könntest? Wenn es nur so einfach wäre.

Wenn man schon vor der Pandemie produktiv sein wollte, musste man schon vor der Pandemie dafür planen.

Erinnere dich einfach an jede Zeit, in der du nichts in Ihrem Terminkalender hatten, wie zum Beispiel ein faules Wochenende. Vielleicht bist du einfach nur herumgelaufen und hasten nach etwas gesucht, das deine Zeit in Anspruch nimmt – auch wenn du die Ausfallzeit nicht sinnvoll nutzen kannst, wie zum Beispiel eine Netflix-Serie im Saufgelage zu sehen. Dasselbe gilt für deine Arbeitswoche.

Da es während der Woche hektisch werden kann, bieten sich Freitagnachmittagfür die Planung an. Das ist vielleicht nicht die aufregendste Aufgabe, aber es erlaubt dir:

  • deine Aufgaben zu priorisieren,
  • deine Tage zu planen und
  • eine Routine festzulegen.

Psychologen rühmen die Produktivitätsvorteile der Routine.

Einfach nur Mahlzeiten essen, Sport treiben, schlafen und aufwachen, und das jeden Tag zur gleichen Zeit, kann einen großen Unterschied machen. Im Gegensatz dazu fördert unstrukturierte Zeit geistige und emotionale Instabilität – kaum ein Rezept für Produktivität. Routine reduziert „Entscheidungsmüdigkeit“. Vorausschauendes Planen hilft dir, genau zu wissen, was wann getan werden muss, und setzt so mentale Bandbreite frei.

2. Schränke deinen Arbeitsbereich ein

Du brauchest nicht unbedingt ein Home-Office, aber du solltest einen dedizierten Platz zum Arbeiten haben. Im Idealfall sollte dein Raum ruhig und weit entfernt von Ablenkungen wie Fernsehen und anderen Haushaltsmitgliedern sein. Stelle sicher, dass er über alles verfügt, was du für deine Arbeit benötigst, wie z.B. zuverlässiges Wi-Fi, Steckdosen zum Aufladen deiner Geräte und einen Raum, in dem du dich ausbreiten kannst.

Sobald du deinen idealen Arbeitsplatz eingerichtet hast, arbeite nur noch von dort aus.

Diese physische Grenze hilft deinem Verstand beim Übergang in den Arbeitsmodus, wenn du unter Zeitdruck stehst; auf der anderen Seite kann sie dir helfen, die Arbeit bei der Arbeit zu lassen. Mache denjenigen, die mit dir leben, klar, dass dies dein heiliger Raum ist: Es ist kein Bereich, in dem man sich aufhält oder durch den man laufen kann; es ist der Ort, an dem man Geschäfte macht. Wenn du keine Tür hast, die du schließen kannst, teil ihnen deinen Kalender mit, damit sie sehen können, wann du verfügbar bist und wann nicht.

3. Probiere neue Techniken aus

Streng dich an, so viel du willst: Es ist nicht möglich, den ganzen Arbeitstag durchzuarbeiten.

Das war vor COVID so, und jetzt ist es noch mehr so. Glücklicherweise gibt es eine Reihe von Produktivitätsmethoden, mit denen du versuchen kannst, dieses Problem zu beheben. Eine der bekanntesten ist die Pomodoro-Technik, bei der man 25 Minuten lang arbeitet und dann eine 5-minütige Pause einlegt. Nach vier von diesen macht man eine längere Pause von 15 bis 30 Minuten, um sich wieder aufzuladen und sich neu zu konzentrieren.

Besonders bei der Arbeit von zu Hause aus haben diese Pausen auch einen praktischen Wert. Wenn du Kinder zu Hause hast, kannst du dich nicht acht Stunden lang in deinem Heimbüro einschließen. Du musst ihnen Mittagessen machen, sie zu Hause unterrichten und sehen, was sie in deinem Haus nicht zerstört haben. Ständige Unterbrechungen machen es dir schwer, deine Konzentration aufrechtzuerhalten.

Du könntest auch Zeitboxen verwenden. Zum Beispiel könntest du von 8-9 Uhr morgens eine Stunde für die Arbeit blockieren. Von 9-11 Uhr könntest du deine Kinder zu Hause unterrichten, gefolgt von einer einstündigen Mittagspause. Im Grunde genommen blockierst du bestimmte Zeiten für bestimmte Aktivitäten, basierend auf Faktoren wie z.B.: Wann du am produktivsten bist oder wann sich der Rest deines Teams treffen kann.

Für kleinere Aufgaben könntest du auch die Zwei-Minuten-Regel anwenden: Wenn etwas nur 120 Sekunden oder weniger dauert, erledige es einfach sofort. Und wenn du deine Woche organisierst, probiere Techniken wie das Pareto-Prinzip und die 1-3-5-Regel aus.

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4. Fließen und loslassen

Man hat schon früh während der Pandemie bemerkt, dass sich die Dinge im Handumdrehen ändern können. Es wird Zeiten geben, in denen das, was du für den Tag geplant hattest, möglicherweise angepasst werden muss.

Obwohl es wichtig ist, eine Routine beizubehalten, musst du lernen, mit den Schlägen umzugehen. Ein Kalender, in dem jede Sekunde geplant ist, lohnt sich derzeit weniger. Stattdessen solltest du nur noch deine wichtigsten Aufgaben für den Tag einplanen. Den Rest lässt du offen. Auf diese Weise hast du die Flexibilität, wenn sich etwas ändert, darauf einzugehen. Wenn sich nichts anderes ergibt, hast du einen Vorsprung.


Dieser Artikel wurde von John Hall auf Englisch verfasst und am 26.07.2020 auf www.forbes.com veröffentlicht. Wir haben ihn für euch übersetzt, damit wir uns mit unseren Lesern zu relevanten Themen austauschen können.

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